Thailand im Schnelldurchgang

Reisezeit: Juli / August 2011  |  von Christoph Schoeffmann

5. 8. Chiang Mai

Heute gingen wir es erstmal gemütlich an, nach einem ausgiebigen Spät-Frühstück (obwohl das Frühstück hier erstmals nicht so ganz das Wahre ist) fragte ich kurz bei der Rezeption nach, ob mein Plan mittels Songtheow zum "Wat Phrathat Doi Suthep" zu gelangen, so funktionieren würde. Nachdem mir die nette Dame sofort wieder eine ganze Tour inkl. Guide usw. andrehen wollte, beschlossen wir einfach auf gut Glück aufzubrechen. Am nördlichen Tor Chiang Mais charterten wir dann einen der roten Pick-Ups, nach kurzer Preisverhandlung (welche aber so günstig ausfiel, dass wir uns nicht ganz sicher waren, ob der Fahrer wirklich dasselbe meinte wie wir) ging es über einige unglaublich kurvige, aber für thailändische Verhältnisse toll ausgebaute Straße den Berg hinauf. Geschätzte 100 Kurven später waren wir am Ziel, statt einem ruhigen Ort des Glaubens erwartete uns wie eigentlich fast überall eine Horde an Straßenhändlern, Schleppern und natürlich auch Touristen (sind wir ja eh auch, aber gleich so viele?).

Dann ging es über 290 Stufen hinauf zum Eingang des Tempels, dank des wesentlich kühleren Klimas (in ca. 1000m Höhe gelegen) eine nicht ganz so schlimme Aufgabe. Der Tempel selber war wirklich grandios, überall kunstvoll gearbeitete Figuren und in der Mitte als Höhepunkt ein 32m hoher komplett vergoldeter Turm (Chedi). Erschreckend war allerdings zu sehen, mit wie wenig Respekt so manche Touristen die heiligen Stätten der Thais betreten, vom Anschlagen ritueller Glocken bis zum Anfassen wertvoller Figuren (dass man das eigentlich nicht sollte, war überall deutlich zu lesen). Eine weitere Belohnung der Auffahrt zu diesem Tempel war der grandiose Blick auf die Stadt Chiang Mai - wir können nur jedem, der in diese Stadt kommt zum Besuch dieser Anlage raten (wenn auch touristisch, ist es eine wirklich tolle Stätte).

Dann hieß es erst einmal unseren Fahrer suchen, der sich irgendwo in dem Getümmel von anderen Songtheows befinden musste, sein Auto hatten wir schnell gefunden, den Fahrer 10min später. Also wieder hinunter in die Stadt, der Fahrer brachte uns auch direkt in die Unterkunft. Und dann die Überraschung, der Fahrer wollte tatsächlich nur den von uns geforderten Preis (der eigentlich extrem tief als Verhandlungsbasis angesetzt wurde), natürlich gaben wir ihm ein ordentliches Trinkgeld - aber es stimmt schon nachdenklich, wenn uns der arme Kerl tatsächlich für einen Hungerlohn über 3 Stunden herumfuhr.

Jetzt sitzen wir schon wie gestern in einem kleinen Restaurant namens "Harrad's" wo wir für wenig Geld sehr gutes Essen inkl. Internet-zugang bekommen und uns köstlich darüber amüsieren, wie die Leute draußen mit dem ziemlich heftigen Wolkenbruch zurecht kommen

Am Abend gehen wir noch auf den Nachtmarkt, um unsere letzten Schnäppchen zu ergattern, denn in den nächsten Tagen werden wir wieder eher verlassenere Regionen ohne Internet aufsuchen. Morgen geht es gegen 14h30 mit dem Flugzeug nach Bangkok und dann mit dem Nachtzug in den Süden, zum Khao Sok Nationalpark!

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Liebe Leute - in 1 1/2 Monaten ist es soweit, nachdem wir letztes Jahr Malaysia und Indonesien unsicher gemacht haben, werden wir heuer im Schnelldurchlauf quer durch Thailand hetzen. So schlimm wie es klingt ist die Reiseplanung zwar nicht ganz, aber wir werden innerhalb der 3 wochen schon ganz schön viel Km abspulen.
Details:
Aufbruch: 27.07.2011
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 18.08.2011
Reiseziele: Thailand
Vereinigte Arabische Emirate
Der Autor
 
Christoph Schoeffmann berichtet seit 10 Jahren auf umdiewelt.