yebo, yes! 12 monate unterwegs auf dem schwarzen kontinent!

Reisezeit: November 2010 - November 2011  |  von Markus Knüsel

harte ware

heisse quellen in der lybischen wüste

heisse quellen in der lybischen wüste

weisse wüste

weisse wüste

weisse wüste

weisse wüste

weisse wüste

weisse wüste

unser baby in der weissen wüste

unser baby in der weissen wüste

weisse wüste

weisse wüste

...und auf einmal war es schwarzer sand...

...und auf einmal war es schwarzer sand...

schwarze wüste

schwarze wüste

letztes bushcamp vor kairo

letztes bushcamp vor kairo

pyramiden von giza

pyramiden von giza

nun reise ich schon eine volle schwangerschaft lange. das ende nahte und es musste eine entscheidung über meine zukunft gefällt werden. istanbul oder nicht? bis kairo wussten wir immer noch nicht, ob wir durch syrien reisen konnten oder nicht. als schweizer hätte/müsste ich ein visum beantragen und zwar in kairo. mein altes ego war aber nicht gewillt, dem tyrann noch geld in den allerwertesten zu schieben für seine üblen vorgehen an die menschen und ihre rechte. also gab es drei optionen: ich überfliege syrien, gehe nach israel oder beende in ammann/jordanien. ich wählte option 4: bleibe in ägypten und gehe mit fiona nach sharm el sheikh zum schnorcheln.
zuvor fuhren wir aber den unüblichen westlichen weg nach kairo. durch die westliche lybische wüste zu ein paar verlassenen oasen und verliessen deshalb den nil und luxor (es verliessen zwei weitere leute den truck in luxor, zwei neue stiegen dazu). die szenerie in der wüste war atemberaubend und unglaublich heiss. in der nacht fiel das thermometer nie unter die 30er grenze. der boden war noch gegen die 50 grad warm, schwer schlaf zu finden im zelt. auch die flucht in den truck (um besser schlaf zu finden) fruchtete nicht. erstens tat dies jeder, einige hielten uns durch ihr schnarchen wach und zum anderen war da eine mückenart, die uns fast zerfleischte und auffrass.
die angefahrenen oasen waren ziemlich unterschiedlich. die erste grosse konnten wir nur kurz anfahren, dann schickte uns die polizei weg. nein, nicht irgendwelche greenhorn-schroten, uns verbannte die touristen-polizei und eskortierte uns bis an den stadtrand. nun gut, die zweite oase war ein bisschen freundlicher, aber wieder polizeieskorte. nach einigen verhandlungen durften wir sogar dort übernachten. der spot war nett, heisse quellen luden zum bade ein und war eine gelungene abwechslung/überraschung, bot jedoch keine abkühlung, im gegenteil. der bodengrund der quelle war mit treibsand oder ähnlichem material gefüllt. komisches gefühl jedenfalls. nach der lybischen wüste folgte die weisse wüste, danach die schwarze. wie es schon der name verrät, war zuerst alles weiss. sand, steine plus steinskulpturen. musste irgendwie kalkstein sein. und auf einmal war der sand braun und schwarz. eisen lässt den sand schwarz erscheinen. gelungener kontrast. letztes bushcamp vor kairo in der wüste in der nähe einer düne und dann ab nach giza zu den pyramiden. gigantisch diese dinger! gigantisch aber auch die souvenirverkäufer und ihre methoden. sie drückten uns irgendwelche souvenirs in die hand und meinten, es sei ein geschenk und wollten später dafür geld kassieren. ich wies die geschenke jweils zurück oder liess sie auf dem boden zurück, was den verkäufer einige male ein "arschloch" entlocken liess. andere liessen sich auf das spiel ein und endete meistens in einer rangelei, was da wohl zur tagesordnung gehörte. aber sonst genoss ich die pyramiden und sphinx sehr. das innere der grossen pyramide besuchten wir ebenfalls, war aber die umgerechneten 15 schweizer franken nicht wert. erstens warteten wir eine volle stunde (mittagszeit ist geschlossen. Lächerlich eigentlich, während dem ramadan ist es denen sowieso nicht gestattet zu futtern) und zudem war es ein enger weg in die kammer. gewisse leute blieben beinahe stecken oder kriegten platzangst. die kammer selbst war nicht atemberaubend, aber dennoch gut zu sehen.

dann ab nach kairo. ziemlich nervöse stimmung in der stadt. panzer, wasserwerfer, polizisten und armee, einfach überall. unglücklicherweise nächtigten wir gleich neben dem el-tahir platz, wo all die proteste stattfanden und das noch vor dem heiligen freitag. ausnahmezustand am und um den platz. polizei verhinderte jegliche ansammlungen von leuten und war bewaffnet bis auf die zähne. na toll! und wir mitten drin. das hotel war teuer und beherbergte zig kakerlaken, ein dutzend davon in unserem zimmer. das haut uns jedoch inzwischen längst nicht mehr aus den socken. dafür brachte mich das senden eines paketes mit meinen utensilien nach hause an den rand eines nervenzusammenbruchs. das packen und organisieren von schachteln und klebeband an und für sich war schon mühsam genug, doch der verstand toppte dies noch bei weitem. alles begann mit dem taxi. keiner verstand uns, also irrten wir (total 6 personen mit 6 grossen paketen) in kairo eine volle stunde herum. fanden dann das gebäude, jedoch nicht den eingang. also trugen wir die pakete (meines war 24kg) mit uns und suchten den eingang. endlich einer gefunden, schickte man uns weiter. der nächste eingang war nicht besetzt bzw. der schalter war nicht mehr offen. angegebene öffnungszeit im internet für die hauptpost: 9.00-19.00, öffnungszeiten am schalter vor ort: 9.00-14.30. wir waren um 13.00 uhr da. geschlossen! einfachste begründung: ramadan, nächster tag ist feiertag, also in zwei tagen wieder. breites grinsen des postbeamten. dhl kam nicht in frage, 400 schweizer franken für 20 kilo, diesen luxus konnte ich mir nicht leisten. resignation machte sich breit. doch wir fanden einen paketlieferanten, der offen hatte und bereit war, unsere pakete zu relativ anständigen preisen zu versenden. doch wieder hakte es an allen enden. max. 20 kilo und kontrolle des paketes. somit ganzes packet wieder öffnen und bepacken. ägyptische skulpturen durften wir erst gar nicht versenden und alle mit liebe verpackten souvenirs wurden aufgerissen+kontrolliert. 4 personen resignierten nun definitiv und kehrten ins hotel zurück. nächster stopp: gepäckaufgabe, nächstes problem: auch dieser feine herr wollte unsere fracht überprüft und begutachtet haben. die beiden herren zollbeamte von vorhin waren auf einmal verschwunden. auch fiona wollte nun aufgeben. ich verlangte chef chef, dieser bestand aber auch auf die kontrolle. eine lady in einer burka half uns dann aber, indem sie bestätigte, dass wir bereits kontrolliert wurden. 5 stunden für ein packet nach hause. mein gott!
versöhnlicher abschluss von kairo war dann am abend eine bootsfahrt auf dem nil mit entertainment und bauchtanz. ironie dabei: mein trip auf dem truck startete mit einem bauchtanz in marrakech und endete mit bauchtanz in kairo. endete? ja, fiona und ich verliessen den lastwagen nun definitiv in kairo. bye bye and thank you!

pyramiden von giza

pyramiden von giza

pyramiden von giza

pyramiden von giza

spyinxs von giza

spyinxs von giza

kairo - el tahir platz, polizeiaufgebot

kairo - el tahir platz, polizeiaufgebot

kairo - polizei und armee überall

kairo - polizei und armee überall

zeichen der revolution

zeichen der revolution

kairo - panzer an strategischen orten

kairo - panzer an strategischen orten

© Markus Knüsel, 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
wir reisen in ferne länder, verlassen unsere männer und frauen, buchen fröhlich die teuersten flüge und nehmen fast jede entbehrung in kauf, nur um genau dasselbe immer wieder und wieder zu tun. warum, zum teufel, nur? weil wir süchtig sind, süchtig nach freiheit, ferne und glück...!!! yebo yes!
Details:
Aufbruch: 10.11.2010
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: November 2011
Reiseziele: Marokko
West-Sahara
Mauretanien
Mali
Burkina Faso
Ghana
Südafrika
Namibia
Botsuana
Simbabwe
Sambia
Malawi
Tansania
Uganda
Kenia
Äthiopien
Sudan
Ägypten
Der Autor
 
Markus Knüsel berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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