yebo, yes! 12 monate unterwegs auf dem schwarzen kontinent!

Reisezeit: November 2010 - November 2011  |  von Markus Knüsel

bin dann mal weg...

endlich! endlich geht es los... oder doch nicht? wie eine bombe schlug ende letzter woche bei mir die nachricht ein, als ohne begründung mein flug gecancelt wurde. nun gut! das ist ja noch kein problem... mein pass bis heute noch nicht zurückgekriegt zu haben, das ist ein problem! der geplante start morgen hing am seidenen faden, doch ich kann nun auch hier entwarnung geben. ich habe heute eine ausfahrt nach bern gemacht und ging meine papiere auf der ghanaischen botschaft abholen. durch meine angesammelte gurten-erfahrung fand ich die botschaft in bern auf anhieb. doch was ich dann auffand, setzte mich in erstaunen: hochsicherheitszone botschaft! die umstände dort glichen eher einem us-gefängnis auf kuba als einer botschaft in der schweiz. nun ja, den pass habe ich jedenfalls gekriegt. ende gut, alles gut? soweit ja, wäre da nicht noch diese blöde magen-darm verstimmung, welche mir zusätzlich seit tagen zu schaffen macht/e. abschluss der momentaufnahme, gehen wir zur nahen vergangenheit über.
die zeit der planung verging im fluge. der ganze sommer über bastelte ich an den mosaiksteinen, damit ich, wenn der zeitpunkt gekommen ist, auch wirklich ready bin. zelt, matten, kissen, rucksack und alles mögliche hab ich mir zugetan und doch fallen mir in den letzten tagen dutzende sachen ein, welche ich vergessen hatte. das organisieren der visas erweist sich wieder einmal als reine nervensache. die bedingungen für schweizer in westafrika sind eine ziemliche zumutung. falsch ausgestellte daten, idiotische gebührenerhöhungen von über 100% oder andere differenzen zwischen mir und der botschaft gehörten zur tagesordnung. anscheinend bin ich der erste schweizer junge, der eine solches overland-abenteuer startet. etwas gutes aus dieser ganzen sache konnte ich dennoch für mich gewinnen: welcome africa, in den kommenden zwölf monaten läuft das wohl immer so!
meine geliebte wohnung habe ich mit wehmut abgegeben. den job hoffentlich für alle beteiligten personen souverän beendet und mich auf der gemeinde für ein jahr abgemeldet. das letztere ging erstaunlicherweise einfach über die bühne. der ipod und das netbook wurden mit klasse sound geladen, so dass ich im notfall auch mal als dj einspringen kann.
da war doch noch was? ach ja, abschiedsparty! ich hatte die ehre neben 150 leuten aus der umgebung luzern noch freunde aus dem hohen norden (köln) und dem tiefsten osten (österreich) zu begrüssen. die erkenntnis, dass ich viele dieser leute erst in einem jahr wieder sehen werde, liess mich nicht auf das höchste party-level steigen. jedoch war es ein gelungenes abschiedsfest mit lauter fröhlichen gesichtern.
meine vorfreude ist ziemlich gross, immer mehr schleicht sich aber nervosität und wehmut ein. wieso tut sich ein gestandener mann von 32 jahren so was an? job, wohnung und leben hier entsprachen doch dem standart... aber ist standart genug?
ab morgen werde ich eine antwort auf diese frage suchen (und finden). morgen flieg ich nach marrakesch (hab einen neuen flug gefunden!!!) und starte mein neues leben für die kommenden monate. endlich! endlich geht es los...

© Markus Knüsel, 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
wir reisen in ferne länder, verlassen unsere männer und frauen, buchen fröhlich die teuersten flüge und nehmen fast jede entbehrung in kauf, nur um genau dasselbe immer wieder und wieder zu tun. warum, zum teufel, nur? weil wir süchtig sind, süchtig nach freiheit, ferne und glück...!!! yebo yes!
Details:
Aufbruch: 10.11.2010
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: November 2011
Reiseziele: Marokko
West-Sahara
Mauretanien
Mali
Burkina Faso
Ghana
Südafrika
Namibia
Botsuana
Simbabwe
Sambia
Malawi
Tansania
Uganda
Kenia
Äthiopien
Sudan
Ägypten
Der Autor
 
Markus Knüsel berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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