searching for a better summer

Reisezeit: September 2014 - September 2015  |  von Alexander K

Sumatra: Danau Toba

. Der See ist der groesste und mit 516 m vor allem der tiefste Vulkansee Suedostasiens, in dessen Mitte eine ca. 50 km lange und halb so breite Insel liegt. Um 17:00 Uhr sollte eigentlich der Bus kommen, der jedoch leider erst um 21:00 Uhr angekommen ist. Der Grund dafuer war ein Unfall mit einem Rollerfahrer, den der Busfahrer wohl zu verschulden hatte. Zwei Tschechen, die im Bus waren haben uns erzaehlt, dass der halbe Bus vor den Dorfbewohnern weggerannt ist, um vom Mob nicht selbst gelyncht zu werden. Beste Aussichten also fuer die bevorstehende Fahrt. Wie zu erwarten war der Bus dreckig, voller Floehe und die Lautprecher wurden bis aufs Maximum aufgedreht. Ueberraschenderweise haben wirs aber irgendwie hingekriegt n paar Stunden zu schlafen und sind gegen 11:00 Uhr morgens am Faehrhafen in Parabat angekommen. Dort haben wir direkt ne Faehre erwischt und sind auf die Insel Samosir, ins ca. 45 km entfernte Touridorf Tuk Tuk gefahren. Aufgrund der Vielzahl an billigen Unterkuenften direkt am Wasser, der zahlreichen guten Restaurants und der Tatsache, dass es hier keine Moslems und dementsprechend keine Kleidervorschriften fuer Simone und keine Gebetsgesaenge von morgens bis abends gibt, ist es hier ziemlich entspannt und die meisten Besucher bleiben laenger als geplant. Dies gilt auch fuer uns. Unsere Aktivitaeten beschraenken sich hier auf ausgedehnte Rollertouren durch und um die Insel und ueppige Abendessen, wie z.B. frisch gefangenes Wildschwein auf "Rendang-Art", wobei es sich um die traditionelle Kueche der auf der Insel lebenden "Batak-Nachkoemmlinge" handelt, einem Stamm, der wohl noch vor nicht allzu langer Zeit, fremden Spionen die Brust aufgeschlitzt, die Augen entfernt und den Kopf abgeschlagen hat, um spaeter dann gemeinsam den Rest des Koerpers zu essen. Ziemlich reudige Vorstellung, vor allem im Hinblick darauf, dass die Knochen angeblich alle im See versenkt wurden. Davon jedoch unberuehrt hielten wir es am naechsten Tag fuer ne gute Idee, auf unserem Rueckweg der Rollertour ne Abkuerzung durch den Wald zu nehmen, nur um zwei Stunden spaeter feststellen zu muessen, dass wir uns komplett verfahren hatt en und irgendwo mitten in den Bergen in menschenleeren Waeldern waren. Strassen gab es schon seit ner Stunde nicht mehr und so kaempften wir uns durch die matschigen Waldwege. Irgendwann dann haben wir endlich n Haus gefunden, dessen Besitzer uns ein Plan gezeichnet hat, mit dem wir irgendwie wieder aus diesem Labyrinth herausgefunden haben. Ohne diesen Mister John wuerden wir wahrscheinlich jetzt immer noch dort oben rumheizen. Der Rollertrip am naechsten Tag war leider auch nicht viel besser, da wir direkt nach 15 Minuten ne Spanierien auf der Strasse gefunden haben, die in der Kurve vom Roller geflogen ist und im naechsten Moment hoeren Simone und Ich einen dumpfen Aufschlag und sehen wie auch Matt an uns vorbei schliddert und dabei versucht mit seinen Ellbogen zu bremsen. Gluecklicherweise hat unsere Hinterbremse nicht wirklich gut funktioniert und dementsprechend nicht blockiert, sonst waere uns wahrscheinlich das Gleiche auf der nassen Strasse passiert. Sowohl Matt als auch die Spanierin hatten aber nur kleine Wunden und somit war es bei beiden nicht weiter tragisch.

Uebermorgen gehts dann weiter nach Bukit Lawang, um dort Orang Utans zu sehen und im 5 Stunden entfernten Medan nochmal unser Glueck mit der Visaverlaengerung zu probieren. Bis dahin uns selamat jalan!

the dogs

the dogs

typischer Indoladen

typischer Indoladen

eines der traditionellen Batakhaeuser

eines der traditionellen Batakhaeuser

ein job alleine reicht vielen hier oft nicht...

ein job alleine reicht vielen hier oft nicht...

der allwissende Mister John

der allwissende Mister John

mal wieder regen

mal wieder regen

Hot Springs

Hot Springs

© Alexander K, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Vier Jahre nachdem wir nun von unserer ersten einjährigen Weltreise zurück sind, konnten wir dem Fernweh nicht mehr Stand halten und haben uns noch einmal dazu entschieden, für 12 Monate loszugehen. Dieses Mal steht folgende Route an: Istanbul - Kuala Lumpur - Sumatra - Nepal - Indien - Kuba - Ecuador - Peru - Bolivien - Argentinien - Urucuay - Brasilien
Details:
Aufbruch: 01.09.2014
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: 10.09.2015
Reiseziele: Türkei
Indonesien
Nepal
Indien
Kuba
Ecuador
Peru
Bolivien
Brasilien
Der Autor
 
Alexander K berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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