yebo, yes! 12 monate unterwegs auf dem schwarzen kontinent!

Reisezeit: November 2010 - November 2011  |  von Markus Knüsel

bin dann mal weg...: hier und jetzt

der erste blogg vom schwarzen kontinent. Ich hoffe mit den kommenden zeilen euch ein bisschen wegzuleiten von graupelschauer, bodenfrost und ähnlichem.
so brach ich letzte woche auf richtung süden. der erste tag war ehrlich gesagt ziemlich öde. die fahrt nach genf nicht der rede wert. was mich jedoch ziemlich in erstaunen setzte, ist die tatsache, welche überhand die allgemeine erreichbarkeit genommen hat. noch während dem flugstart wurde frischfröhlich gesimst und telefoniert. und kaum gelandet war das notebook bereits wieder an. schlimm, schlimm...
flug genf-casablanca wird nicht in die geschichte eingehen, aber in lauter erinnung bleiben: ein kleinkind vor mir, ein kleinkind neben mir und ganze 2 hinter mir. casablanca, speziell die polizei, verkörperte zum erstmal seit meinem start den kontinent afrika. warten, warten und nochmals warten, für nix. denn das visum wurde erst in marrakech ausgestellt. dort angekommen liess ich mich in ein hotel fahren im stadtzentrum. nichts spezielles, nur laut und hellhörig. donnerstag sollte ich mich mit meinen neuen "mates" treffen. da ich schon check-out zeit um 11 uhr hatte, bestellte ich mir ein taxi und wollte auf meine neuen freunde am flughafen warten. die fahrt war ziemlich rasant, ohne regeln und es hätten gut und gerne 2 esel, 5 velofahrer und dutzende motorradfahrer ihr leben lassen können. aber kein sterss, das läuft hier so!
so wartete ich satte 7 stunden in der ankunftshalle auf meine neuen begleiter. als dann endlich alle da waren, war vom truck und fahrer aber nichts zu sehen. so fuhren wir gemeinsam in ein hotel. farron, unser australischer fahrer, erschien gegen mitternacht im hotel, nachdem wir uns am nachtmarkt verköstigt hatten. er erzählte uns hundsmüde noch folgende geschichte: truck ist noch in spanien. nein, keine panne oder so, nein, marokko hat die regeln geändert und per sofort dürfen keine busse ohne touristen eingeführt werden. nun sind wir deswegen auf dem weg nach norden, um den truck gemeinsam nach marokko zu bringen. schliesslich sind wir ja touristen...

in marrakech verbrachten wir noch einen weiteren tag. der besuch der schmucken altstadt hat uns beinahe den ganzen tag in anspruch genommen. am folgenden tag brachten uns kleinbusse von marrakech über casablanca/rabat nach fez, wo wir auch noch heute sind. die lederverarbeitung ist hier ziemlich stark verbreitet und so haben wir die grösste lederei fez's besucht. sehr eindrucksvoll, unter welchen umständen und gestank noch heute das leder vearbeitet wird. dank gps haben wir uns auch in den 9600 strassen, welche fez bietet, nicht verirrt und sind wohlbehalten ins hotel zurückgekehrt.
ach ja, ich wollte euch natrülich nicht vorenthalten, wer meine neuen "mates" sind. bunter mix aus sehr alt, alt, weniger alt und meinem alter. okay, noch einige sehr junge leute sind auch dabei jedoch vorallem aus diversen ländern: amerika, canada, australien, neuseeland, england, wales, SCOTLAND, irland, portugal, italien, deutschland, schweden und schweiz! tolle sache, so haben wir alle ziemlich viel zu erzählen. ein kleines "aber" gibt es auch hier. die totale erreichbarkeit hat auch die travellers erreicht: 80% der leute haben ein notebook, netbook oder einen ipad dabei und noch viel schlimmer ist die tatsache, dass alle diese elektronischen geräte täglich benutzen. und zu jederzeit. so hat gestern z.b. eine amerikanerin in meinem jungen alter sich ihre lieblingssoap auf dem ipad während dem nachtessen angeschaut. ein älterer herr (über 60 jahre alt und ebenfalls aus den staaten) hat eine wi-fi leitung von seiner kamera auf facebook gebastelt. sobald wi-fi vorhanden ist, lädt das internet seine fotos von der kamera auf seine facebook seite. horror, nicht? suchen wir mit dieser reise nicht alle ein bisschen abstand zu dieser absolut übertriebenen erreichbarkeit? wollen wir nicht gerade deswegen ausbrechen? ich jedenfalls schon und entschuldige mich schon im voraus, wenn ich ein ziemlich schlechter blogschreiber sein werde.
schaue deswegen vorwärts auf die wüste. kein internet, kein telefonnetz, keine post, einfach nichts. dann müssen sich wohl gewisse was einfallen lassen und mit uns anderen unterhalten. jedenfalls wird es von mir in den kommenden wochen kaum einen eintrag im blog und/oder facebook gebgen. und ehrlich gesagt, ich freu mich drauf! knüsi ist gut gestartet in afrika und glücklich dabei. i'm out...

gewürze - marktstrasse in fez

gewürze - marktstrasse in fez

endprodukt des leders - fez

endprodukt des leders - fez

Lederei in Fez

Lederei in Fez

palast in marrakesch

palast in marrakesch

marktstrasse marrakesch

marktstrasse marrakesch

marrakesch

marrakesch

teppichhändler in den strassen von marrakesch

teppichhändler in den strassen von marrakesch

marrakesch

marrakesch

© Markus Knüsel, 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
wir reisen in ferne länder, verlassen unsere männer und frauen, buchen fröhlich die teuersten flüge und nehmen fast jede entbehrung in kauf, nur um genau dasselbe immer wieder und wieder zu tun. warum, zum teufel, nur? weil wir süchtig sind, süchtig nach freiheit, ferne und glück...!!! yebo yes!
Details:
Aufbruch: 10.11.2010
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: November 2011
Reiseziele: Marokko
West-Sahara
Mauretanien
Mali
Burkina Faso
Ghana
Südafrika
Namibia
Botsuana
Simbabwe
Sambia
Malawi
Tansania
Uganda
Kenia
Äthiopien
Sudan
Ägypten
Der Autor
 
Markus Knüsel berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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