No citas y un poco borracho

Reisezeit: August 2015 - Januar 2016  |  von Manu&Basti B.

Ecuador: Galapagos Cruise

Last Minute

Wir können nun wirklich behaupten, zu wissen, was eine Last Mminute Buchung ist. Nach drei Tagen Guayaquil, wo wir wider Erwarten keine Schnäppchenangebot für eine Galapagos Kreuzfahrt bekommen haben, kommen wir am Donnerstag nachmittag in Santa Cruz, der Hauptinsel der Galapagos, an. Unser vorab gebuchtes Hostel liegt etwas außerhalb - wie weit außerhalb bemerken wir beim Tragen unseres kompletten Gepäcks den Berg hoch. Grrrmmpffh....
Zurück in "downtown" begeben wir uns auf die Suche nach Cruise Angeboten. Auch hier schwanken die Preise wieder zwischen 850 und 1100 Dollar für die 5 Tage Tour. Das super Schnäppchen scheint uns verwehrt zu bleiben.
Nachdem wir mehrfach hören, dass viele Touris bereits bei den Schnorchelausflügen richtig viel zu sehen bekamen (Hammerhaie etc...), ändern wir unsere Pläne von erst Tauchen, dann Cruise und suchen uns eine bald startende Cruise. Tatsächlich finden wir ein passables Angebot auf einem ordentlichen Boot für 3 Nächte. Allerdings sollen wir schon zwei Stunden später auf dem Boot sein. Und davor noch versuchen, Geld abzuheben, das Hostel stornieren und die Taschen eine halbe Stunde vorher auf´s Boot packen.
Zuvor lernen wir aber noch die besonderen Eigenschaften der Geldversorgung auf den Galapagos zum ersten Mal kennen, was zu einem mittelschweren Ausraster Bastis führt...
(Wir werden auch in den nächsten Tagen einfach nirgends genügen Geld bekommen. Wenn dann zu wenig und nur gegen Gebühr ($ 6 an die Galapagos Bank + 6 Euro an meine Bank, weil man mit jeder Karte maximal $200 am Tag bekommt)
Irgendwie schaffen wir es aber und entern pünktlich zum Dinner unsere Yacht Yolita.
In der Nacht noch geht die Fahrt zur südlich gelegenen Insel Floreana, wor wir nach einer kurzen Wanderung vorbei an einer Lagune mit Flamingos zum White Sand Beach gelangen. Und der Name ist Programm! Es ist einfach wunderschön hier und wir lernen, dass die Wasserschildkröten zur Brutzeit an diesem Strand ihre Eier ablegen.
Danach fahren wir mit den Schlauchbooten zurück zum Schiff und werden zu einem Schnorchelplatz gebracht. Zwischen Felsformationen springen wir ins Wasser und entdecken Fischschwärme, die sich in der Strömung treiben lassen (und wir über unter und mit ihnen) und der Guide scheucht freundlicherweise einen Weißspitzenriffhai von seinem Schlafplatz auf, sodass wir ihn mehrere Male an uns vorbeischwimmen sehen.

streitende Blaufusstölpel

streitende Blaufusstölpel

White Sand Beach

White Sand Beach

Tortuga Bay & Post office

Am nachmittag geht´s weiter zu einem neren Strand und wir dürfen erneut schnorcheln. Und hier werden wir richtig verwöhnt. Der Platz heißt Tortuga Bay und der Name ist Programm. Nachem wir vom erneut einsamen Strand aus gestartet sind, kommt mir bereits nach wenigen Minuten die erste Riesen-Wasserschilkröte entgegen. WOW! Ich hab mich so erschrocken, dass ich sie direkt wieder hinter mir gelassen habe.
Nicht allzu schlimm, denn die nächste halbe Stunden werden bis zu fümf Schilkröten gleichzeitig um uns herum schwimmen und an den bemoosten Felsen im Wasser fressen. Ein Wahnsinnsanblick! Und Basti wird auch noch von einer geschubst, weil er ihr gerade im Weg schwimmt. Ansonsten stören sie sich überhaupt nicht an uns und snacken entspannt vor sich hin.

Zurück am Strand finden wir hinter den Büschen das Floreana Post Office. Eine Hinterlassenschaft der Fischfänger des 18. Jahrhunderts. Um Kontakt zu ihren Familien zu halten, haben die Fischer ein Fass aufgestellt und dort ihre Post hinterlassen. Das nächste Shiff, das dort ankam und sich wieder auf den Weg in die Heimat machte, nahm die Briefe mit usw.
Auch heute wird das Fass genutzt, aber leider haben wir keine Adresse aus Deutschland gefunden, die wir sonst natürlich zur Auslieferung mitgenommen hätten.

P.S.: Ihr dürft uns gerne mal Grüße im Gästebuch hinterlassen!
P.P.S: Ich weiß - ich hab ständig Tpiplefehr in meinen Texten... Wer sie findet, darf sie behalten.

Tortuga Bay

Tortuga Bay

Das Postfass

Das Postfass

Chinese Hat

In der nächsten Nacht ging es wieder ab in den Norden zum Lava-Chinese Hat. Dort kommen wir wieder an einem wunderschönen weißen Sandstrand an und werden erneut von unseren neuen Kumpels den Seelöwen begrüßt.
Netterweise klärt uns der Guide auf, dass der schneeweiße Strand aus Tierexkrementen besteht. Ich ignoriere diese Information und genieße weiter die Ansicht.
Nachdem wir über viele Lavabrocken und Krabben geklettert sind, beobachten wir noch eine kleine Leguanparty, die sich ca. 2 Stunden in der Sonne aufwärmen bevor sie ins Wasser zum fressen können. Dem überschüssigen Salz aus dem Meerwasser entledigen sie sich durch Niesen, was wir amüsiert beobachten.
Am nachmittag geht's nochmal zum Schnorcheln bei der mir eine kleine fiese Qualle das Planschen versaut. Gemeinsam mit dem Holländer Jonathan musste ich frühzeitig zurück zum Boot, um die von der "Agua male" verursachte "Brandwunde" an meinem Mund zu versorgen. Aber alles halb so wild, nach einer ordentlichen Portion haushaltsüblichem Essig und Dr. Kaufmanns Kindercreme war alles wieder gut. Außerdem sehr zur Freude von Basti, denn sobald ich das Wasser verlassen hatte, ging auch schon die Party in der Bucht los. Mehrere Haie, verspielte Seelöwen und Pinguine wurden gesichtet.

Zum Abschluss gab's noch eine kurze Ausfahrt mit dem Schlauchboot in den Sonnenuntergang und wir hatten nochmal Glück und haben die Galapagos-Pinguine zu Gesicht bekommen!

Chinese Hat

Chinese Hat

Begrüßung

Begrüßung

Lavalandschaft

Lavalandschaft

Leguanparty

Leguanparty

Galapagos Pinguine

Galapagos Pinguine

Mangroventour

Am letzten Morgen ging es erschreckend früh (05:45 Uhr) mit dem Schlauchboot los zur Fahrt durch die Mangroven. Wir haben sehr sehr viele Wasserschildkröten, springende Fische und am Ende auch noch eine kleine Rochenfamilie gesichtet.
Nach der Tour ging es zurück an Bord zum Kofferpacken. Dabei mussten wir leider feststellen, dass die "freundliche" Crew uns $40 aus dem Geldbeutel geklaut hat. Leider hatten wir keinen Schlüssel für unsere Kabine und haben das Geld auch nicht versteckt, was sich also als Fehler herausstellte. Außer bei uns fehlte aber noch einem weiteren Gast Geld sowie Sonnenbrille, aber da wir natürlich nichts beweisen konnten, passierte außer einem kurz betroffenen Gesicht nichts. Dafür gab's dann aber auch null Trinkgeld - hatten sie sich ja bereits selbst genommen. Schade, denn bis dahin waren wir restlos begeistert von der Tour. Das Ereignis hat der Cruise dann eben leider einen faden Beigeschmack gegeben.

Eines unserer Schlauchboote

Eines unserer Schlauchboote

Eine der vielen Schildis

Eine der vielen Schildis

Spotted Ray Family

Spotted Ray Family

© Manu&Basti B., 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach mehr als einem Jahrzehnt Staatsdienst, ersten Berufserfahrungen, Zweitstudium und gefühlten 20 Praktika nehmen wir uns eine Auszeit und genießen unsere noch unbekannte Freiheit in Südamerika für die nächsten fünf Monate! Ziel ganz nach Harald Junkes Definition von Glück: Keine Termine und leicht einen sitzen!
Details:
Aufbruch: 04.08.2015
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: Januar 2016
Reiseziele: Kolumbien
Ecuador
Peru
Bolivien
Chile
Argentinien
Der Autor
 
Manu&Basti B. berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
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