yebo, yes! 12 monate unterwegs auf dem schwarzen kontinent!

Reisezeit: November 2010 - November 2011  |  von Markus Knüsel

camping für fortgeschrittene

pyramiden von begawiya

pyramiden von begawiya

pyramiden von begawiya

pyramiden von begawiya

pyramiden von begawiya

pyramiden von begawiya

pyramiden von begawiya

pyramiden von begawiya

pyramiden von begawiya

pyramiden von begawiya

pyramiden von begawiya

pyramiden von begawiya

und es regnete wieder einmal. es scheint, wir stimmten die wettergötter nicht milde. nach der sahara im westen, namib-wüste in namibia, die kalahari wüste in botswana ist dies nun das vierte mal, dass es in einer wüste schüttet, wo es normalerweise nicht tut. und wieder tat es dies in der sahara. die wüste stand unter wasser, so was habe ich noch nie gesehen. schwer ein platz zu finden, um das zelt aufzuschlagen. starke winde kamen dazu. die zelte flogen teilweise davon, sand am morgen im gesicht&körper, einfach überall. tagsüber aber brannte die sonne unbarmherzig. 5 nächte ging das so, ohne dusche und wasser, babytücher waren gefragt. die zelte befestigten wir mit dutzenden von steinen, an schlaf war aber kaum zu denken. entweder regnete es, stürmte es oder es war über 30 grad. den tag über fuhren wir meistens, die heissen tagesstunden waren dann siesta. am zweiten tag besuchten wir die pyramiden von begawiya. schön zu sehen, mehr aber auch wieder nicht. schaue vorwärts nach ägypten.
am tag 5 fanden wir einen netten spot zum übernachten direkt am nil. das lechzen nach wasser war grösser als die angst vor krokodilen. geschätzte 10 sandstürme und 6 gewitter hatten wir zu diesem zeitpunkt hinter uns. abends kreuzte dann ein weiser, älterer herr auf und probierte uns zu erklären, warum wir nicht am nil übernachten sollten. da zu diesem zeitpunkt nur ich telefonverbindung hatte, sendete ich einige sms an meinen kumpel phil in die schweiz, um zu fragen, was folgende wörter in arabisch bedeuten: banditen, spinnen. wasserflut, sandsturm, entführung, minen und tsunami/rückstau. ein wort kam in die nähe, der sandsturm. was der alte herr uns aber tatsächlich zu erklären versuchte, wissen bis heute nicht. also beschlossen wir, dort zu bleiben. er meinte wohl rückstau des nils... soll dort öfters vorkommen, erfuhren wir später! na toll!

the road to home führte uns nach wadi halfa. eine woche früher als geplant. mit ziemlich viel glück kriegten wir auch die personenfähre nach ägypten eine woche früher (sie fährt nur einmal die woche), der lastwagen blieb aber auf sudan seite. wadi halfa wird im lonley planet als highlight von sudan angepriesen. was wir aber vorfanden ist nicht der rede wert. hotel war ausgebucht, also weitere nacht bushcamping ausserhalb der stadt. die stadt selbst ist eine wüstenstadt, mehr aber auch wieder nicht. highlight? weit gefehlt, vielleicht ein highlight, weil man dieses verdammte land endlich verlassen kann...
die fähre war dann aber ein einziger alptraum. stundenlanges anstehen in der prallen sonne, stundenlanges warten auf die fähre bis sie dann wirklich loslegte (auch in brennender sonne) und vollbebackt mit hunderten von leuten. übliche afrikanische drängeleien um die besten plätze mit anschliessender beinahe-massenpanik. das arabische volk hat generell den hang zur lauten sprache, doch dazu kam der iman, der so laut betete, dass mein trommelfell beinahe schaden davon trug. das boot stammte wohl aus den 60er jahren und hat nicht mehr als 20km die stunde auf der kante. essen war nicht essenswert bzw. nachdem ich den koch und küche gesehen habe, ernährte ich mich von mitgebrachten chips und cookies. die nacht verbrachte ich mit zwei araber auf meiner matte bzw. sie auf meiner. ich gab es nach einer weile auf, mich zu beschweren, man sprach nicht englisch und man ignorierte mich schlicht und einfach. an schlaf war diese nacht nicht zu denken und sie wird definitiv nicht in die geschichte eingehen (oder doch, in die negative?). fiona wurde trotz ehering dauernd angestarrt und ignoriert, wenn sie was sagte oder fragte. das ist wohl wie die arabische welt funktioniert. doch nicht genug schlechte nachrichten, denn das klo überquoll schon am ersten tag vollumfänglich. dank immodium und viel schwitzen suchte ich über 24 stunden keine klo auf. nach der ankunft in assuan liess man uns noch eine stunde in der hitze warten, bis wir das schiff verlassen konnten. schliesslich musste um 12 uhr noch einmal gebetet werden. und zu guter letzt noch dies: in assuan fragte mich einer meiner unbequemen und ungewollten bettnachbarn, ob er von meinem wasser haben kann. und all dies nach seinem gezicke. ich schüttelte verständnislos den kopf und schickte ihn zur hölle (oder wo auch immer allah in haben wollte)...
man man, was mussten wir über uns ergehen lassen! im gleichen stil ging es dann weiter auf ägyptischer seite. anstehen für die passkontrolle, anstehen für die gepäckskontrolle und anstehen für was auch immer. immerhin wurden wir dank einem "reiseleiter" als vip behandelt und konnten einige kontrollen überspringen. nicht gerade die feine art gegenüber den lokalen leuten, welche sich auch beschwerten, aber das war mir zu diesem zeitpunkt so ziemlich egal. wir waren in ägypten und das war gut so. besserung in sicht. hoffentlich...

sahara und düne...

sahara und düne...

skorpion in der sahara

skorpion in der sahara

bushcamp in der sahara mit skorpion überraschung

bushcamp in der sahara mit skorpion überraschung

bushcamp am nil.

bushcamp am nil.

sahara

sahara

auf der fähre nach ägypten - im hintergrund mein netter "bettnachbar"!

auf der fähre nach ägypten - im hintergrund mein netter "bettnachbar"!

© Markus Knüsel, 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
wir reisen in ferne länder, verlassen unsere männer und frauen, buchen fröhlich die teuersten flüge und nehmen fast jede entbehrung in kauf, nur um genau dasselbe immer wieder und wieder zu tun. warum, zum teufel, nur? weil wir süchtig sind, süchtig nach freiheit, ferne und glück...!!! yebo yes!
Details:
Aufbruch: 10.11.2010
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: November 2011
Reiseziele: Marokko
West-Sahara
Mauretanien
Mali
Burkina Faso
Ghana
Südafrika
Namibia
Botsuana
Simbabwe
Sambia
Malawi
Tansania
Uganda
Kenia
Äthiopien
Sudan
Ägypten
Der Autor
 
Markus Knüsel berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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