yebo, yes! 12 monate unterwegs auf dem schwarzen kontinent!

Reisezeit: November 2010 - November 2011  |  von Markus Knüsel

knüsi weiss was er will…

auf der fahrt von durban nach port elizabeth

auf der fahrt von durban nach port elizabeth

jeffreysbaai - island vibe

jeffreysbaai - island vibe

jeffreysbaai - island vibe

jeffreysbaai - island vibe

nach zwei wochen in helvetien hatte ich die kälte aber wieder satt und flog zurück nach durban, wo ich wieder schleunigst an meinem teint arbeitete und versuchte so schnell wie möglich boden auf fiona gutzumachen.
keine ahnung wieso immer ich solche geschichten auf den flügen/flughäfen habe (sollte vielleicht ein buchband mit dem titel "fluggeschichten" herausgeben), aber habe erneut so einiges erlebt. zuerst wollte man mir das flugticket in zürich nicht ausstellen, da ich ja keinen retourflug in die schweiz vorweisen konnte. nach etlichen diskussionen (auch mit dem chef) konnte ich sie davon überzeugen, dass ich südafrika sehr wohl verlassen werde, einfach mit einem lastwagen. an der personalkontrolle wurde dann eine schwarz-afrikanerin handgreiflich, da sie ihr getränk nicht abgeben und ihre halb dutzend ringe nicht abziehen wollte. als sie sich hilfesuchend und um untertstützung ringend zu mir umdrehte aber von mir keine hilfe bekam, probierte sie es mit der rassismus-masche. kein erfolg, es folgte eine private untersuchung im separee. ihr mann konnte einem leid tun, da er ziemlich vernünftig zu sein schien, seine frau auf den boden der realität runterholen wollte. er bekam aber von ihr jeweils eins auf den "deckel".
im flughafen zürich wurden danach auf einmal die fluggäste habegger und rüttimann, richtung kapstadt, aufgerufen und von einem polizisten abgeholt bzw. das gepäck zu ihnen geführt. die beiden verdutzten jungen schweizer erhielten dann erklärt, dass der gaskocher mit behälter und die zwei zusätzlichen gaspatronen nicht im gepäck mitgeführt werden dürfen. sie hätten also tatsächlich noch nie zuvor von einer solchen regel gehört. naja, ich habe danach in die gesichter von habegger und rüttimann gesehen, die haben also wirklich nicht gelogen, sonst hätten die sich bestimmt nicht noch minutenlange gegenseitig vorwürfe gemacht... schlimm, schlimm! jedenfalls hatte unser flug aufgrund dieses vorfalls ein wenig verspätung.

andere polizisten begleiteten einen araber-typen ins flugzeug und positionierten sich sogar davor, dass er ja nicht zurück kommt. so werden also leute aus der schweiz abgeschoben...
eine geschichte habe ich noch auf lager: auf dem flug nach durban sass eine russin mittleren alters und kalibers neben mir. wie meistens üblich bei menschen mit zwei x-chromosomen, wollte sie sich vor der landung ein bisschen hübsch machen. doch das für ganze 90 minuten und notabene neben mir. schminke, lippenstift, nagellack, puder, einfach alles was das herz begehrte. wenn ich mir nur vorstelle, wie lange sie alleine für die sicherheitsbag beanspruchte, da sie rund 10 artikel einzel einpacken musste vor der zollkontrolle. ich kann an dieser stelle aber auch verraten, dass die total 2 stunden aufwand in keinster weise gelohnt haben 
nach 25 stunden "unterwegssein" und kaum schlaf bestieg ich am folgenden tag für weitere 15 stunden den baz bus von durban nach port elizabeth. fahrt: lang und ermüdend. es gibt alle paar stunden mal tankstellen und alle haben den gleichen frass: fett! erstaunlicherweise schmeckt einem das zeug auch auf dem rückweg und ich werde gut daran tun, nach diesem zeug und der fasnacht wieder ein bisschen mehr sport zu treiben. kurz vor port elizabeth hat mir mein körper ein zeichen gesetzt (wohl auslösend durch die fasnacht und die langen reisestrapazen). ziemlich übler migräne-anfall mit lähmungserscheinungen. so habe ich mir einen 3-tage-stopp in jeffreysbaai gegönnt. zur erholung natürlich! könnte schlimmere orte geben, nicht?
zum ersten mal fühlte ich mich aber nicht ganz wohl im island vibe. ziemlich ätzende junge leute, teeny-party ohne ende und sauff-spiele bis eine horde holländer komplett nackt an der bar standen... und das nachmittags um 3 uhr! jedenfalls habe ich mit tom (besitzer) noch einen älteren herren an der bar getroffen und lustige stunden verbracht. einmal kam auch noch lufti vorbei (habe ich schon mal erwähnt, schweizer und wohnt nun hier), was das island vibe wieder ins soll brachte.
zudem habe ich mich in jeffreysbaai zwei mal mit rebi und herby verabredet. die welt ist ein dorf, dann sieht man sich rund ein jahr nicht (sie waren mit einem offroader unterwegs im süden und osten von afrika) und dann in kapstadt und jeffreysbaai gerade 3 mal. aber genau solche begenungen machen das reisen so interessant...

jeffreysbaai - island vibe

jeffreysbaai - island vibe

jeffreysbaai - island vibe by night

jeffreysbaai - island vibe by night

jeffreysbaai - island vibe by night

jeffreysbaai - island vibe by night

© Markus Knüsel, 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
wir reisen in ferne länder, verlassen unsere männer und frauen, buchen fröhlich die teuersten flüge und nehmen fast jede entbehrung in kauf, nur um genau dasselbe immer wieder und wieder zu tun. warum, zum teufel, nur? weil wir süchtig sind, süchtig nach freiheit, ferne und glück...!!! yebo yes!
Details:
Aufbruch: 10.11.2010
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: November 2011
Reiseziele: Marokko
West-Sahara
Mauretanien
Mali
Burkina Faso
Ghana
Südafrika
Namibia
Botsuana
Simbabwe
Sambia
Malawi
Tansania
Uganda
Kenia
Äthiopien
Sudan
Ägypten
Der Autor
 
Markus Knüsel berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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