No citas y un poco borracho

Reisezeit: August 2015 - Januar 2016  |  von Manu&Basti B.

Bolivien: La Paz

Ankunft Luxus & Hexen

Mitten in der Nacht kommen wir in La Paz an, checken in unser AirBnB ein und fallen nur noch ins Bett. Am nächsten Morgen checken wir ins 5 Sterne Hotel zu Bastis Geburtstag ein. Nach dem eiskalten Puno Hostel und einigen anderen nicht so schönen Unterkünften in letzter Zeit genießen wir die zwei Nächste in diesem Luxus!
Die deutsche Botschaft ist gerade mal 200m entfernt und wir stellen nach einem ersten Fußmarsch durch die Stadt fest, dass wir in einer kleinen Blase wohnen. Der Rest der Stadt ist besteht aus sehr sehr einfachen Häusern, es gibt unzählige Straßenverkaufsstände, in denen man nahzu ALLES kaufen kann. In “unserem” Diplomatenviertel hingegen gibt es ein schickes Kino, Fast Food Ketten und einen Supermarkt, den wir im Rest der Stadt vergeblich suchen.
Dafür entdecken wir auf dem Witches Market allerhand Kurioses wie getrocknete Lamababies. Diese werden vor dem Hausbau in der Erde verbuddelt und sollen so die Bewohner vor Bösem bewahren. Wer jetzt denke, dass sei abartig, der erinnere sich bitte, was heutzutage in Deutschland mit der Plazenta nach der Geburt getrieben wird (Baum pflanzen, Globulis herstellten etc). Stellt sich die Frage, was seltsamer ist…

Gebäck für Todos santos

Gebäck für Todos santos

Yungas Road - Camino de la muerte

Nach zwei Nächten Luxus geht´s zurück ins Standard Hostel und wir buchen für den nächsten Tag die Tour zur Yungas Road. Diese Straße verbindet La Paz mit dem Nordosten Boliviens und galt bis 2006 (da wurde die Umgehungsstraße gebaut) als die gefährlichste Straße der Welt aufgrund der vielen Unfälle (300 Tote/Jahr).
Und diesmal werden wir nicht nur schauen, sondern diesen Camino de la muerte mit dem Mountainbike nach unten fahren! Super Idee…. Endlich mal Sport, bei dem ich mich nicht anstrengen muss. (Und es gibt auch keine Treppen)
Wir werden mit Vollschutz ausgestattet: Knie- und Beinschoner, Ellbogenschützer, Jacke, Hose und Cross-Integralhelm. Der erste Teil der Straße ist geteert und fühlt sich eher an wie eine Achterbahnfahrt. An einem Tunnel müssen wir eine winzige Strecke vorbei über einen Schotterweg. Danach hab ich schon wieder keine Lust mehr. Das war ein ganz schönes Gehoppel! Dahinter werden unsere Fahrräder nochmal auf´s Auto geladen und wir fahren zum alten Teil der Death Road, die immer noch für Autos befahrbar ist. (Und natürlich auch für Fahrräder) Der Guide versichert uns, dass der nächste Schotterteil nicht so schlimm werden wird.

Er hat gelogen.

Basti hatte sich mit einem Ir(r)en und einer Neuseeländerin an der Spitze unserer Gruppe ein Rennen geliefert. Zwischendurch haben wir immer wieder angehalten, um Fotos am Abgrund zu schießen.Das war der beste Teil der Tour. Nach vier Stunden Abfahrt, 3400 Höhenmeter später und viel Gerummpel kann ich meine Unterarme und Finger nicht mehr bewegen und werfe mein Fahrrad in die Ecke.
Basti hatte wie immer mega Spaß – ich nicht. Kommentar von mir zum Rest der Gruppe: “I only did it for the T-Shirt!”
Im Tal angekommen können wir duschen, essen, den Pool benutzen (wir sind jetzt in einer komplett anderen Klimazone) und erhalten unser super T-Shirt! Die Rückfahrt dauert drei Stunden und wir erreichen La Paz über die Hügel im Norden der Stadt. Der Talkessel in der Dämmerung erinnert uns an glühende Holzkohle. Fast alle Häuser hier oben haben keine Putz an den Außenwänden, einige noch nicht mal Fenster. Das Leben findet hier auf der Straße statt, es gibt alle paar Meter kleine Shops und Streetfood. Die Kinder sind schmutzig und spielen mit alten Autoreifen oder den nicht weniger sauberen Straßenhunden. Das macht uns wieder einmal bewusst, wie wohlhabend und privilegiert wir aufgewachsen sind.

Bilder gibt´s nicht - dank des fortschrittlichen Boliviens, in dessen Internetcafe es kein DVD Laufwerk gibt.

O´zapft is an Halloween

Am Abend sollen wir eigentlich wieder Kirsten, unsere Bekannte aus dem Dschungel in Ecuador und Lima treffen! Aber wir fallen todmüde ins Bett und sehen uns so erst am nächten Morgen. Zusammen ziehen wir in unser erstes Partyhostel um und feiern erst Oktoberfest im “Club Aleman” im Norden von La Paz (sicherlich eine der schlechtesten Kopien des Originals) und danach Halloween im Hostel.

Halloween Kostüme?!

Halloween Kostüme?!

© Manu&Basti B., 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach mehr als einem Jahrzehnt Staatsdienst, ersten Berufserfahrungen, Zweitstudium und gefühlten 20 Praktika nehmen wir uns eine Auszeit und genießen unsere noch unbekannte Freiheit in Südamerika für die nächsten fünf Monate! Ziel ganz nach Harald Junkes Definition von Glück: Keine Termine und leicht einen sitzen!
Details:
Aufbruch: 04.08.2015
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: Januar 2016
Reiseziele: Kolumbien
Ecuador
Peru
Bolivien
Chile
Argentinien
Der Autor
 
Manu&Basti B. berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
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