Lets DIVE - Koh Tao at its best

Reisezeit: April / Mai 2011  |  von Misch und HO :-)

Wir PADI - oder PADI uns?

Ich glaube wir sind uns alle einig, dass ein Tag nach nur 2.5 Stunden Schlaf mehr als nur bescheiden beginnt.
Noch bescheidener als mehr als nur bescheiden ist der Tagesanfang jedoch, wenn in der Nacht zuvor nur 4 Stunden geschlafen wurden.

Während Misch also langsam wach wurde, stand Holger irgendwann aufrecht neben ihm. Das war aber auch schon das Höchste der Gefühle. Aufrecht stehen!!! An denken und dergleichen war nicht zu denken.

Aber da auch an diesem Tag viel gedacht werden musste, dachten wir uns, ans Frühstück zu denken und gedachten, den Weg ins Restaurant auf uns zu nehmen, wo Misch sich mit einer abgeänderten Version des Frühstücks vom Vortag anlegte, während Ho sich auf selbiges einzustellen gedachte. Also 2 x American Breakfast. Es war gut, nicht sehr gut, aber auch nicht schlecht und für wenig Zeit und viel Hunger ausreichend.

Irgendwie haben wir es geschafft, um 09.00 h beim Dive Center zu sein, um unseren PADI Kurs in Angriff zu nehmen. Es gab zwei Änderungen zum Plan:
1. Anstatt Jules unterrichtete uns Troy, der für Jules einsprang, der nach dem Unwetter am Vortag einen recht stressigen Tag hatte.
2. Aus unserer intimen Vierergruppe (3 Schüler, ein Lehrer) wurde ein flotter Dreier, da unser Mittauchlehrling abgesprungen ist. Ja ja, wenn man nach Koh Tao kommt um Party zu machen, ist Tauchen nicht das Wahre.

Der Vormittag verging schnell. Wir haben die ersten beiden Kapitel, die wir am Nachmittag zuvor per DVD betrachten konnten und am Abend zuvor im Buch durchgeackert haben noch mal verbal durchgenommen. Uns wurde erklärt was wir am Nachmittag bei unserem Tauchgang im Pool alles können müssten und was von uns erwartet wurde. Gestört wurden wir nur von Gismo - einem herzigen, grossen schwarzen Hund (Typ Dobermann, aber ist keiner), der genau weiss was er will und wann er es will. Wenn er also in den Unterricht reinplatzen will, kratzt er so lange an der Türe, bis ihm Einlass gewährt, oder er vertrieben wird. Kleveres Tier...

Da Troy ein recht annehmbares, akzentfreies Englisch spricht (was gerade bei Engländern nicht die Regel ist), konnten wir seinen Ausführungen gut folgen und so hatten wir bereits um 11.30 h Mittagspause bis 13.00 h, die wir an Sonnenliegen im Hotel verbrachten und schnell einen Thunfischsalat teilten. Man ist ja ein vernünftiger Taucher und haut sich nicht den Magen voll...

Wobei... das PADI Buch sagt, man soll vor dem Tauchen essen. Jeder Schwimmlehrer sagt zwar das Gegenteil, aber im Gegensatz zum Schwimmen ist beim Tauchen ja das Ziel unterzugehen.

Pünktlich um 13.00 h waren wir am Pool, um erst ein Mal den Hügel hochzulaufen. Aha... hier wird also in den Bergen getaucht....

Oben angekommen wurden wir mit Material versorgt: also allem notwenigen Tauchequipment. Dieses durften wir dann wieder den Hügel hinuntertragen, uns in die ganze Angelegenheit reinschmeissen und schon ging es (nachdem wir in dem Mini Pool 10 Bahnen schwimmen mussten um zu beweisen, dass wir schwimmen können und 3 Minuten auf dem Wasser treiben mussten ohne unterzugehen) in voller Montur ab in das kühle (na ja... seichwarme) Nass.
Die 214 kg auf dem Rücken wurden mit Einstieg ins Wasser wie zu erwarten ganz leicht und nach ein paar Erklärungen fanden wir uns auch schon zu unseren ersten Atemübungen unter der Wasseroberfläche wieder.
Man sagt, das erste Mal in seinem Leben, wenn man unter Wasser atmet, vergisst man nie!!!
Wie richtig das ist. Bei Holger war es 1997 in Kenia der Fall und bei Mischa 2005 in Mexiko - und wir beide werden diesen Moment nie vergessen!!!

Also... erst durften wir uns gut eine Stunde im flachen Wasser aufhalten um zu lernen wie man:

- den Druckausgleich macht
- unter Wasser das Wasser aus der Brille bekommt
- das Atemgerät bei Verlust desselben unter Wasser wiederfindet
- unter Wasser ohne Atemgerät atmet
- seinem Tauchpartner mit der alternativen Luftversorgung versorgt
- die Luftdusche betätigt
- die Tarierungsjacke oral wie automatisch befüllt
- und vieles mehr...

Wir waren so gut, dass wir nach einer Stunde ins tiefe Wasser durften um:

- die Tarierungskontrolle zu üben
- den Bleigürtel aus- und wieder anzuziehen
- die Tarierungsjacke unter Wasser aus und anzuziehen
- die alternative Luftversorgung unter Wasser zu verwenden
- um dann gemeinsam aufzusteigen
- generell aufzusteigen haben wir auch gelernt
- uns zu unterhalten
- und noch viel viel mehr...

Um gut 16.15 h waren wir fertig. Und wie... zwar hört sich das alles jetzt nicht sehr schwer an, aber stressig ist es schon. Schleisslich ist da Chlor ohne Ende in dem Pool und die hohe Luftfeuchtigkeit und die doch etwas höheren Temperaturen um uns herum machten das alles nicht einfacher.

So wurden wir verabschiedet und für den kommenden Tag auf 09.00 h aufgeboten umd dann nach ein wenig Theorie am Nachmittag in das grosse, weite offene Meer gestossen zu werden.

Auf dem Heimweg zum Hotel haben wir uns für einen Sandwichstop im Restaurant gleich nebenan entschieden (sehr gute Wahl!) und dann, bevor wir ins Zimmer sind noch auf eine kurze Getränkepause am Strand selber. Man hat ja Ferien und wenn man taucht, soll man immer gut mit Wasser und Brot versorgt sein.

Eine grosse Pause konnten wir uns aber nicht leisten, da Misch zu seinem hiesigen tapferen Schneiderlein musste, um zur ersten Anprobe seines neuen Anzugs zu erscheinen. Tapfer ist das Schneiderlein primär deshalb, weil es erneut versuchte Holger ein paar Hemden oder gar einen Anzug aufzuschwatzen. Nö, kommt nicht in Frage!!!

Nach dem Schneiderbesuch haben wir uns entschieden erst mal den Stress aus uns rausmassieren zu lassen und haben uns für zwei mal Nacken, Schulter, Kopf in unserer Stammmassagerie eingefunden, um dort von denselben Damen wie tags zuvor bedient zu werden. *ggg*
Die Freude ihrerseits war ungefähr so gross wie unsere Entspannung. Grandios.... Und wieder hat uns das alles inkl. Tip nur THB 700 gekostet.

Zur Feier des Tages sind wir dann mit dem Taxi für 300 THB nach Mae Haad gefahren um den Hauptort der bei Tag so schön ist zu erkunden. Wir haben mit dem Bär gerechnet (von wegen da mobt der Bär und so) und haben den Winterschlaf gefunden. Nix los hier... ist eben doch alles am Sairee Beach versammelt.

Zu essen gab es hier alles, ausser Thai Food. So haben wir uns für einen Italiener entschieden, der uns zur Vorspeise thailändisch verköstigte und zum Hauptgang mit eher aus unsern Breitengraden bekannten Gerichten. Seis drum... wir haben uns das verdient.

Eigentlich waren wir ganz froh, das wir nicht wirklich den Bär vorgefunden haben, waren wir doch wirklich wirklich wirklich müde. So konnten wir nach dem Essen schnell mit dem Taxi zurück zum Hotel (weiter als zum Ort Sairee Beach) fahren, wofür wir THB 200 löhnen mussten.
Wir vermuten, wir wurden abgezockt als wir nach Mae Haad fuhren...

Um gerade mal 22 Uhr waren wir im Hotel, müde und froh, das wir noch ein wenig Zeit hatten, die beiden nächsten Kapitel kurz durchzuackern, da wir ja am Folgetag wieder Tauchen gehen würden, natürlich nicht ohne vorher zu lernen... diesmal nur 100 Seiten... das Glück war uns hold...

Lange Rede, kurzer Sinn... ein Kapitel hat jeder für sich durchgearbeitet, eines hat Misch bearbeitet während Holger den Blog schrieb und zuhörte und die gute RDP Tabelle (kurz umschrieben Tauchplanung zur Durchführung von Nullzeit Tauchgängen, also ohne zwingend vorgeschriebene Sicherheitspausen beim Aufstieg (sehr rudimentär erklärt)) haben wir uns dann zusammen gute eine Stunde lang zur Brust genommen, damit wir irgendwann einen Hauch von Ahnung hatten, was das Teil bedeuten soll.
Der Hauch dauerte lange bis er kam, aber als er da war, war alles recht leicht und verständlich.... ist wohl bei allem so. Wenn man es kann, ist es kein Problem.

Beglückt, dass es erst 24.30 h war, begaben wir uns auf eine letzte Zigarette auf die Terrasse, um dort die UFO's 1 - 9 des Tages zu betrachten. Also Total sind wir bei 12 Stück.

Und dann - man glaube es kaum - sind wir beide ohnen nennenswerte Probleme eingeschlafen.

Ja, man muss nur was machen, dann klappt das mit dem Schlaf...

Wir machen PADI - PADI macht uns fertig... aber froh!

Ho und Misch die gähnnnnnnnnnnnn......

© Misch und HO :-), 2011
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Kurztrip - für 17 Tage, nach Thailand. 1 Nacht Koh Samui, 8 Nächte Koh Tao, 3 Nächte Koh Samui und dann noch 4.5 Nächte im legendären must see Bangkok. Kurz und bündig - Entspannung meets Einkaufstrip in BKK
Details:
Aufbruch: 21.04.2011
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 09.05.2011
Reiseziele: Thailand
Der Autor
 
Misch und HO :-) berichtet seit 14 Jahren auf umdiewelt.