Benji & Alex around the world

Reisezeit: August 2014 - Februar 2015  |  von Benji und Alex AiZi

Peru: Nazca 02.10

Wie immer in Peru bzw. in Zentral- und Südamerika wird man gleich von hunderten Schleppern und Taxifahrer abgefangen, die einem in nem Hostel unterbringen wollten. Wir haben uns mittlerweile daran gewöhnt und haben sie alle erfolgreich abgewimmelt. Schließlich hatten wir schon ein Hostel für die Nacht ausgewählt. Natürlich kam dann aber wieder alles etwas anders und einen Block weiter wurden wir von ner Frau angesprochen, die meinte ob wir nicht mal unverbindlich das Hostel ihrer Familie anschauen wollten. Kostet nur 40 Soles. Da es eh auf unserem Weg lag willigten wir ein. Das Hostel war dann ganz ordentlich und als wir sie noch so weit hatten, dass wir inkl. Frühstück nur 50 Soles zahlen mussten war der Deal perfekt. 30 Minuten später hatte uns selbige Frau auch einen Flug über die Nazcalinien verkauft, obwohl wir uns eigentlich so sicher waren, dass wir es nicht machen würden. Klar sind die Nazca Lines eigentlich so richtig nur aus der Luft zu sehen, aber die Sicherheitsmängel sind einfach zu groß. Viel zu viele Abstürze wegen überalteten Fliegern und unerfahrenen Piloten. Auch der Zustand des Flughafens ist miserabel, sodass auch das Auswärtige Amt dringlichst davon abrät. Daher stand für uns fest: wir gehen nur auf den Aussichtsturm, auch wenn man von dort aus nur zwei Figuren sieht. Die Frau hat uns dann wohl einfach komplett überrumpelt. Ich weiß immer noch nicht wie sie das geschafft hat.. Natürlich hat sie uns ein super Spezialpreis gemacht, den wir natürlich niemand weitersagen dürfen... hmm.. warum glauben wir der Frau das bloß nicht?! Egal.. Für 80$ p.P. hatten wir dann ein Ticket gekauft. Sie begleitete uns dann sogar noch zur Bank (wahrscheinlich dass wir nicht noch auf die Idee kommen wo anders zu schauen) Plötzlich als wir in Soles zahlen wollten, wollte die Frau dann deutlich mehr. Nach unserem Wechselkurs lag der Preis so bei über 90$ p.P. Darauf wollten wir uns dann nicht einlassen und nach einem längeren Hin- und Her einigten wir uns dann darauf, dass wir nur 20 $ anzahlen und den Rest dann am nächsten Tag bezahlen. Das stellte sich dann noch als unser großes Glück heraus.

Immer noch irritiert von unserem spontanen Kauf googelten wir dann erst mal die Airline und waren sehr beruhigt, dass die uns vorgestellte Airline, zu den beiden sichersten zählt. Modernste Flugzeuge, viel Erfahrung. Wenigsgens das. Wir waren beruhigt.
Obwohl uns dazu geraten wurde erst nach dem Flug zu frühstücken, ließen wir es uns am nächsten Morgen erst mal schmecken. Brötchen, Eier, frisch gepresster Saft, Kaffee... richtig lecker. Irgendwie überkam uns dann aber doch ein komisches Gefühl und wir fragten im Hostel nochmal nach ob wir sicher mit Paracas Airlines fliegen würden. Er erzählten uns dann was von einem Zusammenschluss dreier Arlines und uns war gar nicht mehr wohl. Von so einer Lüge hatten wir in nem Erfahrungsbericht gelesen. Wir googelten noch kurz die Airline die angeblich dazugehört und waren dann zumindest etwas beruhigter, dass wir nur zwei positive Erfahrungsberichte finden konnten. Eins war uns aber klar: zahlen werden wir erst am Flughafen, wenn wir uns sicher sind, dass wir überhaupt fliegen.
Am Flughafen angekommen, fanden wir uns dann plötzlich am Schalter von Nazca Airlines wieder. NAZCA ARLINES!?! unsere Alarmglocken klingelten. Nazca Airlines ist die Airline mit den meisten Crashs in den letzten Jahren. In so ein Flugzeug würden wir nicht einsteigen! Alex ist dann zum Paracas Arlines Schalter und fragte zur Vorsicht mal wie es aussieht mit dem Zusammenschluss, obwohl uns die Antwort eigentlich schon klar war. So einen Zusammenschluss gab es natürlich nicht. Alex fragte noch schnell nach dem Preis für nen Flug. 70$ pro Person. Sogar weniger als bei der Betrügerbande! Für uns stand fest, mit Nazca Arlines werden wir nicht fliegen. Unser Fahrer war damit natürlich nicht einverstanden und er telefoniert noch der Tante die uns das Ticket verkauft hatte, aber uns war das alles egal. Unser großer Vorteil: mehr als 20$ hatten wir noch nicht bezahlt. Und was sind 20$ gegen unser Leben!?! Als dem Fahrer dann klar wurde, dass wir niemals mitfliegen würden, war dann plötzlich alles wieder okay "sind ja schließlich ein Unternehmen" und bla bla.. uns war es dann egal. Wir hatten unseren Willen durchgesetzt und flogen letztendlich mit Paracas. sogar in ner Maschine mit nur 2 weiteren Personen und zwei Piloten. und das Beste: wir haben es unbeschadet überstanden. und sind sogar noch vor den Anderen geflogen (die den Flug jedoch auch überlebt haben )

Der Flug selbst war dann schon beeindruckend und im Nachhinein sind wir auch irgendwie froh, dass wir das gemacht haben. Die Dimensionen der einzelen Figuren sind wirklich enorm. Die größten sind fast 280 m lang!
und weil wir am Ende dann noch ca. 20 Minuten auf die Anderen warten mussten, bekamen wir dann noch ne gratis Geschichtsstunde von nem Typen der wohl anscheinend bei Maria Reiche (eine deutsche Forscherin, die jahrelang die Nazcalinien erforschte und vor allem maßgeblich für deren Schutz und Erhaltung verantwortlich ist, ihr verdankt Nazca, dass die Linien zum Weltkulturerbe ernannt wurden und seit Anfang der 70er eine beliebte Touristenattraktion sind ) zur Schule gegangen ist. Ob da wohl alles so stimmt?! Egal, interessant und kurzweilig war es auf jeden Fall.

Vor der Flug...aufgregt, aber glücklich

Vor der Flug...aufgregt, aber glücklich

Während dem Flug..

Während dem Flug..

Aussichtsplattform... wäre wohl nicht ganz so cool gewesen...links daneben sieht man den "Baum", rechts die " Hand"

Aussichtsplattform... wäre wohl nicht ganz so cool gewesen...links daneben sieht man den "Baum", rechts die " Hand"

Kondor

Kondor

Die Spinne

Die Spinne

Kolibri

Kolibri

Astronaut

Astronaut

Da unser Bus erst abends fuhr, hatten wir noch jede Menge Zeit in Nasca. Die Stadt selbst hat aber recht wenig zu bieten. Da aktuell Wahlen sind, haben wir dann noch eine Wahlparty miterlebt. Und lecker zu Abend gegessen...
@ Andi & Armin: Nen Christian haben wir leider nicht mehr getroffen, sonst hätten wir euren Auftrag natürlich ausgeführt.

Hmmm... lecker.. was da alles aus der Suppe kommt...

Hmmm... lecker.. was da alles aus der Suppe kommt...

© Benji und Alex AiZi, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir erfüllen uns unseren Traum - in 180 Tagen um die Welt :) oder zumindest fast... ;) USA, Costa Rica, Ecuador, Peru, Bolivien, Chile, Neuseeland, Australien, Tasmanien, Kuala Lumpur, Vietnam, Hongkong, Indien
Details:
Aufbruch: 08.08.2014
Dauer: 6 Monate
Heimkehr: 03.02.2015
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Costa Rica
Peru
Bolivien
Chile
Neuseeland
Australien
Malaysia
Vietnam
Kambodscha
Thailand
Hongkong
Indien
Der Autor
 
Benji und Alex AiZi berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.