World Traveller

Reisezeit: August 2008 - Januar 2009  |  von Melanie Brandt

Lima: Condor und Colca Canyon

Wenn man die Möglichkeit hat nach Arequipa in Peru zu kommen, darf man sich die atemberaubende Landschaft des Colca Canyons nicht entgehen lassen.
Also sind Anne und ich zu einer geführten 2-tages Tour aufgebrochen. Am frühen morgen wurden wir mit einem Kleinbus vor dem Hostel abgeholt und der Ausflug konnte beginnen. Außer uns war noch eine peruanische Familie aus Lima mit von der Partie, die ihren 3tägigen Urlaub hier verbrachten. Sie machten in dieser Zeit ungelogen 25 Videos und 400 Bilder und absolvierten ein straffes Kulturprogramm, um auch bloß nichts auszulassen.

Auf unserer Fahrt in das kleine Dorf Chivay, in dem wir die Nacht verbringen sollten, machten wir zahlreiche Stops für unzählige Bilder. Dabei bot sich uns auf knapp 4000m Höhe eine tolle Landschaft. Außerdem sahen wir freilaufende Alpacas und Lamas.
Viele Menschen haben Probleme mit der Höhe, darum wird empfohlen, Cocatee zu trinken. Also Tee aus den Blättern der Cocapflanze. In dieser Form ist Coca in dieser Gegend legal und gilt als wirksames Heilmittel. Es ist außerdem ein gutes Mittel gegen Kälte, die ganz schön hart war, wie wir feststellen mußten. Doch mit Cocatee und einem Pulli aus Alpacawolle haben wir es zitternd überstanden.

Als wir in Chivay ankamen, bezogen wir unser kleines Hostelzimmer. Der Werbeslogan des Hostels war: Warmes Wasser 24h. Schon der Hammer, das ist für uns selbstverständlich zu jeder beliebigen Uhrzeit den Wasserhahn aufzudrehen und warmes Wasser zu haben.
Am Abend stand dann Folklore auf dem Progarmm. Diese Angelegenheit war nach zwei Stunden beendet. Denn nachdem die Leute gegessen hatten, ein paar Tänze aufgeführt wurden zur traditioneller Livemusik, wurden auch dann alle bald abkassiert.

Wir fielen dann müde ins Bett, denn auch trotz Cocatee machte uns die Höhe ein wenig zu schaffen.
Am nächsten Morgen sollte es um sechs Uhr weiter gehen. Doch die einzigen die pünktlich waren, waren natürlich, wer hätte es gedacht, wir, die Deutschen. Die Peruaner lassen gerne mal auf sich warten.
Das Tagesziel war der höchste Aussichtspunkt des Canyons. Die Besonderheit an diesem Ort sind die Condore, die über den Schluchten ihre Kreise ziehen. Die Spannweite eines Condors kann bis zu 3m betragen.
Nach zwei Stunden ging es dann über Stock und Stein im Kleinbus zurück nach Arequipa.

Alles in allem war dieser 2tages Trip eine bessere Kaffeefahrt. Touristen über Touristen, die jeden Schrott kaufen und jede Pflanze fotografieren. Allein auf dem Aussichtspunkt standen ca 150 Menschen mit gezückten Kameras. Natürlich haben wir auch Bilder gemacht. Aber vor allem haben wir die Landschaft auf uns wirken lassen.

Schade ist, dann man mit einem begrenzten Budget wie dem unseren, den Colca Canyon leider nicht auf eigene Faust entdecken kann, darum muss am auf eine der angebotenen Touren zurückgreifen, die eben leider wahnsinnig touristischen sind. Aber es lohnt sich auf jeden Fall.

© Melanie Brandt, 2008
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Die Reise
 
Worum geht's?:
In fuenf Monaten einen kleinen Teil der Welt entdecken. Von Argentinien,ueber Peru, L.A., Fidjis, Neuseeland, Australien, Malaysia und Thailand wieder nach Deutschland.
Details:
Aufbruch: August 2008
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: Januar 2009
Reiseziele: Argentinien
Peru
El Salvador
Vereinigte Staaten
Fidschi
Neuseeland
Australien
Thailand
Der Autor
 
Melanie Brandt berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.