Slowenien/ Italien

Reisezeit: August / September 2021  |  von Susanne M.

Auf nach Italien: Spiazzi Madonna della Corona

Ich war schon oft an dieser wundervollen Kirche… aber es zieht mich doch immer wieder zu ihr hin! Diese beeindruckende Kirche die in schwindelerregender Höhe auf 773 m am Felsen klebt! Dessen Innenwände ein Teil vom Felsen sind. Es ist natürlich ein Touristenmagnet, aber vor allem Dingen ein Pilgerort und Wallfahrtsstätte. Wenn man über Spiazzi zu ihr hinunter geht, läuft man über den Kreuzweg. Hier ist in Stationen mit wunderschönen Bronzeskulpturen die Kreuzigung Jesus nachempfunden. Man kann zwar auch mit dem Bus hinunter fahren, sollte man aber nicht, sofern man den Weg selbst noch beschreiten kann. Den schönsten Blick samt Fotomotiv ist allerdings unten an der Ausstiegsstelle vom Bus. An anderen Stellen ist immer Buschwerk dazwischen. Es gibt auch einen Weg aus dem Etschtal rauf, den kenne ich allerdings nicht, er soll sehr, sehr viele Stufen haben.
Von der Kirche selbst hat man einen herrlichen Blick hinunter in das Etschtal. Für mich ist es immer wieder ein magischer Ort, trotz der Menschenströme! Nebenan ist ein kleines Café mit Terrasse, welches zum Verweilen einlädt. Ach, was war es dort wieder herrlich, mit Tee und Milchshake zu sitzen und das Hier und Jetzt zu genießen.
Nachdem ich wieder oben Richtung Dorf ging, fiel mir gegenüber Albergo Stella Alpina (oranges Gebäude am Shuttlebus -Parkplatz) ein Wanderweg auf. Da ich ja immer auf irgendwelchen Wegen schauen muss, was hinter der nächsten Kurve ist, bin ich aus lauter Neugier mal den Weg gegangen. Zunächst ein Spazierweg, der an einer kleinen idyllischen Ansammlung von alten Häusern durch einen Torbogen führte. Als man vom Hofgelände Richtung kleiner Straße kam, führte dort ein Weg in den Wald mit einem leichten Anstieg. Von hier hatte man an einigen Stellen einen wunderschönen Weitblick bis zum See, obwohl dieser 18 km weit weg ist. Aus dem Wald heraus ging man einen ganz schmalen Weg durch Farnfelder und Brombeeren. Anfangs dachte ich, es wäre irgendwann nur noch zugewuchert, aber es ging stetig ganz schmal weiter. Und als man die Farnfelder hinter sich gelassen hatte, trat man auf eine Almwiese mit herrlichen Blick auf sanfte grüne Hügel, im Hintergrund das Bergmassiv und einige Dörfer. Wieder so ein Wow-Moment. Auf dieser Almwiese blühten zig Blumen, Disteln, Schafsgabe, Butterblumen und und und. Es summte und brummte… Heuschrecken hüpften vor den Füßen und einziger Anhaltspunkt eines Weges war ein gemähter Weg zwischen durch. Dann kam man oben auf den Hügel, ein Wind flaute auf, kein Weg, einfach nur noch Wiese. Blick nach links bis zum See, Blick nach rechts Hügel und seichtes Gebirge, ein bisschen Straße unterhalb und ein paar Höfe. Ich bin dann nach rechts gegangen und dann stand ich vor dem Sentiero Contrada Kreuz des Dorfes Spiazzi. Da steht es einfach auf einer Almwiese. Welch ruhiger entspannter Ort. Ich hab mich einfach einen Moment ins Gras gehockt. Hab den Grillen gelauscht, dem Summen der Insekten und in weiter Ferne hörte man das Geläut von Kuhglocken. Ein herrlicher Moment. Wie schön es sein kann, einfach mal ungeplant hinter einer Kurve zu schauen.

Da ich mit Sicherheit nicht das letzte Mal die Madonna della Corona besucht habe, werde ich demnächst ein Picknickkorb mitnehmen und oben am Kreuz den Besuch ausklingen lassen.

Der Kreuzweg mit einigen seiner Stationen

Der Kreuzweg mit einigen seiner Stationen

Die Grabkammer

Die Grabkammer

Die Auferstehung

Die Auferstehung

Blick in das Etschtal

Blick in das Etschtal

Kerzchen für all meine Lieben angezündet

Kerzchen für all meine Lieben angezündet

Päuschen am Café

Päuschen am Café

So beeindruckend

So beeindruckend

Blick auf den Ort

Blick auf den Ort

Einfach mal gehen

Einfach mal gehen

Einfach mal innehalten und dankbar sein

Einfach mal innehalten und dankbar sein

© Susanne M., 2021
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Die Knutschkugel startet wieder! Ich bin dann mal weg! Der Pandemie bewusst, trotzdem mit Vorsicht wieder in die nahe Welt. Einen Virus sind Grenzen egal, also lasse ich die Vorsicht weiterhin walten, ob zuhause oder auf Reisen im eigenen zuhause!
Details:
Aufbruch: 14.08.2021
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 05.09.2021
Reiseziele: Slowenien
Italien
Deutschland
Der Autor
 
Susanne M. berichtet seit 10 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/14):
Ingo 1631035076000
Ende gut, alles gut!!! Was eine wun­der­schöne Zeit liebe Susi! Nicht nur für dich, auch für jeden der dich auf deiner Reise in deinem Blog beg­lei­ten durfte. Was hat man alles gese­hen!! Orte zum Stauen, Orte zum zum ver­lie­ben. Wun­der­schöne Berich­te, Wun­der­schöne Fotos. Ich kann nur danke sagen das ich dich auf deiner Reise beg­lei­ten durfte und wun­der­schöne Lan­dschaften sehen durfte die ich sonst nie gesehen hätte.­Da freue man sich doch schon auf eine neue Reise, egal wohin sie gehen mag!!!! Liebe Grüße an dich
Esther 1630816708000
Moin, einen guten Start in den Alltag ab Montag, und danke für diesen in­for­ma­ti­ven Berich­t.....Slo­weni­en ist viel­leicht auch für uns eine Reise wert.
LG Esther
Antwort des Autors: Liebe Esther! Danke für dein Mitreisen! Das hat mich sehr gefreut! Slowenien ist wahnsinnig reich an Natur und durch die kurzen Wege kann man auch mal was anderes sehen und unternehmen! Mich hat das Land mehr beeindruckt, als ich zu hoffen gewagt habe. Herzliche Grüße Susanne
Ingo 1630760837000
Cima Val­drit­ta!! Man kann nur immer wieder ins stauen kommen liebe Susi. Deine Berich­te wie du über Stock und Stein wan­ders, zu­sam­men mit deinen wun­der­schönes Fotos. Was für ein Auf­stieg zum Gipfel, Respekt für deinen Mut durch die Berge zu klet­tern!! Der Blick nach deinem Auf­stieg auf 2218m ist ein Traum, eine Be­loh­nung für jeden Meter Auf­stiegt über Stock und Stein. Noch einen schöne­ren Blick in die Ferne und auf den See kann man sich ja kaum vor­stel­len. Du hättest dir auch zur Be­loh­nung zwei Muffins gönnen können, ver­dient auf jeden Fall! HAHA. Un­besch­reib­lich schön in den Genuss zu kommen eine Gams zu sehen und so nah erleben zu können. Natur Pur, gesch­wei­ge noch das Glück zu haben ein ganzes E­del­weiß Feld zu finden. Einfach schön zu lesen und zu sehen, wir­klich ein Geschenk das erleben zu können. Es ist schon beson­ders deine Wege zu ver­fol­gen in deinem Rei­seb­log, man kommt aus dem Stauen einfach nicht raus. Wun­derschön gesch­rie­ben, du findest immer so herr­liche Worte zu dem was du erleben dur­ftest. Liebe Grüße an dich
Antwort des Autors: Lieber Ingo! Danke für das mitreisen! Ich habe mich sehr gefreut, das du soviel liebe und anerkennende Worte gesendet hast! Danke. Lieben Gruß Susi