Teil 2 - Pyrenäen 2012 (Katalonien/Aragon) - Spanien

Reisezeit: September / Oktober 2012  |  von Uschi Agboka

Von Millau nach Chatillon de Michaille (Ain)

42. Tag - Fahrt von Millau nach Chatillon en Michaille (Ain) - Rhone-Alpes

12. Oktober 2012 - Freitag - 41. Tag
Millau - Chatillon en Michaille, Departement Ain, Region Rhone-Alpes (Frankreich)
Fahrzeit: 8 ¼ Std. - 440 km

Von den vielen Enten, die uns gestern Abend und auch heute Morgen besuchen, ist eine behindert. Sie blieb bis zuletzt und ließ sich von mir füttern. Die Enten erscheinen, sobald ich aus dem Bus steige, schon merkwürdig.

Gegen 10 Uhr starten wir, verlassen Millau und fahren auf D 911 - autobahnähnliche Straße - Richtung Severac le Chateau. Es ist dunkel, wir rechnen mit Regen, 18 Grad. Unser Bus - nur 75 PS - muss sich arg den Berg hoch quälen. Es folgt ein Stück kostenlose Autobahn A 75, wenig Verkehr. Um 10.15 Uhr sind wir am Viaduc Verrieres, 790 m lang. Wir befinden uns auf der ganz rechten "Schleichspur" für langsame Fahrzeuge. Die Autobahn ist hier 6-spurig.

Wir passieren den Col Engayesque, 988 m. Es regnet, 10 Grad, die Sicht ist gleich Null. So können wir auch das schöne Severac le Chateau oben auf dem Felsen nicht sehen. Col Fagette, 882 m, um 10.40 Uhr, starker Regen und Wind, 8 Grad. Es geht durch den Tunnel Montjezieu vor Mende, der Regen hört auf, die Temperatur steigt langsam. Kurz vor Mende verlassen wir die A 75, nehmen die N 88, sehen eine tolle Brücke über den Fluss La Cobague (10.50 Uhr). Eine herrliche Gegend ist das hier, das Herbstlaub leuchtet in allen Farben. Schöne kleine Dörfer begleiten uns, wir sind im Vallee du Lot - Route Entre Lot e Treyere. 11.20 Uhr sind wir in Mende. Weiter auf N 88, Richtung Le Puy, über einen Pass, 1.070 m. Es wird wärmer, 16 Grad.

Passieren Col Pierre Plantee, 1.264 m (11.50 Uhr). Um den Ort Pont d'Aribal sehen wir viele Rinder und Stiere auf den Weiden, dies ist eine landwirtschaftlich genutzte Gegend. Wir sehen Chateauneuf de Randon auf einem Hügel liegen. Noch 62 km bis Le Puy. 12.10 Uhr sind wir in Langogne, am Allier, 14 Grad. Wir kommen nach Pradelles, welches auch zu den schönsten Dörfern Frankreichs gehört. Fahren über den Col du Rayol, 1.240 m, 10 Grad. Gegen 13 Uhr sind wir in Le Puy en Venlay. Wir haben einen schönen Blick auf Polignac. Es geht weiter Richtung St. Etienne. Mittagszeit, kaum Verkehr. Es wird spürbar wärmer, 17 Grad. Bergab geht es zügig, aber bei jeder Steigung schleichen wir mit 30 km/h daher. Der Vorteil ist, man kann so besser die schöne Landschaft genießen.

13.30 Uhr fahren wir über den Col de Pertuis, 1.026 m. In Yssingeaux machen wir um 14 Uhr einen Großeinkauf für Zuhause, 12 Grad. In St. Etienne geraten wir um 14.45 Uhr in einen Stau wegen einer Baustelle. Es geht nun Richtung Lyon, A 47/E 70. Es wird wärmer, der Verkehr nimmt zu. Wir überqueren Le Rhone, A 46/E 70. Die Franzosen fahren hier wirklich wie die Verrückten, kleben fast am Vordermann. Die Unfallstatistik belegt das deutlich.

Lyon erreichen wir um 15.40 Uhr, nehmen nun die Autobahn ohne Bezahlung N 346/E 15 Richtung Genf. Unser Navigator ist stumm geschaltet, ich traue ihm eh nicht so recht, manchmal spinnt er. Wir haben ja die guten Michelin-Karten und außerdem kennt Rolf sich hier sehr gut aus, sind wir doch schon einige Male diese Strecken gefahren. Wir befinden uns auf D 302 - D 517. Es geht schleppend voran, 16 Uhr, die Franzosen fahren ins Weekend. Und hier ist eine Ampel nach der anderen, immer rot. Erst gegen 16.30 Uhr lässt der Verkehr nach, wir fahren wieder durch eine mehr ländliche Gegend, D 65, vorbei an La Balme, Les Grottes. Nun D 1075 Richtung Bourg en Bresse. Der Navigator führt uns richtig, ich kontrolliere auf der Karte. Es wird mir schon unheimlich, dass er sich nicht wieder irrt.

Dann D 1084 - Richtung Genf. 16.55 Uhr, ländliche Gegend, viel Wald, Rinder, wenig Verkehr, 15 Grad. Die Flüsse Rhone und Ain führen viel Wasser. 17.10 Uhr passieren wir das Denkmal der Resistance. Phantastische Felsformationen begleiten die Straße. Am Straßenrand steht ein total ausgebrannter Wohnwagen, sieht gespenstisch aus. In Saint Martin du Frene sehen wir herrliche Skulpturen. Wir kaufen hier frisches Baguette ein. Kurz vor Nantua sehen wir Gemsen, fast direkt an der Straße. Wir halten an dem schönen See (Camper dürfen hier für 7 Euro übernachten) und machen einige Fotos. Ein herrlicher Platz, leider etwas kühl. Wir sind noch an die Wärme Spaniens gewohnt. Wir drehen hier und fahren zu dem Wasserfall zurück, um die Gemsen zu fotografieren. Sie scheine keine Scheu vor der Straße zu haben und stehen fast senkrecht am Berg. Und auch hier sind schöne Holzskulpturen zu bewundern und ein wunderschön bemaltes Haus.

Gegen 18.15 Uhr erreichen wir Chatillon en Michaille, nach 440 km und 8 ¼ Stunden. Unser Parkplatz an der Kirche ist frei, wir sind Zuhause. Heute Abend bleibt die Küche kalt, es gibt Schinken, Käse, Tomaten. Wir gehen früh schlafen.

Liebe Freunde, Recherchiert wurde vor Ort (Tagebuch), Zuhause ergänzt durch Info-Material und durch das Internet (Wikipedia - Zeitungen etc.).

Bilder zu dem Bericht findet man unter www.harley-rolf.de oder auch auf meiner Facebook-Chronik, Uschi Agboka.

Viel Vergnügen beim Lesen! Uschi Agboka

© Uschi Agboka, 2012
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Es handelt sich um eine 42-tägige Tour von Niederbayern nach Frankreich, in die Auvergne, weiter in die französischen und spanischen Pyrenäen.
Details:
Aufbruch: 02.09.2012
Dauer: 6 Wochen
Heimkehr: 13.10.2012
Reiseziele: Spanien
Frankreich
Schweiz
Der Autor
 
Uschi Agboka berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
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