yebo, yes! 12 monate unterwegs auf dem schwarzen kontinent!

Reisezeit: November 2010 - November 2011  |  von Markus Knüsel

weckt den junkie in dir

niedergeschriebene gedanken

afrika werden dich viele neue dinge lehren, dich zum teil aber auch an deine grenzen brigen
sage aus senegal

200 tage sind seit meinem start nun schon vorüber. den äquator haben wir ebenfalls schon passiert, willkommen zurück in der nördlichen hemisphäre. wir sind definitiv auf dem "nachhauseweg". nach über 200 tagen erfuhr ich das erste mal das gefühl von reisemüdigkeit, nur ein bisschen, aber es war vorhanden. die langen tage im truck, das ständige umpacken und die nächte im zelt hinterlassen langsam aber sicher ihre kleinen spuren. mit gewissen leuten reise ich nun schon fast seit 7 monaten zusammen, leute aus verschiedenen ländern, verschiedenen kulturen und alle haben ihren eigenen charakteren. der geist ist nach so langer zeit nicht mehr so einfach fähig, alles neue so schnell zu verarbeiten und in positive energie umzuwandeln. das essen wechselt zwischen pasta-, reis- oder kartoffelngerichten, mehr lässt das budget und teilweise der markt schlicht und einfach nicht zu. zu guter letzt bin ich sicherlich auch ein bisschen müde von der ganzen stupiden bürokratie in diesen ländern. über 200 gezählte polizeistopps mit papierkontrolle (oder was auch immer) bisher. das bedeutet jeden tag mindestens einen solchen stopp, nur fuhren wir nicht jeden tag. deshalb sind das ziemlich viele. dieses argument ist aber vorallem für farron ermüdend, von was ich eigentlich spreche sind die visa-formularitäten für mich. niemand versteht, wieso gerade wir neutralen schweizer am meisten problem in afrika haben. ich könnte innert minutenfrist 20 andere länder aufzählen, welche sicherlich weniger finanzielle unterstützung in afrika anbieten als die schweiz. frustriert und auch ein bisschen konsterniert habe ich diese schmach in den letzten wochen über mich ergehen lassen! kann es ja sowieso nicht ändern (ausser ich werde bundesrat...)!

keine angst liebe freunde und leser meines blogs, ich bin weder mies drauf noch liebäugle ich mit einer früheren rückkehr. im gegenteil, ich bin an der planung meines reiseverlaufes nach istanbul. ich wollte nur mal kurz aufzeigen, dass reisen nicht immer gleich ferien bedeutet. wir kämpfen jeden tag mit den tücken eines travellers, speziell hier in afrika.
doch was will ich mich beschweren? absolut nicht! habe wohl die besten 7 monate meines lebens hinter mir, habe viele neue leute getroffen, viel neues gesehen und unvergessliche momente erlebt. und eine gewisse reisemüdigkeit zeugt auch von vielen guten erlebnissen, ja, vielleicht sogar von fast zu vielen guten erlebnissen, damit man die gar nicht mehr alle verarbeiten kann.

der part nairobi-kairo-istanbul wird dann wohl nochmals eine weitere herausforderung. kriesenherde, demostrationen und putschversuche soweit das auge reicht, jedenfalls bis in die türkei. doch genau diese herausforderung weckt erneut meine neugier und den reisejunkie in mir. in diesem sinne; WOOHA und weiter geht's, solange der himmel blau ist...waka waka!

© Markus Knüsel, 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
wir reisen in ferne länder, verlassen unsere männer und frauen, buchen fröhlich die teuersten flüge und nehmen fast jede entbehrung in kauf, nur um genau dasselbe immer wieder und wieder zu tun. warum, zum teufel, nur? weil wir süchtig sind, süchtig nach freiheit, ferne und glück...!!! yebo yes!
Details:
Aufbruch: 10.11.2010
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: November 2011
Reiseziele: Marokko
West-Sahara
Mauretanien
Mali
Burkina Faso
Ghana
Südafrika
Namibia
Botsuana
Simbabwe
Sambia
Malawi
Tansania
Uganda
Kenia
Äthiopien
Sudan
Ägypten
Der Autor
 
Markus Knüsel berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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