2 Große und 2 Kleine in Australien

Reisezeit: September 2006 - August 2007  |  von Mario Prager

Rumreisen und Freunde besuchen: In Gunnedah

Do 14.9- bis Do 21.9.

Auf dem Weg nach Gunnedah kamen wir durchs Hunter Valley, eines der Weinanbaugebiete in Australien. Bekannte erzählten uns, dass zu viele Leute in den Weinbau gegangen wären und es deswegen eine Weinschwemme gäbe. Außerdem fuhren wir am Burning Mountain (Brennenden Berg) vorbei, wo eine schwelende Kohleader den Eindruck erweckt, der Berg würde ständig brennen. Aber wir konnten nicht überall anhalten und gucken, um es noch bis zum Abend nach Gunnedah zu schaffen. Schließlich waren wir schon zum Abendessen eingeladen.

Wir parkten den Camper in der Einfahrt von Bekannten, um für die Kinder ein bisschen Ruhe einkehren zu lassen. Nach zwei Tagen hatten sie sich auch mit dem Hund abgefreundet, soweit man mit einer Terrier-Chiwawa Mischung freundlich werden kann. Zwei Nächte haben wir auf Farmen außerhalb von Gunnedah verbracht. Die Herausforderung war, nichts bei einer der vielen Stationen liegen zu lassen wie Zahnbürsten, Kleidungsstücke, Laptop.

Zu den Highlights gehörten Motorrad fahren am Namoi River (Fluss durch Gunnedah), einen wildlebenden Koala mit Baby beobachten und im Waterways Wildlife Park Koalas und einen Joey (Känguruh Junges) streicheln.

Den Bearded Dragon hat uns John Lemon vom Research Center gefangen

Den Bearded Dragon hat uns John Lemon vom Research Center gefangen

Koalas streicheln im Waterways Wildlife Park

Koalas streicheln im Waterways Wildlife Park

Inzwischen wissen sowohl Piet und Theo, wie schmerzhaft die Bisse der Bull Ants oder Green Ants sein können. Und wir wissen jetzt, welches Mittelchen am besten dagegen hilft. Katrin brauchte auch schon medizinische Unterstützung für eine Zerrung am Fuss, die sie sich beim Ausrutschen auf einem feuchten Stein am Cambewarra Lookout vor fast zwei Wochen eingehandelt hatte.

Alle unserer Freunde hatten etwas Spezielles zu bieten. Die einen haben Blue Tongue Lizards und eine Carpet Snake als Haustiere, bei den anderen kann man Motorrad fahren oder Fahrräder ausborgen. Auch die Möglichkeit zum Trampolin springen gab es. Beide Jungs sind hoch zu Pferd über die Paddocks (Weiden) geritten, wo ein Bekannter nach den Rindern sehen musste. Katrin war vor einigen Jahren auch dort gewesen, um als Jillaroo (weiblicher Cowboy) bei der Rinderarbeit zu helfen. Das Resultat all dieser aufregenden Erlebnisse war, dass die Kinder immer gerade da sein wollten, wo wir nicht waren oder gerade weggefahren waren.

Cattle grazing auf der Rampadelles farm

Cattle grazing auf der Rampadelles farm

An zwei Tagen haben Piet und Theo die Preschool (Kindergarten) ausprobiert (wo es leider zum Mittagsschlaf Fernsehen gibt) und auch das Eincremen und der Hut sind schon zur Routine geworden. Sind auch wirklich nötig.

Gunnedah ist wohl die einzige Stadt, wo in der öffentlichen Toilette Gedichte im breitesten "Strine" (Australisch) rezitiert werden und einzelne Zeilen daraus an die Toilettentüren geschrieben sind. Wir haben es dort geschafft, uns mittels Mobile Broadband Card den Internetzugang kabellos bis ins Wohnmobil auf den Laptop zu legen. Nachteil ist die Langsamkeit des Zugangs. Und wir können inzwischen mit der Buschtrommel (unserem Wohnmobil) problemlos den Parkanweisungen genüge tun "45° Angle Parking, Rear to Kerb" (im 45 Grad Winkel rückwärts einparken). Das ist in vielen Städten üblich.

© Mario Prager, 2006
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Unsere Familie plant einen fast einjährigen Aufenthalt in Australien. Tasmanien ist dabei ein "MUSS" aus arbeitstechnischen Gründen, wo es uns sonst noch hinverschlägt, wird die Zeit zeigen. Flexibilität ist durch einen Camper gewährleistet.
Details:
Aufbruch: 01.09.2006
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 12.08.2007
Reiseziele: Australien
Der Autor
 
Mario Prager berichtet seit 18 Jahren auf umdiewelt.