Man kann nie genug von der Welt bekommen

Reisezeit: Dezember 2013 - April 2014  |  von Manuela E.

Copper Canyon

Die Barranca del Cobre ( Kupferschlucht, engl. Copper Canyon) ist eine im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua gelegene Gebirgsformation der Sierra Madre Occidental, die durch ehemals starken Flusslauf entstand und teils auf einem von Tarahumara-Indianern besiedelten Gebiet liegt. Das auf etwa 25.000 km² bis zu 1800 m tiefe und 50 km lange Schluchtensystem ist eines der größten Nordamerikas und insgesamt viermal so groß wie der Grand Canyon. Der Name Kupferschlucht leitet sich vom kupferfarbenen Schluchtengestein, piedra cobriza, ab und bezeichnet zugleich einen im System enthaltenen Canyon.
Von Divisadero hat man eine spektakuläre Sicht über die Schlucht und kann der Kuppe entlang bis zu einer Luftseilbahn laufen( natürlich eine schweizer Seilbahn) und immer wider die Aussicht geniessen. Der mexikanische Staat will hier eine riesen Touristenattraktion erstellen, es kommt voran.

Ein Tarahumaramädchen das mir schöne handgeflochtene Körbchen ihrer Mama verkaufen will

Ein Tarahumaramädchen das mir schöne handgeflochtene Körbchen ihrer Mama verkaufen will

Die Luftseilbahn von Caraventa

Die Luftseilbahn von Caraventa

Die Ferrocarril Chihuahua al Pacífico (kurz Chepe genannt) ist eine Eisenbahnstrecke sowie eine ehemalige Bahngesellschaft in Mexiko. Sie gilt als eine der spektakulärsten Eisenbahnstrecken der Welt.
Da ich ja aus dem sogenannten Eisenbahnland komme muss ich diesen Zug natürlich nehmen, es ist auch der einzige Personenzug in Mexiko und die einzige durchgehende direkte Verbindung von den Bergen an die Pazifikküste. Strassen gibt es nicht durchgehend, deshalb ist der Zug auch recht voll mit Mexikanern.

Meine Reise fängt in Divisadero an wo ich noch mal einen Blick über die Barrancas del Cobre werfe, traumhaft. Dann geht es los, Tickets kauft man hier noch im Zug. Von hier schlängelt sich die Strecke durch die zerklüfteten Felsen der Sierra Madre Occidental/Sierra Tarahumara, wobei man in schwindelerregend tiefe Schluchten und auf bizarre Felsformationen sehen kann. Die 628km lange Strecke wurde 1961 eröffnet, führt über 39 Brücken durch 87 Tunnels und bewältigt einen Höhenunterschied von 2400 m . Während der gut 14 stündigen Reise durchfährt der Zug verschiedene Landschafts- und Vegetationsformen, von der kühlen Bergregion über Kakteensteppen bis zur Pazifikküste mit ihrem subtropischen Klima.
Eine Atemberaubende Reise in einem sehr bequemen Zug obwohl die Reise ewig dauert lohnt es sich alleweil und langweile wurde es mir auch nicht, da man zwischen den Wagons den Kopf ins Freie strecken darf und jeder einen Schwatz hält. Meine Reise beende ich im schönen Ort El Fuerte.

Hier steige ich in den Chepe

Hier steige ich in den Chepe

Die Stadt El Fuerte wurde 1563 durch den Spaniern gegründet und wurde durch Gold- und Silbervorkommen in der nahen Umgebung Reich. 1610 wurde ein Fort errichtet, davon resultiert auch der Name "El Fuerte" das heute ein Museum beherbergt und das Zentrum ist noch bis heute im Kolonialstil erhalten. Sonst ist es ein sehr ruhiger Ort und auch der letzte für mich in Mexiko denn von hier geht es auf eine über 20h Reise direkt nach Tijuana und San Diego.

Das Fort

Das Fort

So sieht das Ortszentrum aus

So sieht das Ortszentrum aus

© Manuela E., 2014
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach einer kurzen Verschnaufspause in der schoenen Schweiz geht es weiter mit meiner Entdeckungsreise. Ja ich kann es einfach noch nicht sein lassen denn es gibt noch viel zu sehen auf dieser Welt. Dieses mal geht es wider nach Zentralamerika ich freu mich auf neue Abenteuer jupiiii.
Details:
Aufbruch: Dezember 2013
Dauer: 4 Monate
Heimkehr: April 2014
Reiseziele: Kuba
Guatemala
Mexiko
Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Manuela E. berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.