searching for a better summer

Reisezeit: September 2014 - September 2015  |  von Alexander K

Kuba: Vinales

Die wesentlich kleinere Stadt liegt in einem Tal zwischen palmenbewachsenen Kargsteinfelsen und Tabakfeldern und ist zu recht eines der Topspots Kubas. Dementsprechend wimmelt es auch hier von Touris und hunderten von „Casas Particulares“, was dementsprechend den Durchschnittspreis für ein Zimmer auf immerhin nur noch 20 Cuc sinken läßt.
Wir sind hier die ersten drei Nächte bei einer Familie untergekommen, die uns keinen Schlüssel geben konnte, aber uns versicherte, dass wir zu jederzeit klingeln könnten. Trotzdem hatten wir ständig das Gefühl der Familie dadurch eine Last zu sein. Irgendwann dann mussten wir wechseln, weil es für unser Zimmer eine Reservierung gab, worüber wir im Nachhinein recht froh waren. Glücklicherweise haben wir am Vortag ein kleines Zimmer mit Kühlschrank in einem Garten bei einer anderen Familie für den gleichen Preis finden könnnen. Einen eigenen Kühlschrank zu haben, ist Gold wert, weil man dann nicht gezwungen ist für jedes kalte Getränk bzw. „Cuba Libre“ ins Restaurant rennen zu müssen und wie sollte es auch anders sein, natürlich spart man so auch wieder ein bisschen Geld. Immerhin ist der „Club Havana“ hier übertrieben günstig.
Momentan dreht sich bei uns leider viel ums Geld, aber aufgrund der Tatsache, dass wir den Vergleich mit vielen anderen schönen und wesentlich billigeren Ländern auf dieser Welt haben, der Tatsache von Indien gekommen zu sein, wo alles einfach spottbillig ist und gerade „Temporado Alto“ (Hauptreisezeit) ist, können wir das Ganze hier nicht wirklich genießen. Auch fehlt uns hier das Abenteuer, was wir von Mittel- und Südamerika kennen und eigentlich auch hier erwartet hätten. Hier ist leider alles reglementiert, kontrolliert und man kann absolut nichts auf eigene Faust machen. Oft fühlt man sich wie einem übergroßen Freizeitpark, in welchem man sich schön an die vorgegebenen Wege zu halten hat, um nicht aus der Reihe zu tanzen.

Aufgrund dessen und der Tatsache, einfach zu viel Zeit für Kuba eingeplant zu haben, versuchen wir nun schon seit ca. 5 Tagen unseren Weiterflug nach Lima/Peru bzw. Quito/Ecuador gegen eine Umbuchungsgebühr nach vorne zu verschieben. Gestern mussten wir feststellen, dass dies nicht möglich ist und dies den Verlust des gesamten Flugpreises der noch offenen Weiterflüge bedeuten würde. Nun sind wir hin und her gerissen wie es mit unserer Route weitergeht und ob uns das Ganze mehrere Hundert Euro wert ist, müssten wir doch den Flug verfallen lassen und mindestens 400 Euro zahlen, um zumindest schon einmal nach Bogota in Kolumbien zu kommen, was in Südamerika noch am nähesten zu Kuba zu sein scheint. Da wir vor knapp fünf Jahren ja schon einmal dort waren, wissen wir, dass die Bustickets von dort nach Ecuador nicht allzu teuer sind und es außerdem einigermaßen gute Busse in sämtliche Parts des riesigen Kontinents gibt. Mal schauen für was wir uns letztendlich entscheiden werden.
Zwei Nächte bleiben wir auf jeden Fall noch hier in Vinales um mal ein bisschen den Sachen nachzukommen, die die letzten Tage liegen geblieben sind, nachdem wir auch hier zwei Fahrradtouren zum Sonnenuntergang im Valley und heute noch eine Reittour zu ner Höhle und Tabakfarm gemacht haben.

pinas aka ananas

pinas aka ananas

platanos aka bananas

platanos aka bananas

vorne simone; rechts tabaco aka die größte industrie und der stolz des ganzen landes

vorne simone; rechts tabaco aka die größte industrie und der stolz des ganzen landes

Banchito, die alte Baumratte

Banchito, die alte Baumratte

© Alexander K, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Vier Jahre nachdem wir nun von unserer ersten einjährigen Weltreise zurück sind, konnten wir dem Fernweh nicht mehr Stand halten und haben uns noch einmal dazu entschieden, für 12 Monate loszugehen. Dieses Mal steht folgende Route an: Istanbul - Kuala Lumpur - Sumatra - Nepal - Indien - Kuba - Ecuador - Peru - Bolivien - Argentinien - Urucuay - Brasilien
Details:
Aufbruch: 01.09.2014
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: 10.09.2015
Reiseziele: Türkei
Indonesien
Nepal
Indien
Kuba
Ecuador
Peru
Bolivien
Brasilien
Der Autor
 
Alexander K berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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