No citas y un poco borracho

Reisezeit: August 2015 - Januar 2016  |  von Manu&Basti B.

Chile: Pichilemu 22.11.-27.11.

Chillen

Als wir an einem Sonntag in diesem kleinen verschlafenen Küstenörtchen ankommen, haben die meisten Geschäfte geschlossen und auch sonst ist nicht viel los. Wir entspannen erstmal im Hostel, um dann am nächsten morgen festzustellen, dass am Montag noch weniger los ist. Es ist noch keine Saison (die startet erst kurz vor Weihnachten) und daher ist hier wirklich gar nichts los.
Außer ein paar Spaziergängen und Hostel-Hunde im Garten kraulen machen wir hier NICHTS.

Ausflug in die Weinregion

In Chile zu sein und keinen Weinberg inklusive Verkostung besucht zu haben, wollen wir uns dann doch nicht vorwerfen lassen.
Also nehmen wir einen Bus und fahren ins zwei Stunden entfernte Santa Cruz. Leider sind alle Winzer außerhalb der Stadt, aber wir finden eine Adresse in der Stadt, zu der wir uns aufmachen. Dort angekommen ist es aber nur ein Großhändler, der uns aber freundlicherweise zu einem seiner Winzer schickt. Der soll 15km entfernt sein. Ab ins Taxi und los geht´s. Der Taxifahrer hat keine Ahnung wo er hin muss, fragt sich immer wieder durch und setzt uns dann mitten im Nirgendwo ab. Angekommen sieht auch hier alles ziemlich unbewohnt aus, aber eine freundliche Dame ruft den Winzer an und wenige Minuten später taucht er auch schon auf. Er ist sehr freundlich, freut sich über unseren Besuch und führt uns dann in seine heiligen Hallen.
Dort stehen genau ZWEI Edelstahltanks und ein paar alte Holzfässer. Er stellt zwei Flaschen Wein auf den Tisch und lässt uns probieren: Basti den Roten, ich den Rosé und das war´s dann auch schon mit der Auswahl. Herrlich. Hat sich ja gelohnt. Das Highlight folgt aber noch: Wir überlegen, wie viele Flaschen wir kaufen wollen und entscheiden uns von beiden zwei mitzunehmen. Zwei Flaschen. Der Winzer nuschelt was unverständliches auf spanisch und wir sind schon besorgt, dass er vielleicht nur Kisten verkauft?!
Nein - weit gefehlt: Er hat nur noch die beiden Flaschen, die vor uns auf dem Tisch stehen.
Also gut, dann nehmen wir die beiden eben mit.
Wir haben keine Ahnung, wie wir je wieder aus diesem Hinterland wegkommen sollen und trampen notgedrungen, was aber in Chile wirklich sehr gut funktioniert. Die Leute sind sehr freundlich und es halten sogar zwei Fahrzeuge an. Der nette Mann nimmt uns mit bis zur nächsten Ecke, an der der Minius zurück nach Santa Cruz hält.
Dort wieder angekommen müssen wir uns leider den Hauswein diverser Lokalitäten schmecken lassen, nachdem die Verkostung ja eher mau war.
Am Abend kommen wir in unserem Hostel an und treffen zwei deutsche Biker, mit denen wir auch gleich eine unserer beiden Raritätenflaschen vernichten und noch bis spät in die Nacht quatschen.

HINWEIS: Klickt nochmal zurück nach Sucre (Bolivien), da gibt es Bastis Motorradtour !!

© Manu&Basti B., 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach mehr als einem Jahrzehnt Staatsdienst, ersten Berufserfahrungen, Zweitstudium und gefühlten 20 Praktika nehmen wir uns eine Auszeit und genießen unsere noch unbekannte Freiheit in Südamerika für die nächsten fünf Monate! Ziel ganz nach Harald Junkes Definition von Glück: Keine Termine und leicht einen sitzen!
Details:
Aufbruch: 04.08.2015
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: Januar 2016
Reiseziele: Kolumbien
Ecuador
Peru
Bolivien
Chile
Argentinien
Der Autor
 
Manu&Basti B. berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
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