Benji & Alex around the world

Reisezeit: August 2014 - Februar 2015  |  von Benji und Alex AiZi

Kambodscha : Siem Reap 24. - 30. 12. 2014

In Siem Reap angekommen, erfuhren wir dann mal wieder die Annehmlichkeiten mit einer Reisegruppe unterwegs zu sein. Während sich die anderen Touristen brav am Schalter anstellten um ihr Visum zu erhalten, konnten wir (gegen ein kleines Schmiergeld) direk ins Hotel und die Pässe wurden uns am nächsten Abend ins Hotel geliefert. Wir wählten dann ein Hotel gleich gegenüber der anderen. Dies hatte uns der neue Reiseleiter Savy empfohlen, der wirklich extrem nett war und uns viele gute Tipps für Kambodscha gab. Nach einer kurzen Dusche ging es dann auch schon zum Abendessen in ein kleines Restaurant. Ein drei-Gänge-Menü an Heillig Abend auf der Terrasse - auch mal schön, wenn auch das "Weihnachtsgefühl" nicht wirklich aufkam.

Unser Hotelzimmer

Unser Hotelzimmer

Am nächsten Morgen ging es dann mit dem Tuktuk zu den Tempelanlagen von Ankor.
Unsere Erwartungen waren extrem hoch, da wir schon Einiges über Ankor gehört und gelesen hatten und die Bilder im Internet schon extrem beeindruckend waren. Haben sogar gehört, dass die Anlage beeindruckender sein soll als Taj Mahal. Ob es wirklich so ist können wir euch hoffentlich in ein paar Wochen berichten Aber so viel vorab. Es wird schwierig Ankor zu übertreffen.
Die Tempelanlagen erstrecken sich über eine Fläche von über 200 Quadratkilometer und umfassen mehr als 1000 Tempel und Heilligtümer aus der Zeit der Khmer. Jeder König ließ während seiner Herrschaft einen neuen Tempel errichten, der natürlich den des jeweiligen Vorgängers übertreffen sollte. Größte und wohl bekannteste der Tempelanlagen ist Ankor Wat. Wobei- Manchen von euch wird vielleicht auch ein anderer Tempel bekannter vorkommen. Aber dazu später mehr.
Savy hatte einen zusätzlichen Fahrer für uns organisiert, sodass wir mit der Gruppe mitgehen konnten und so auch in den Genuß einer Führung durch die fasziniernde Anlage kamen. Wie wichtig das ist haben wir am nächsten Tag gemerkt an dem wir alleine unterwegs waren. Es lohnt sich wirklich mit einem Guide unterwegs zu sein, der einem mit vielen Infos versorgt und auf Details aufmerksam macht, die man alleine manchmal gar nicht wahrgenommen hätte. Am zweiten Tag taten wir uns teilweise ein wenig schwer und nach einer Zeit sah alles irgendwie gleich aus, aber jetzt mal der Reihe nach.
Zunächst ging es also mit dem Tuktuk zur Anlage Ankor Thom, der letzten bedeutenden Hauptstadt der Khmer. Sie ist 10 Quadratkilometer groß und von einer Mauer umgeben. Schon die Stadttore sind ein Highlight.

Savy - unser Führer vor einem der Eingangstore

Savy - unser Führer vor einem der Eingangstore

Während wir mit dem Tuktuk unterwegs sind...

Während wir mit dem Tuktuk unterwegs sind...

.. erkunden andere die Anlage auf dem Rücken eines Elefanten

.. erkunden andere die Anlage auf dem Rücken eines Elefanten

Bayon Tempel - Haupttempel Ankor Thoms

Bayon Tempel - Haupttempel Ankor Thoms

Umzählige Reliefs mit Szenen aus dem Alltag oder bedeutenden Schlachten zieren die Tempelwände

Umzählige Reliefs mit Szenen aus dem Alltag oder bedeutenden Schlachten zieren die Tempelwände

Kommt euch dieser Tempel bekannt vor?

Kommt euch dieser Tempel bekannt vor?

Und?

Und?

Jetzt aber, oder?

Jetzt aber, oder?

Die letzten drei Bilder zeigen die Tempelanlage Ta Prohm oder besser bekannt als Tomb Raider Tempel. Hier wurden einige Szenen des Films gedreht. Achtet mal drauf, falls ihr den Film mal wieder zufällig anschaut.
In diesem Zustand haben die Forscher vieleTempel vor deren Restaurierung vorgefunden ud sich dafür entschieden diesen Tempel im ursprünglichen Zustand zu belassen. Beeindruckend wie die Wurzeln der Feigenbäume die Mauern überwachsen.

Die Restaurierungsarbeiten sind noch nicht abgeschlossen

Die Restaurierungsarbeiten sind noch nicht abgeschlossen

Und nach den Elefantenterrassen und den Terrasse des Leprakönigs und einem kleinen Shopping- und Mittagessenstopp war es dann endlich so weit und wir besuchten Ankor Wat. Beeindruckender als Taj Mahal, ähnlich faszinierend wie Machu Picchu?! So die Beschreibung im Reiseführer. Und wir wurden nicht enttäuscht. Wir sind immer noch beeindruckt.

Eingang zu Ankor Wat

Eingang zu Ankor Wat

Treppen zum Tempel

Treppen zum Tempel

Und hier der Grund warum alle so fasziniert sind...

Und hier der Grund warum alle so fasziniert sind...

Abschluss des Tages bildete eine Show mit traditionellen Tänzen. Anschließend schlenderten wir noch ein wenig über den Nachtmarkt und ließen unseren letzten gemeinsamen Abend bei einem Cocktail in der Hotelbar ausklingen.

Traditioneller Tanz

Traditioneller Tanz

Cocktails in der Hotelbar

Cocktails in der Hotelbar

Am folgenden Morgen hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen. Während Mama mit ihrer Gruppe noch einen Ausflug zu einem schwimmenden Dorf machte, sind Benji und ich nochmal zu den Tempelanlagen. Von dem Ausflug zu den schwimmenden Dörfern hatte uns Savy abgeraten und auch im Hotel und Reiseführer wurde davon abgeraten. Touristenabzocke, viele bettelnde Menschen, überlaufen... viele Gründe die wohl dagegen sprechen und laut Aussage von Mama haben wir wohl auch nicht viel verpasst.
Der zweite Tag in Ankor war dann nochmal sehr interessant, aber auch lang und anstregend und irgendwann wird es einfach zu viel und alles scheint irgendwie gleich zu sein. Die absoluten Highlights haben wir defintiv schon am ersten Tag gesehen.
Abgeholt wurden wir wieder von "unserem" Tuktuk- Fahrer, der uns den ganzen Tag durch die Anlage fuhr und uns mit Wasser und Erfrischungstüchern versorgte.

Herstellung von Palmzucker  - als  Süßigkeit aber nicht wirklich unser Ding

Herstellung von Palmzucker - als Süßigkeit aber nicht wirklich unser Ding

Banteay Srei - ein Hindutempel mit kunstvollen Ornamenten

Banteay Srei - ein Hindutempel mit kunstvollen Ornamenten

Arbeiterinnen im Reisfeld

Arbeiterinnen im Reisfeld

Auf der langen Brücke zum kleinen Neak Poan Tempel

Auf der langen Brücke zum kleinen Neak Poan Tempel

Ein kleiner Künstler

Ein kleiner Künstler

Ein paar Affen sprangen auch noch rum

Ein paar Affen sprangen auch noch rum

Benji mit unserem Tuktuk - Fahrer

Benji mit unserem Tuktuk - Fahrer

Abends gabs dann wieder Essen vom Straßenstand. Wir haben es wirklich schon etwas vermisst. Sehr würzig, sehr lecker und sehr günstig. Anschließend ließen wir uns noch für 2 Dollar p.P. ne halbe Stunde unsere müden Beine massieren.
Herrlich.

Am nächsten Morgen traf uns dann die manchmal nicht so schöne Backpacker- Realität wieder. Aus Kostengründen sind wir in ein Hostel umgezogen und was soll ich sagen?! Ein kleines stinkendes Drecksloch. Mehr als eine Nacht hält man es in so ner Bude wirklich nicht aus, also ging es erneut auf Hostelsuche. Ansonsten haben wir uns an diesem Tag ne kleine Auszeit gegönnt. Bissle die Stadt angeschaut und für 42 Cent ein Bierle getrunken, was Benjis Meinung nach sogar noch richtig gut geschmeckt hat. Abends gabs nochmal ne kleine Massage weils so schön war.

In Siem Reap

In Siem Reap

Pub Street

Pub Street

Dass wir wirklich im Paradies angekommen waren, merkten wir dann so richtig am darauf folgenden Morgen. Im Internet hatte ich diese kleine Oase gefunden.

Golden Tempel -die beste Budget- Unterkunft die ich je gesehen habe

Golden Tempel -die beste Budget- Unterkunft die ich je gesehen habe

Bei einem Begrüßungscocktail erzählte uns ein freundlicher Hostel Mitarbeiter bissle was über Siem Reap, wo wir was finden und welche Ausflugsmöglichkeiten es in der Umgebung gibt. Alles war dann nochmal auf einem zweiseitigen Papier zusammengefasst inkl. Karte. Die Zimmer waren mit einem Himmelbett, Klimaanlage und einem TV ausgestattet und als ob das nicht schon mehr als genug wäre gab es zusätzlich noch eine einstündige traditionellen Khmer - Massage für jeden Gast. Und das alles zu einem unschlagbaren Preis von 19 Dollar pro Nacht (nicht p.P.) Unfassbar,oder?! Und es gab noch nicht mal einen Haken bei dieser Geschichte. wir können diese Unterkunft also jedem bedenkenlos weiterempfehlen.

Begrüßungscocktail im Golden Tempel

Begrüßungscocktail im Golden Tempel

Abendessen im Straßenrestaurant

Abendessen im Straßenrestaurant

Hier wird das Essen frisch vor deinen Augen zubereitet

Hier wird das Essen frisch vor deinen Augen zubereitet

Und dann hat sich Benji an diesem Abend noch an zwei besondere Leckerbissen getraut.

Tarantel

Tarantel

Und Schlange

Und Schlange

Mhhhh... yummy!

Mhhhh... yummy!

Eigentlich hätten wir Provision verlangen sollen, denn Benjis Verkostung lockte zahlreiche Schaulustige an und kurbelte das Geschäft mächtig an. Benjis Meinung nach schmeckte die Schlange fischig und salzig und die Tarantel einfach nur widerlich. Vor allem der Körper. Als ich die haarigen Beine im Mund gespürt habe war bei mir allerdings Schluss, daher kann ich zum Geschmack nicht wirklich was sagen und die Schlange war einfach nur zäh und extrem salzig.

Kompong Pluk

An unserem letzten Tag besuchten wir das schwimmende Dorf auf Stelzen Kompong Pluk. Hier leben 700 Familien vor allem vom Fischfang. Der Tonlé Sap ist einer der fischreichsten Süßwasserseen der Welt und der größte Südostasiens. Er versorgt die Hälfte der kambodschanischen Bevölkerung mit Fisch und Bewässerungswasser. Ein 100 km langer Kanal, der Tonlé Sap Fluss verbindet den See mit dem Mekong. Ein absolutes Phänom ist, dass der Fluss je nach Jahreszeit seine Fließrichtung ändert. In der Trockenzeit fließt das Wasser vom See in den Mekong und in der Regenzeit vom Mekong in den See. In dieser Zeit schwillt der See von einer maximalen Tiefe von 2,2 m auf 10m Tiefe an. Mit diesen Unterschieden müssen auch die Menschen in Kompong Pluk leben weswegen sie ihre Häuser auf Stelzen stellen. Ziemlich beeindruckend und gleichzeitig fragt man sich warum die Leute so wohnen. Die ganzen Plätze im Dorf und alles wo in der Trockenzeit das Leben stattfindet ist in der Regenzeit überschwemmt.

Häuser auf Stelzen

Häuser auf Stelzen

Besuch einer Schule in Kompong Pluk

Besuch einer Schule in Kompong Pluk

Hier werden tausende von Shrimps getrocknet - dieser Platz ist in der Regenzeit komplett unter Wasser

Hier werden tausende von Shrimps getrocknet - dieser Platz ist in der Regenzeit komplett unter Wasser

Frauen schippern Touristen durch den  überschwemmten Wald (floating forest)

Frauen schippern Touristen durch den überschwemmten Wald (floating forest)

Schwimmender Supermarkt ; -)

Schwimmender Supermarkt ; -)

Baden im Fluss

Baden im Fluss

Zurück im Hotel genossen wir noch unsere kostenlose Khmer Massage und gönnten uns ein leckeres Abendessen in unserem Hostel. Auch das Restaurant können wir hier wärmstens empfehlen.

Am nächsten Morgen ging s dann nach dem Frühstück mit dem Bus weiter in die Hauptstadt Phnom Penh.

© Benji und Alex AiZi, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir erfüllen uns unseren Traum - in 180 Tagen um die Welt :) oder zumindest fast... ;) USA, Costa Rica, Ecuador, Peru, Bolivien, Chile, Neuseeland, Australien, Tasmanien, Kuala Lumpur, Vietnam, Hongkong, Indien
Details:
Aufbruch: 08.08.2014
Dauer: 6 Monate
Heimkehr: 03.02.2015
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Costa Rica
Peru
Bolivien
Chile
Neuseeland
Australien
Malaysia
Vietnam
Kambodscha
Thailand
Hongkong
Indien
Der Autor
 
Benji und Alex AiZi berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.