Nix is fix, Thailand, Kambodscha, Laos in 3 Wochen

Reisezeit: November 2006  |  von Karl Forthuber

Die Zeit in Ko Samui

Nun ist es mittlerweile 1h nachmittag, was mache ich, erstmals duschen und etwas Körperpflege, ich glaube ich stinke ziemlich, habe ja schon 2 oder 3 Tage kein Bad und keine Rasur mehr gehabt, so genau weiß ich es gar nicht mehr. Anschließend zur Beach, hinein ins Salzwasser, angenehm warm aber trotzdem noch kühlend, das Meer ruhig keine großen Wellen, der Sandstrand feinkörnig, aber relativ schnell abfallend nach ca 20 Metern im Wasser erreicht man den Boden unter den Füßen nicht mehr. Fast keine Leute an der Beach oder im Wasser. Nebensaison, ich denke das ist besser als anders. Die Gäste sprechen deutsch, englisch und französisch. Jeder geht am anderen vorbei schaut nicht an und grüßt nicht, weiße Großstädter. Die Nachbarn von meinem Bungalow, ein älteres Paar, spreche ich an, wo man hier gut essen kann, der Mann antwortet mir sehr ausführlich und einem einfachen englisch, seine Frau ist etwas reserviert, erfahre dass sie aus Schweden sind. Das Hotelpersonal ist freundlich aber reserviert, da ist man Ware welche perfekt servisiert gehört aber mehr nicht. Dem Hotel der Straße gegenüber ist ein kleines Taihrestaurant, sitze allein dort und bestelle mir ein Mittagessen mit einem Changbeer, das Essen ausgezeichnet normal scharf, bekomme extra wie hier überall üblich eine kleine Schale Spicy Soße dazu. Damit kann man sich die Schärfe selbst bestimmen. Zahle 90 Bath samt dem Bier.

Zurück ins Hotel, nochmals zur Beach, hinein ins Wasser, abgeduscht und auf die Liege, das Buch soll ja auch ausgelesen sein wenn ich zurück bin.

Um 6h wird's hier dunkel, ohne große Verschiebungen zwischen den Jahreszeiten. Ich gehe auf die Straße, die Umgebung mal zu erkunden. An der Straße ein Geschäft neben dem anderen, Bars, Internetshops, Laundryshops, Restaurants, Kleiderverkäufer, Schneider, Suverniershops, Friseure, usw. Ich schlendere Richtung Downtown und suche das Restaurant welches mir der Schwede empfohlen hat. Finde es, esse sehr gut Thai, neben mir sitzen 4 Österreicher, der ältere spricht in einem ziemlich ordinären Wiener Slang, ich höre nur zu sprech sie aber nicht an. Das schwedische Paar trifft auch ein, er grüßt freundlich, sie sagt nichts, etwas komisch. Nach dem Essen gehe ich die Straße noch etws weiter Downtown runter, hier beginnt das Nightlife, eine Bar neben der anderen, belegt mit leichtbeschürzten Thai-Girls welche, wenn sie sehen dass man allein ist, halloooo Mistaa come to meeee, rufen. Die 1.en Ansätze des Pathaia Syndroms, aber noch verkraftbar, es hat noch nicht überhandgenommen. Im Laden neben dem Hotel kaufe ich mir um 11h abends noch ein Chang Large um 35 bath, nehms mit in den Bungalow und genieße es auf der Veranda, die Schwedin liegt auch heraußen unweit von mir sagt aber kein Wort. Egal solls lassen. Das Bier zu schnell leer geworden hole ich mir um ½1h noch eins im Geschäft nebenan. Ist tatsächlich immer noch offen.

Freitag 24.11.

Kofferpacken entfällt, ab zum Frühstück, ich überlege was soll ich vormittag tun, die Idee, zum Friseur. Um ½ 10 schlendere ich los, find einen in der nächsten Seitenstraße, ein junges Mädchen schneidet mir die Haare mit der Schere, versteht ihr Handwerk gut, macht alles sehr gewissenhaft und geschickt, zahle 140 Bath dafür. Mittags wieder visavis ins einfache Resti, der junge Koch kocht tut aber scheibar nichts anderes, ich glaube die Chefin wars hat gesehen dass ich schon eine zeitlang so dasitze und sich niemand um mich kümmert, sie schimpft ihn, er kommt nun und ich bestelle was anderes als vom Vortag. Er sit scheinbar noch etwas unbeholfen im Umgang mit Leuten, aber ab diesem Ritual grüßt er mich schon beim vorbeigehen mit einem herzlichen smile.

Der Nachmittag vergeht mit sitzen an der Poolbar, liegen im Liegestuhl, zu was anderm ist er ja nicht erfunden worde schwimmen im Pool oder im Meer, das alles ist zwar nicht meine Intensioneiner Thailandreise aber zum Abschluß vielleicht sogar ein beruhigender Ausklang, obwohl ich sagen muß, die gesamte Reise hat bisher nicht den geringsten Streß verursacht , Gefühle verschiedenster Weise habe ich empfunden, bisher war es sehr sehr schön.

Ja zum Thema Pool, die neue Badehose welche ich mir in Bangkok gekauft habe hat 2 Taschen, praktisch, aber nicht wenn man das Handy hineinsteckt und beim Baden im Pool vergißt es rauszunehmen. Wieder aus dem Pool drücke ich die mit Wasser gefüllten Taschen aus und merke zu meinem Schrecken dass ich das Handy in der Tasche habe. Keine Funktion mehr, tot.
Abends schlendere ich die Mainroad wieder Richtung DownTown noch etwas weiter als zuletzt und siehe da was finde ich, einen Mobile Phone Repair Shop, mittlerweile ist es 11h abends, gehe rein, das Mädchen sagt, ja wahrscheinlich kann mans reparieren, ich habs natürlich gar nicht mit, funktioniert ja auch gar nicht. Sie meint morgen um 10h ist der Laden wieder offen. Ich gehe zurück kauf mir noch ein Chang im Laden, setz mich auf die Terrasse und genieße das Bier. Nach dem Lapsus mit dem Handy im Wasser habe ich vielleicht Glück gehabt. Bisher hats mich noch nicht im Stich gelassen.

Samstag 25.11.

Nach dem Frühstück schlendere ich Richtung Handy Shop, es ist in der Sonne erbärmlich heiß, ich rinne aus allen Poren, soll ja gesund sein, aber nicht sehr angenehm. Zum Handyshop komme ich um 5 vor 10h, geschlossen, 5 nach 10h immer noch geschlossen, ½ 11h fährt ein neuer Pickup zur Hintertür, der Boss persönlich ist da. ER öffnet den Shop geht vor die Straße, hält vor einem Budhaschrein, zündet einige Räucherstäbe an kniet andächtig nieder und betet. Sthet nach kurzer auf und bittet mich in den shop, ich gehe rein, sage ihm was passiert ist, er fragt Normal Wasser oder Salzwasser, Normalwasser, er meint dann funktionierts, ich soll morgen um 3h afternoon wieder kommen.

Mittags wieder ins Resti visavis, der junge Koch kommt sofort mit einem herzlichen smile auf mich zu, werde perfekt bedient. Gutes Essen zu cheapest Preis.

Nachmittags, liege ich an der Beach im Liegestuhl, da kommen 2 Thaifrauen und bieten ihre Dienste an. Fußmaniküre, Handmaniküre Thaimassage, Fußreflexzonenmassage, Ölmassage, jeweils um 200 Bath. Ich will nicht, sage tomorrow und sage habe Thaifrau irgendwo und wenn ich zurückkomme und sieht dass ich Maniküre machen ließ schneidet sie mir den Kopf ab, die bleiben aber hartnäckig. Äußerst geschäftstüchtig, mit gekonntem Augenaufschlag und tief in die Augen sehen werde ich schwach und lasse mir eine Fuß/Handmaniküre um 400 Bath machen, dauert ca. 1 Stunde, ich denke sie macht das Professionell. Meine 58 jährigen Fußsohlen sehen aus wie 20. Sie heißt Som und ist eine charmante Frau, ihre Kollegin sagt, sie ist Single, mein Gott das funktioniert nicht, ich bin verheiratet. Schade hätte gut gepaßt meint sie.

Abends zwischen 5 und 7 ist an der Poobar Happy Hour, alles kostet die ½ te. Ich bestelle mir Coconut with Malibu. Es kommt eine große Kokosnuß mit Orchideen geschmückt, der Deckel aufgeschnitten 2 Strohhalme ragen raus. Ich ziehe an, herrlich dieser Cocktail. 90 Bath.

Es wird zeit zum Abendessen, vorher aber noch zum Handyladen, sehen wies meinem Handy geht. Der Boss ist nicht da und das Mädel kennt sich nicht aus, soll morgen um ca 12 wieder kommen, schade, gehe wieder zurück rechterseits biegt eine Seitenstraße ab hier sind Jahrmarktstände aufgebaut, diesen entlanggehend ist linkerseite ein openAir Restaurant, ziemlich groß und viel besucht, bieten Seafood, Fisch und Thaifood, das versuch ich. Bestelle gebratenen Fisch mit Reis und vegeatarischem Teller und ein Big Chang, nichtgerade billig, zahle dafür 300 Bath, aber geschmeckt hats herrlich, besonders der Fisch.

Wieder das obligatorische Changbier vom Laden nebenan und Ruhe ist für heute.

Sonntag 26.11.

Nach dem Frühstück besuche ich den Travel Agent visavis des Hotels wegen der Rückreise morgen Montag, der macht mir ein Komplettangebot mit Bus,Fähre,Bus und Train mit Schlafwagen günstiger als wenn ich dies alles einzeln kaufe, zahle 1050 Bath für alles, ca 21Euro.

Ich darf den Termin beim Mobile Phone Repair shop nicht verschwitzen, im wahrsten Sinn des Wortes. Tatsächlich das Handy funktioniert wieder, gottseidank. Ich zahle 350 Bath für die Reparatur und bin sehr glücklich. Im Hotel teste ich es gleich und rufe Mama an, telefoniere so lange bis die Wertkarte abgelaufen ist, brauche eine neue DTAC Karte. Im 7/11 Shop schräg gegenüber des Hotels kaufe ich eine um 300 Bath, sollte reichen. Mama ruft mich zurück, telefonieren noch eine Weile.

Zurück an die Beach, suche mir einen Liegestuhl mit Schirm, die Sonne brennt mächtig. Wieder kommen 2 Thaifrauen bieten Thai oder Fuß oder Ölmassage um 200 Bath an. Für Thaimassage lasse ich mich überreden, Sie drückt, knetet, streckt meine Füße, Arme und Rücken, tut gut, ob ich dadurch wirklich gelenkiger werde, ich weiß es nicht, wahrscheinlich müßte man dies öfters machen.
Der weitere Nachmittag vergeht mit Lesen des Buches, schwimmen, die Leute beobachten. Ich nehe mein Handy aus der Tasche und siehe da es ist ausgeschaltet, komisch, wie ich telefoniert habe war der Akku noch halbvoll. Gehe ins Zimmer, stecke das Handy an die Ladevorrichtung und siehe da es wird geladen aber das 1. LED leuchtet rot statt schwarz, dies gefällt mir gar nicht, probiers noch ein paar mal, immer dasselbe. Ich brings nochmals zum Repairshop, der Boss ist nicht da, das Mädchen weiß auch nicht weiter, ich lasse es dort und sage morgen um 11 komme ich wieder.

Auf dem Heimweg suche ich mir ein Resti zum Abendessen, finde eins wo ich noch nie war, bestelle Seafood, sehr gut gegessen.

Relativ früh ins Bett, ausschlafen, es folgen ein paar anstrengende Tage

Die Hotelanlage in Lamai, Ko Samui

Die Hotelanlage in Lamai, Ko Samui

© Karl Forthuber, 2007
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Leider bin ich auf diese Forenhomepage erst vor kurzem gestoßen, darum der verspätete Reisebericht, welchen ich allerdings während der Reise in Word geschrieben habe, somit ist er von den momentanen Gefühlen direkt vor Ort geprägt.
Details:
Aufbruch: 08.11.2006
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 28.11.2006
Reiseziele: Thailand
Kambodscha
Laos
Der Autor
 
Karl Forthuber berichtet seit 17 Jahren auf umdiewelt.
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