yebo, yes! 12 monate unterwegs auf dem schwarzen kontinent!

Reisezeit: November 2010 - November 2011  |  von Markus Knüsel

rau und unverWUESTLICH! oder doch nicht?

namibia

namibia

spitzkopie

spitzkopie

spitzkopie

spitzkopie

cape cross

cape cross

cape cross

cape cross

cape cross

cape cross

cape cross

cape cross

swakopmund - leuchtturm

swakopmund - leuchtturm

nach der safari erwartet uns das wüsten-abenteuer. brütende hitze, steine und roter sand soweit das auge reicht. weit gefehlt! die wüste war grün, voller leben und tausende von blumen verschönerten die sanddünen. frisches gras soweit das auge reicht und unübliche pfützen am strassengraben. lokale leute erzählen uns , dass seit 1968 kein solcher regen mehr gefallen sei. gewisse flüsse führen seit jahrzenten wieder wasser und die wüste scheint nicht mehr rötlich, gelblich von all den blumen.
wir fahren die steinigen hügel von spitzkopie an. ziemlich zu vergleichen mit den gesteinen um ayers rock in australien. bei bestimmter sonneneinstrahlung und afrikaischen cummulus-wolken einfach eine wucht ! da wir die malaria-zone bereits wieder verlassen haben, übernachteten wir draussen, ohne zelt. über die vorgefundende sternenpracht und die wunderbare milchstrasse brauch ich euch ja nicht viel zu erzählen. der weg führte uns wieder richtung ozean, genauer gesagt nach swakopmund. rund deine stunde von dieser stadt entfernt liegt cape cross. die portugiesen haben da zum ersten mal festen namibischen boden betreten und als zeichen davon ein kreuz aufgestellt. deshalb auch dieser name. bekannt ist dieser ort aber viel mehr für seehunde. die ganze kolonie besteht bis zu 600'000 tieren. laut vor sich übel herstinkende kollosse! aller geruch und gestank ist vergessen, wenn dich da ein baby mit seinen grossen runden augen anschaut...
aufgrund meines starken heuschnupfens konnte ich keine aktivitäten mitmachen, sand in die augen wäre ziemlich ungesund gewesen. zudem war ich auf meiner letzten reise schon sandborden und quadbiken. ich konzentrierte mich lieber aufs essen. beim gemeinsamen nachtessen machte ich meine neue gruppe mit meiner steakvorliebe bekannt: 500g rumb in unter 10 minuten. selbst der 150 kilo schwere tj nickte nur noch anerkennend. und ich vertilgte danach noch einige überresten der anderen!

die von blessuren geplagten sandboarder nahm ich dann tags darauf zu einem guten fischrestaurant mit. wie üblich inzwischen teilten fiona und ich eine seafood-platter für 2. es gesellte sich noch ein typ namens kevin dazu. kennengelernt in kapstadt vor über zwei monaten, er liest meinen eintrag auf facebook, schreibt mir, dass er auch da ist, schwups und er isst mit uns dinner. facebook sei dank
nach swakupmund durchqueren wir die namib-wüste und erreichen am nachmittags die grossen dünen. 4.30 uhr morgens ging es dann los. innert kurzer zeit war ich oben auf der düne 45 angelangt und führte unser "alles besser wissenden" und "immer als erstes da sein wollenden" malika aus new zealand (sie hat aber den englischen passport und lebt seit kurzem dort - sie nannte sich aber immer neuseeländerin) eine empfindliche niederlage bei. ziemlich depremiert und ausser atem betitelte sie mich dann eine "swiss mountain goat" (steinbock). vielleicht doch ein bisschen hummeldumm?
die nächste nacht schliefen wir in einem bushcamp in der namib wüste. war das ne scheiss kälte, sag ich euch. nun gut, dafür erwarteten uns am folgenden tag in ai-ais warme quellen. der spa-bereich war einfach nur herrlich. während des nachtessens hallte dann plötzlich der name knüsi über den platz. martina, welche ich aus luzern kenne, steht da plötzlich vor einem verwirrten knüsi. die welt ist ein dorf! den abend verbrachte ich mit ihr und ihrem freund mit quatschen über gott und die welt. fishriver-canyon war das highlight des nächsten tages. der zweitgrösste canyon nach dem grossen bruder im westen lädt zum staunen und wandern ein. ziemlich heisse angelegenheit, aber lohnt sich allemal. daraufhin war das abenteuer namibia schon ziemlich vorbei. dem grenzübergang nach südafrika folgte eine nacht am orange river. da auch dieser fluss, welcher nach dem früheren könig orange benannt wurde, über die ufer getreten war, blieb uns nur ein zeltplatz übrig. die restlichen wurden alle komplett weggeschwemmt im februar. schlimm! der letzte stopp vor kapstadt war dann eine weinfarm an der west coast. schottischer inhaber, ehemaliger overlander, hat da sein imperium aufgebaut. wunderbarer spot und guter wein. dann erreichten wir kapstadt. ende, gelände!
nicht ganz, sonst wären wir ja nicht in afrika. der erwähnte heuschnupfen nahm auch in kapstadt kein ende und zog auch mehr schmerzen nach sich. der doktor stellte dann bei mir eine starke bronchitis fest. erneut antibiotika! am zoll legte ich mich mit den behörden an, weil ich in durban nach meiner rückkehr von der fasnacht keine neuen 90 tage gekriegt habe. ich verlor und muss nun bald ausreisen. und dann vernehme ich in kapstadt , dass unser guter alter grüner truck nicht berechtigt ist, nach südafrika einzureisen und daher immer noch in namibia steht. schlecht für all das mitgebrachte gepäck, gut für mein oberwähntes visum! aber was soll?. nach einem eiskalten windhoek lager sieht die welt schon wieder anders aus, speziell wenn man unter antibiotika steht!

bushmans-walk - ziemlich gruen fuer die namib wueste...

bushmans-walk - ziemlich gruen fuer die namib wueste...

namib wueste

namib wueste

sonnenaufgang duene 45

sonnenaufgang duene 45

duene 45

duene 45

bei duene 45

bei duene 45

fish river canyon

fish river canyon

fish river canyon

fish river canyon

cape town

cape town

© Markus Knüsel, 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
wir reisen in ferne länder, verlassen unsere männer und frauen, buchen fröhlich die teuersten flüge und nehmen fast jede entbehrung in kauf, nur um genau dasselbe immer wieder und wieder zu tun. warum, zum teufel, nur? weil wir süchtig sind, süchtig nach freiheit, ferne und glück...!!! yebo yes!
Details:
Aufbruch: 10.11.2010
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: November 2011
Reiseziele: Marokko
West-Sahara
Mauretanien
Mali
Burkina Faso
Ghana
Südafrika
Namibia
Botsuana
Simbabwe
Sambia
Malawi
Tansania
Uganda
Kenia
Äthiopien
Sudan
Ägypten
Der Autor
 
Markus Knüsel berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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