Tauchen und Abenteuer auf den Philippinen mit Lui und Andrea

Reisezeit: Dezember 2009 - Januar 2010  |  von Lui & Andrea Volmar

Siquijor

Heute, an Andreas Geburtstag, geht es auf zur Insel Siquijor, unserem nächsten Ziel der Reise. Andrea hat sich, bescheiden wie sie nun einmal ist , "nur" zwei Dinge gewünscht: erstens möchte sie diesen Tag nicht nur mit der Fahrt von A nach B verbringen, und zweitens möchte sie den ganzen Tag bestimmen. Nichts leichter als das, oder?
Gemeinsam haben wir uns daher dazu entschieden, den schnellsten Weg nach Siquijor zu nehmen. Normalerweise fährt man mit einem Auslegerboot zuerst nach Dumaguete und von dort aus mit der Fähre nach Siquijor, Dauer ca. 6 Stunden. Wir sind aber schlauer und "chartern" gemeinsam mit vier anderen Urlaubern zum selben Preis ein Auslegerboot, das auf direktem Wege nach Siquijor fährt, Dauer ca. 1,2 Stunden. Zwischen 9:00 und 10:00 Uhr soll das große Boot kommen. Und wir warten, und warten, und warten...

Wir vertreiben uns die Zeit mit Mario, dem Chef der Tauchbasis und Bürgermeister von Apo Island. Im Hintergrund sieht man Yves mit seiner Frau (unseren beiden französischen Buddies). Yves ist Elektriker und hat zuvor ein paar Leuten im Dorf gute Tips in Bezug auf die Stromversorgung gegeben. Momentan unterhält sich Lui über Wasser, Ver- und Entsorgung, es werden E-Mailadressen ausgetauscht, um von zu Hause weitere Hilfestellungen geben zu können.

Wir vertreiben uns die Zeit mit Mario, dem Chef der Tauchbasis und Bürgermeister von Apo Island. Im Hintergrund sieht man Yves mit seiner Frau (unseren beiden französischen Buddies). Yves ist Elektriker und hat zuvor ein paar Leuten im Dorf gute Tips in Bezug auf die Stromversorgung gegeben. Momentan unterhält sich Lui über Wasser, Ver- und Entsorgung, es werden E-Mailadressen ausgetauscht, um von zu Hause weitere Hilfestellungen geben zu können.

Zwischendurch können wir noch einen Krankentransport beobachten. Ein 80 Jahre junger Einheimischer leidet unter Asthma. Vom Dorf aus wird er von ca. 10 starken Männern auf einer Art Bambus-Rikscha zum Tauchboot getragen. Versorgt wird er mit Sauerstoff aus der Tauchbasis. Mit aller Mühe wird er aufs Boot gehievt und mit ungefähr 20 Familienangehörigen macht man sich ganz schnell auf den Weg ins eine Stunde entfernte Malatapay, von dort aus braucht man wiederum eine Stunde bis ins nächste Krankenhaus. Einen Arzt gibt es auf der Insel nicht, nur etwa zwei Mal im Jahr kommt ein Doktor vorbei, um die Kranken zu untersuchen. Und wieder einmal wird uns bewußt, wie anders die Uhren hier doch noch ticken!

Irgendwann kommt unser Boot dann glücklicherweise doch an, und gegen 13:00 Uhr machen wir uns endlich auf den Weg nach Siquijor. Die Überfahrt ist abenteuerlich. Die Wellen schlagen mächtig hoch und wir sechs Passagiere werden mächtig naß - kein Stückchen an uns bleibt trocken. Offensichtlich sehen wir auch sehr verfroren aus, denn zwischendurch bietet uns der Captain einen kräftigen Schluck Rum an. Wir sind aber alle tapfer und trotzen den Wellen und der Feuchtigkeit - auch ohne Rum. Nach ungefährt zwei Stunden Überfahrt treffen wir sicher und nach wie vor bester Laune auf Siquijor ein. Um an Land zu kommen, müssen wir in ein winziges Auslegerboot umsteigen. Lui und Andrea trifft es zuerst. Mit ihren schweren Rucksäcken auf dem Rücken, in denen sich übrigens alle elektronischen Geräte befinden , steigen wir in das Miniboot. Ob das wohl gut geht? Zwei Zentimeter des Bootes ragen noch aus dem Wasser...natürlich geht es aber gut, und auf diese Weise hatten wir zumindest mal die Gelegenheit, solch ein Transportmittel auszuprobieren.

Die zweite Fuhre - nach uns kommen Claire und Ruth an, die gemeinsam mit uns in Apo waren und auch eine Unterkunft bei den Kiwi Divers gebucht haben. Sie sind leichter als wir, daher liegt das Boot auch nicht so tief im Wasser.

Die zweite Fuhre - nach uns kommen Claire und Ruth an, die gemeinsam mit uns in Apo waren und auch eine Unterkunft bei den Kiwi Divers gebucht haben. Sie sind leichter als wir, daher liegt das Boot auch nicht so tief im Wasser.

Mitten im Nirgendwo gehen wir an Land

Mitten im Nirgendwo gehen wir an Land

Wir sind patschnaß und freuen uns, von der heißen Sonne wieder getrocknet und aufgewärmt zu werden.

Wir sind patschnaß und freuen uns, von der heißen Sonne wieder getrocknet und aufgewärmt zu werden.

Eigentlich hatte man uns gesagt, daß wir nach Sandugan "verschifft" werden sollen. Dieser Ort liegt direkt bei den Kiwi Divers, wo wir uns für ein paar Nächte eingebucht haben. Pustekuchen. Wir befinden uns aktuell in San Juan, am entgegengesetzten Ende der Insel. Was für eine philippinische Überraschung! Gemeinsam mit den beiden Australierinnen Ruth und Claire versuchen wir, eine Transportmöglichkeit zu unserer Unterkunft aufzutreiben. Und wer sagt es! Nach zähen Verhandlungen gelingt es Ruth, einen Jeepney für uns vier aufzutreiben, der uns in einer knappen Stunde ans endgültige Ziel bringt.

Aber zuerst wird noch schnell getankt...

Aber zuerst wird noch schnell getankt...

...und ein paar Flaschen "Cola" in den Tank gekippt!

...und ein paar Flaschen "Cola" in den Tank gekippt!

Und Claire überlegt, doch ein Schlückchen von dem leckeren Zeugs zu "gustieren"

Und Claire überlegt, doch ein Schlückchen von dem leckeren Zeugs zu "gustieren"

Wir kommen kurz vor dem Dunkel werden an und genießen zusammen mit den beiden Australierinnen noch einen Sonnenuntergangs-Geburtstagsdrink am Strand.
An dieser Stelle sei noch kurz an den Beginn des Kapitels erinnert bzw. an Andreas Wünsche. Nun ja, die Überfahrt hat nun doch einen ganzen Tag in Anspruch genommen, aber wir waren in netter Gesellschaft und hatten unseren Spaß. Und was das Bestimmen betrifft, so gab es dazu auch nicht viel Gelegenheit. Aber das wird nun einfach auf einen anderen Tag verschoben...

P.S. Ganz herzlichen Dank für die vielen lieben Geburtstagsgrüße die telefonisch, per SMS, via Gästebuch und E-Mail eingetroffen sind! Habe mich riesig darüber gefreut! Andrea

Und wieder endet ein schöne Tag mit einem traumhaften Sonnenuntergang!

Und wieder endet ein schöne Tag mit einem traumhaften Sonnenuntergang!

© Lui & Andrea Volmar, 2009
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nahezu 2 Monate werden wir auf den Philippinen unterwegs sein. In den ersten drei Wochen werden wir viel tauchen und sicherlich jede Möglichkeit nutzen, die Umgebung zu erkunden. Ab dann ist alles offen und wird unserer Spontanität überlassen. Lasst euch wie wir überraschen...
Details:
Aufbruch: 05.12.2009
Dauer: 8 Wochen
Heimkehr: 28.01.2010
Reiseziele: Philippinen
Der Autor
 
Lui & Andrea Volmar berichtet seit 14 Jahren auf umdiewelt.