3 Monate Freiwilligenarbeit in Togo

Reisezeit: März - Juni 2012  |  von Johannes Dolle

Gesundheitliche Probleme meiner Reise

Während meines Togo-Aufenthaltes hatte ich viele gesundheitliche Probleme. Wirklich stark krank geworden bin ich aber erst später nach meinem Aufenthalt. Bei den hygienischen Verhältnissen dort kein Wunder! In Atakpamé war ich bereits krank geworden und musste für einige Tage ins Krankenhaus. Dort lag ich den ganzen Tag im Bett und hatte Erbrechen, Fieber, Kopfschmerzen usw.
Einmal hatte ich eine Entzündung am Zeh, wegen der ich drei Termine im Krankenhaus bekommen habe, an denen die entzündete Stelle mit Säure weggeätzt wurde. Dabei habe ich geschrien wie ein Löwe!
Allgemein habe ich mich wie erwähnt meistens etwas schlapp gefühlt, sicher auch durch das Klima bedingt und ich hatte einen schweren Atem, wohl wegen der dreckigen Luft. Außerdem verspürte ich in meiner Brust häufig Schmerz und keiner der Ärzte konnte mir je eine Erklärung geben, woher diese Schmerzen kämen und weswegen ich überhaupt krank gewesen sei. Dieses bereitete mir im Laufe meines Aufenthaltes zunehmende Sorgen und gegen Ende meines Aufenthaltes hatte ich deswegen auch einen kleinen Nervenzusammenbruch im Krankenhaus.
Durch diese gesundheitlichen Einschränkungen konnte ich nicht jeden Tag zur Schule kommen und habe einige Wochen vor Heimreise mein Praktikum schließlich beendet. Zum einen wegen den genannten Problemen und letztlich auch, da ich einfach noch etwas mehr Zeit haben wollte, um Land und Leute zu erkundigen.

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Wieder in Deutschland

Nach meiner Reise ging es mir noch einmal sehr schlecht und ich musste ich wieder ins Krankenhaus. Nach diversen Fehldiagnosen (Malaria, Hepatitis B, Lues) wurde festgestellt, dass ich einen Parapharengealabszess habe, welcher glücklicherweise operativ schnell behoben werden konnte. Alles echt stressig!

Als europäischer Besucher hat man ein deutlich schwächeres Immunsystem, als die einheimischen Afrikaner, man ist sozusagen eine "Schildkröte ohne Panzer". Selbst mir als jungem Mann bei guter Gesundheit hat diese Reise meinem körüerlich doch zugesetzt und auch von anderen Reisenden hört man immer wieder, dass diese erkrankt sind. Mit den gesundheitlichen Risiken muss man sicher auseinander setzen!

© Johannes Dolle, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Eine nette Gastfamilie, eine amüsante deutsche Radiosendung, viele kontaktfreudige Menschen, eine turbulente Szene mit einem Taschendieb und eine schwere Krankheit nach der Rückkehr
Details:
Aufbruch: März 2012
Dauer: 3 Monate
Heimkehr: Juni 2012
Reiseziele: Togo
Der Autor
 
Johannes Dolle berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt.
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