jeder hat Traeume!!!

Reisezeit: September 2009 - Juli 2010  |  von susanne tischner

Vietnam: Ho Chi Minh

24.11.2009

5 Uhr morgens rollt der Zug im Saigoner Bahnhof ein. Wir wissen, eigentlich heisst die 7 Mio. Stadt seit 1976 Ho-Chi-Minh-Stadt, aber im alten Namen "Saigon" schwingt mehr exotischer Charm mit, findet ihr nicht?
Wir warten mit zwei "cà phe sua dá" (vietnam. Eiskaffee) bis(s) zum Morgengrauen
Quatschen zwei Englaender an, ob sie sich mit uns ein Taxi teilen. Die Strasse 'Pham Ngu Lao' ist wie die Kao San Road in Bangkok ein absolutes Backpacker Ziel. Viele Hostels, Strassenrestaurants und Souvenier Shops. Und was dass wichtigste ist, jeder Taxifahrer kennt die Strasse!
Ueber unsere fruehe Anreise (6 Uhr) ist im Madame Cuc Hotel keiner ueberrascht. Rucksaecke, Koffer, An- und Abreisende fuellen den kleinen Empfangsraum gut aus. Dazwischen sitzen noch ein paar Fruehstuecksgaeste. Werden mit Kaffe und Bananen ruhig gestellt und auf spaeter vertroestet. Ist uns recht, denn um diese Zeit befinden wir uns trotz starkem, vietnamesischem Kaffe Nr. 3 in der Aufwachphase
Kaffe Nr. 4 gibts zum Mittagessen. Dringend noetig, da uns der Kopf schwirrt. Die Angebote der letzten 10 Reisebuero's entsprachen nicht unseren Vorstellungen. Entweder viel zu teuer oder nur Billig-Kaffefahrten, von denen wir in China genug hatten. Es kann doch nicht so schwirig sein, eine bezahlbare Variante zu finden. Auf einem kleinem Boot durchs Mekong Delta Richtung Kambodscha zu fahren und einzureisen. Zwischendrin noch ein paar lokale schwimmende Maerkte und dass alles in 2 bis 3 Tagen. Die Alternative waere hier im regnerischen HoChiMinh noch 2 Tage zu verbringen, und mit einer 8(!) stunden Busfahrt das Land zu verlassen. Die Hoffnung geben wir noch nicht auf, den eine Strasse voller Reiseagenturen liegt noch vor uns.

Bei Kaffe Nr. 5 zwei Stunden spaeter entscheiden wir uns fuer die Tour von "innoviet". Nicht ganz billig, aber dass was unserer Vorstellung am naechsten kommt.
"you get what you pay" und der Werbespruch der Firma "What lonely planet does not tell you, we do" haben uns ueberzeugt.
Mal so nebenbei: Haben wir schon erwaehnt, dass jeder, wirklich jeder Reisende den man sieht oder den wir treffen einen Lonely Planet dabei hat? Unglaublich!
Auf das gute Gefuehl die letzten 5 tage in Vietnam 'sinnvoll' zu gestalten und auf Saigon wollen wir Abends im Hard Rock anstossen. Bis dahin noch ein bischen Sightseeing.
Paris (Kathedrale Notre Dame), Muenchner Maximilianstrasse (Dong Khoi - Strasse mit den bekannten Modedesingern Prada, Gucci,... diesmal kein Fake????), ueber die Autobahn zum Fluss Saigon. Schon wieder eine Klaeranlage Also zurueck. Oh nein!. Strassen voller Mopeds zu ueberqueren ist keine Herrausvorderung mehr. Strassen voller rasender LKW's und Autofahrern jagt unseren Adrenalinspiegel immer noch hoch. Also unsere Gluecksbringer-Anhaenger fest umklammern, Augen zu und los!
Puh, geschafft. Zur Nervenberuhigung brauchts jetzt aber dringend an Schnaps. Ab ins Hard Rock Cafe.
Oh NEIN!!! die Eroeffnung ist erst am 1.12. also in 7 Tagen.
Zu frueh gefreut
25.11.2009
Letzter Tag in Saigon. Da haelt uns beide doch der Nieselregen nicht davon ab, die Sehenswuerdigkeiten der Stadt zu erkunden. Beim 'Tran Nguyen Han' Denkmal, General welcher im 15. Jh. als erster Brieftauben einsetzte, regnets. Gut, dann schaun wir uns den 'Benh Thanh'-Markt auch von innen an. Hier gibts alles! Souveniers, vom T-Shirt bis zum Magneten, in der 'Lebensmittelabteilung' von getrockneten Seepferdchen ueber Gewuerzsaecke bis hin zum bunten Glibbergetraenk (siehe Foto). [Susi: Igitt; Andrea: wie jap. Bohnenpaste, nur fluessig] und natuerlich auch die Abteilung mit Alltagsgegenstaenden, von Kuechengeraete bis zur Unterhose.
Alles abgeklappert und begutachtet. ... und es schuettet immer noch wie aus Eimen.
Nachdem uns die Marktfrauen schon beim Namen kennen laesst der Regen etwas nach. Gute Change die Hallen zu verlassen, den brauchen tun wir nix. Bei der Frage weiter zur Pagode des Jadekaisers oder zurueck ins trockene Zimmer faellt uns auf, dass der Regen Blubberblasen am Boden produziert. Eine alte Bauernweisheit sagt:"Wenn da Reng Blodan macht, dann rengts no vui mehr!" Also ab ins trockene Zimmer und Fuesse hochlegen
Richtige Entscheidung, da's auf'm Heimweg wieder so fest anfaengt zu regnen, dass wir uns beim hinduistischen Sri Mariamman Tempel unterstellen. Er ist der Mutter- und Fruchtbarkeitsgoettin Mariamman geweiht. (klar, sonst wuerd er ned so heissen) Eine Raeucherstaebchen-Runde um den Altar rechts rum, denken dabei nicht an uns, sondern an unsere Freundinnen zu Hause. Eine kleine Spende, die den Indern nicht gross genug ist, und wir watscheln im Regen zum Hotel. Hilft ja nix, irgendwann muess ma auch packl'n. [Susi: Oh nein! ]

Notre Dame Kathedrale

Notre Dame Kathedrale

Fluss Saigon (-Klaeranlage)

Fluss Saigon (-Klaeranlage)

City Hall

City Hall

Sehgts de Bloadan vom Reg'n?
(des gelbe is a Mopedfahrer)

Sehgts de Bloadan vom Reg'n?
(des gelbe is a Mopedfahrer)

Gewuerzsaecke

Gewuerzsaecke

Glibbergetraenk, einmal geschuettelt, einmal geruehrt

Glibbergetraenk, einmal geschuettelt, einmal geruehrt

© susanne tischner, 2009
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Transsib China Hong Kong Vietnam Kambotscha Philippinen Australien Neuseeland Japan Namibia Sambia Suedafrika
Details:
Aufbruch: 14.09.2009
Dauer: 10 Monate
Heimkehr: 01.07.2010
Reiseziele: Deutschland
Russland / Russische Föderation
Mongolei
China
Hongkong
Vietnam
Australien
Der Autor
 
susanne tischner berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
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