3 Monate Freiwilligenarbeit in Togo

Reisezeit: März - Juni 2012  |  von Johannes Dolle

Infrastruktur und Lebensstandart in Atakpamé: Straßen und Verkehr

Togo ist ein armes Land und es gibt keine ausgebaute Infrastruktur wie in Europa. Asphaltiert sind nur die Hauptverkehrsstraßen, welche jedoch viele Schlaglöcher enthalten. In Atakpamé gibt es keine Straßenlaternen, weswegen nach Einbruch der Dunkelheit viele Leute Taschenlampen benutzen. Nur wenige Straßen haben Straßennamen und es gibt keine Hausnummern. Wer Post erhalten können möchte, muss sich bei der Post ein Postfach einrichten lassen.
Es fahren ab und an Autos auf den Straßen, meistens sind es Gebrauchtwagen aus Europa oder Nordamerika. Relativ viele Leute haben jedoch einen Motorroller, dort moto genannt. Der Verkehr ist sehr chaotisch. Außerdem haben die Autos keine Sicherheitsgurte und auf dem moto tragen nur die Wenigsten einen Helm.

Voll beladener Bus in Lomé [6]

Voll beladener Bus in Lomé [6]

Es gibt keine organisierten öffentlichen Verkehrsmittel, welche nach ofiziellen Fahrplänen fahren in ganz Togo. Wer in eine andere Stadt fahren möchte, nimmt ein Taxi-Auto. Diese fahren regelmäßig zwischen den togolesischen Städten hin und her, von bestimmten Treffpunkten aus. Eine Fahrt kostet je nach Entfernung einige 1000 CFA Francs, also wenige Euro. Die Autos werden dabei ziemlich vollgestopft, es fahren in der Regel 8-9 Personen mit in einem PKW, in dem in Europa nur fünf Personen fahren würden. Außerdem werden auf dem Dach noch Waren gestapelt, so hoch wie irgendwie möglich und transportiert. Auf diese abenteuerliche Weise habe ich auch eine kleine Reise gemacht, einen Wochenendausflug in eine andere togolesische Stadt namens Kpalimé, zusammen mit anderen deutschen Freiwilligen, welche ich dort kennen gelernt habe.
Wer innerhalb von Atakpamé schnell von A nach B kommen möchte, kann für wenige Groschen ein Taxi-moto nehmen.

Motorrad mit Vieh [7]

Motorrad mit Vieh [7]

© Johannes Dolle, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Eine nette Gastfamilie, eine amüsante deutsche Radiosendung, viele kontaktfreudige Menschen, eine turbulente Szene mit einem Taschendieb und eine schwere Krankheit nach der Rückkehr
Details:
Aufbruch: März 2012
Dauer: 3 Monate
Heimkehr: Juni 2012
Reiseziele: Togo
Der Autor
 
Johannes Dolle berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt.
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