2 Große und 2 Kleine in Australien

Reisezeit: September 2006 - August 2007  |  von Mario Prager

Rumreisen und Freunde besuchen: Wollongong und südliche Küste

Die erste Woche in Australien hat uns Meer und Strand satt beschert. Unsere erste Übernachtung war im Royal National Park an einer ruhigen Bucht. Allerdings hatte die Suburbanisation (Sydneys Ausläufer) schon das gegenüberliegende Ufer erobert und ließ kein Einsamkeitsgefühl aufkommen. Mit Muscheln sammeln, Löcher graben und Steine ins Wasser werfen können sich die Kinder lange und gut beschäftigen. Trotzdem haben wir ihnen heute Buddelzeug und je ein Strandtaugliches Fahrzeug gekauft.

In Wollongong haben wir Freunde besucht. Mit deren Sohn Nicholas konnten Piet und Theo das erste Mal ihre Englischfähigkeiten ausprobieren. Dort haben wir auch so grundlegend wichtige Dinge wie ein Handy, Wäscheleine, Fußabtreter und Thermoskanne besorgt. Es dauert natürlich alles länger als üblich, zum einen wegen der Kinder, zum anderen weil wir die Orte und die Geschäfte nicht kennen.

Eigentlich war geplant, schon am Freitag nach Gunnedah aufzubrechen. Leider hat der Tisch, der gleichzeitig Teil unseres Bettes ist, arge Standprobleme und eine aufgequollene Kante aufgewiesen. Also einen Cabinet Maker suchen, der Ersatzplatten hat. Beim vierten hatten wir endlich Glück. Leider verlangt das Prozedere, dass erst ein Angebot nach Perth gefaxt wird (wo das Hauptbüro unseres Vermieters ist). Erst nach Bestätigung wird losgelegt. Das heißt, wir konnten uns für das Wochenende einen anderen Zeitvertreib suchen. Vermutlich Dienstag gibt's den neuen Tisch und dann geht auch die Fahrt gen Nordwesten los.

Aber die Küste um Nowra hat schöne Ecken zu bieten. In Kiama haben wir das Blowhole bewundert, durch das bei kräftigem Wellengang eine Wasserfontäne schießt. Theo war so begeistert, dass er immer wieder fragt, wann wir denn wieder das Blowhole ansehen fahren.

Kiama Blowhole

Kiama Blowhole

Eine Nacht standen wir auf einem Parkplatz direkt an der Flussmündung in Shoalhaven Heads. Toiletten und Waschgelegenheiten kostenlos nebenan. Pelikane bei Flug und Fischjagd bewundert und den Aufgang eines kreisrunden Mondes bestaunt.

Absolut weiß war der Strand um Hyams Beach. Soll der weißeste Sand der Welt sein. Bei Sonnenschein blendete er richtig und er vermittelte ein Gefühl von Schnee. Besonders beim Anblick der darin rumtobenden Kinder, die sich von der Düne rollten und nach wildem Rumhüpfen ihre Spuren bestaunten. Außerdem ist dass alles menschenleer zu haben.

Greenfield Beach

Greenfield Beach

Spielen wie im Schnee

Spielen wie im Schnee

Wir konnten Piet und Theo zu einer kleinen Wanderung (2 Stunden) bewegen, auf der wir Scribbly Gums ("Bekritzelte Eukalyten") entdeckten. Die kleinen Bäche des Küstenwaldes hatten eine braun-orange Farbe.

Auf dem Scribbly Gum Track

Auf dem Scribbly Gum Track

Um das nicht alles zu romantisch klingen zu lassen, noch eine Bemerkung zum Wetter. Gleich in der ersten Nacht in Wollongong hatten wir einen richtigen Regensturm. Die ganze Nacht droschen sowohl Regengüsse als auch Baumzweige auf das Dach des Campers. Na gute Nacht. Der Regen war so stark, dass es sogar ein bisschen durch die Lüftungsöffnungen im Dach drückte. Auch der Vormittag war noch verregnet. Dann wieder Sonne. Aber der starke Wind blieb uns auch in den vergangen Tagen erhalten. Sein Vorteil: er bläst die Regenwolken schnell wieder weg - allerdings bringt er auch neue schnell heran, so dass wir die letzten beiden Tage eine ständige Mischung aus Nieselregen, Sonne und starkem Regen hatten. Im ungünstigen Fall war ich schon nach 15 min Joggen plitschnass, heute hatten wir Glück und konnten zwei Stunden Huskisson bebummeln und am Strand spielen. Je nach Lage bläst der Wind so stark, dass er das Reden behindert und der Camper hin und her schaukelt.

Auf unseren Weg zurück nach Wollongong machten wir halt in Kangeroo Valley wo wir Piet und Theo auch promt die ersten wildlebenden Kängurus zeigen konnten. Auch wir hatten ein schönes Erlebnis in dem Ort, denn wir fanden eine Töpferei, in der wir endlich nach Porzellan Tassen suchen konnten. Die erste viertel Stunde war von Zittern geprägt... Warum??? Mit zwei Kindern, die lange im Auto gesessen haben und Bewegungsdrang verspüren, ist das sehr aufregend. Wir schickten sie vor das Geschäft und versuchten uns zu einigen welche Tassenform und Farbe es sein sollte. Ja wir haben jetzt zwei.

Der Ort hat ein sehr schönes Picknick Areal, wo wir die Nacht verbrachten. Es befindet sich (wie soll es auch anders sein) am Känguru Fluss ca. 2min Fußweg. Außerdem besitzt der Ort die älteste Hängebrücke Australiens unter der Kinder stundenlang Steine in den Fluss werfen können. Davon hatte der Fluss genügend angespült.

Hampden Bridge

Hampden Bridge

Yippie, Steine werfen!
Man beachte den Truck auf der Brücke, die sich bedrohlich bog, als er in der Mitte war...

Yippie, Steine werfen!
Man beachte den Truck auf der Brücke, die sich bedrohlich bog, als er in der Mitte war...

© Mario Prager, 2006
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Unsere Familie plant einen fast einjährigen Aufenthalt in Australien. Tasmanien ist dabei ein "MUSS" aus arbeitstechnischen Gründen, wo es uns sonst noch hinverschlägt, wird die Zeit zeigen. Flexibilität ist durch einen Camper gewährleistet.
Details:
Aufbruch: 01.09.2006
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 12.08.2007
Reiseziele: Australien
Der Autor
 
Mario Prager berichtet seit 18 Jahren auf umdiewelt.