Schlösser, Burgen und Kirchen in der Steiermark

Reisezeit: Juli / August 2021  |  von Herbert S.

Graz

rechts der Mur

Auch wenn Graz kein Städte-Reiseziel mit Superlativen wie Paris, London oder Wien ist, wir sind von unserem Besuch begeistert. Vor allem da es von der Größe her überschaubar bleibt und nicht überlaufen ist. (Am Ende unserer Reise machen wir einen Zwischenstop in Salzburg und sind entsetzt, wie voll diese Stadt trotz Corona bereits wieder ist)
Auf Anraten unserer Vermieterin suchen wir ein Parkhaus am Lendplatz auf (Hotelparkplätze des Merkur), das entgegen allen anderen Alternativen preiswert sein soll. Daher starten wir unseren Rundgang westlich der Mur.
Vom Lendplatz durch die Minoritenstrasse zur Wallfahrts- und Klosterkirche der Minoriten Mariahilf. 1607-11 als Stiftung der Eggenberger (Schloss Eggenberg außerhalb der Stadt) erbaut.

Mariahilf. - zweitürmige Barockfassade von (1742-44) von Josef Huber

Mariahilf. - zweitürmige Barockfassade von (1742-44) von Josef Huber

spätbarocker Hochaltar (1769) von Philip Jakob Straub - das Gnadenbild gilt als 'Stadtmutter vonn Graz'

spätbarocker Hochaltar (1769) von Philip Jakob Straub - das Gnadenbild gilt als 'Stadtmutter vonn Graz'

wohl das Privatseparée der Eggenberger

wohl das Privatseparée der Eggenberger

Folgt man der Strasse weiter, so erreicht man das von den Grazern 'friendly alien' genannte Kunsthaus am Südtiroler Platz, das anläßlich des Kulturhauptstadtjahres 2003 erbaut wurde.

futuristisch anmutender blauer Glaskörper

futuristisch anmutender blauer Glaskörper

mit interessanten Spiegelungen

mit interessanten Spiegelungen

Noch am Südtiroler Platz liegt die Kirche der barmherzigen Brüder vom heiligen Johannes von Gott - Mariä Verkündigung

Barmherzigenkirche - 1615 Grundsteinlegung für ein Krankenhaus - 1632 für die Kirche - 1735 Abbruch und Neubau durch Barockarchitekten J.G. Stengg

Barmherzigenkirche - 1615 Grundsteinlegung für ein Krankenhaus - 1632 für die Kirche - 1735 Abbruch und Neubau durch Barockarchitekten J.G. Stengg

Praktisch gegenüber dem Kunsthaus liegt das ehemalige 5-Sterne-Grandhotel Wiesler, das bereits an der Fassade Jugendstilelemente erkennen läßt.
Im Salon (EG) befindet sich das Glasmosaik von Leopold Forstner 'Der Frühling' im Stil der Wiener Sezession.
Auf Nachfrage läßt uns eine freundliche Dame des Empfangs in den Salon, so dass wir dieses Highlight sehen und festhalten können.
Im gegenüber liegenden Café wird es dann modern mit Street-Art an der Wand.

Glasmosaik von Leopold Forstner 'Der Frühling'

Glasmosaik von Leopold Forstner 'Der Frühling'

Street-Art  im Café

Street-Art im Café

Zwei Querstraßen weiter in der Belgiergasse liegt der Steirer - wirklich ein Geheimtip für Stadtbesucher - da man von 11.00 Uhr an zu jeder Zeit essen kann. Dabei gibt es sterirische Tapas, das sind wie halt die spanischen - kleine Portionen zu äußerst moderaten Preisen. Aber auch die normalen Portionern steirischer Küche sind schmackhaft und preiswert.

zwei 'Tapas'

zwei 'Tapas'

gekochtes Kalbfleisch

gekochtes Kalbfleisch

Auch das Interieur des Lokals ist interessant: kluge Sprüche überall und eine enorme Auswahl an Weinen im Verkauf.

Wir setzen unseren Weg fort über die Erzherzog-Johann-Brücke mit Blick auf das Kunsthaus, laufen nach Norden zum Mursteg um die Murinsel zu besuchen.

Die Insel in der Mur ist eine schwimmende Plattform, die ab 1999 geplant, 2002 gebaut und im Jänner 2003 in der Mur inmitten von Graz eröffnet wurde, um im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres neben dem Schlossberg ein zweites und modernes Wahrzeichen der Stadt zu schaffen.

Die 50 m lange und 20 m breite Muschel aus Stahl und Glas vom New Yorker Künstler Vito Acconici - als temporäres Kunstwerk gedacht - blieb auf Wunsch der Grazer Bürger erhalten.

wir haben von hier den Blick auf unser nächstes Ziel: den Schlossberg.

wir haben von hier den Blick auf unser nächstes Ziel: den Schlossberg.

© Herbert S., 2021
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Bereits vor der Corona-Krise hat uns ein zweiteiliger Bericht über die Steiermark angeregt, eine Reise dorthihn zu planen. Die Durchführung konnte aber erst nach erfolgter Doppelimpfung und Öffnung Österreichs in die Tat umgesetzt werden. Außerdem nutzen wir die Gelegenheit alte Freunde im Süden zu besuchen
Details:
Aufbruch: 23.07.2021
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 06.08.2021
Reiseziele: Deutschland
Österreich
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 18 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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