Indien...und dann?

Reisezeit: August 2010 - Mai 2011  |  von André Hellberg

Rishikesh: Phool Chatti Ashram die Zweite

Nach insgesamt 2 Wochen jeweils drei Stunden Yoga am Tag laufe ich wie ein Cowboy, da mir die Beine noch immer Schmerzen. Keine Spur von Gewoehnung, wie mir von Lalita-Ji versprochen wurde. Lalita-Ji ist die Chefin und Lehrerin des Ashrams. Dann gibt es noch Randy-Ji. Wobei das "Ji" jeweils eine Respektformel ist. Sie wird landesweit genutzt. Somit war ich dann auch Andre-Ji. Suess!
Randy ist Amerikaner und lebt 6 Monate des Jahres in Indien. Die andere Haelfte in Kalifornia. Randy-JI natuerlich. Entschuldigung. Er ist fuer den Meditationswalk und Erklaerungen aller Art zustaendig. Lalita-Ji macht die Yoga-Stunden und ist bei dem Rest stets dabei.

Am letzten Tag des Kurses haelt Lalita-Ji noch stolz ihre DVD in die Luft. 2 DVDs mit jeweils zwei Stunden Hatha und Ashtanga-Yoga. Das ganze mit Lalita-Ji. Kaueflich zu erwerben an der Rezeption. Den Topf zum Nase reinigen gibt es natuerlich auch.

Zwischen den Kursen hatte ich ein paar Tage "Freizeit". Jaaa, das Travellerleben ist schon hart.
Die habe ich ebenfalls mit Yoga, Meditation, baden im Ganges und faul in der Sonne liegen verbracht.
Es ist schoen festzustellen, dass man garnicht soviel braucht. Regelmaessiges Essen, ein wenig Sport und nette Umgebung. Bei allem immer eine Flasche mit gefiltertem Wasser dabei. Und das genuegt. Na ja, fuer ne Zeit. An meinem ersten Tag in Freiheit war ich doch sehr gluecklich ueber den Eisbecher. Der eine regelrechte Geschmacksexplosion in meinem Mund verursacht hat. Nach den ganzen Tagen bei Linsen und Wasser...

Ich komm also voellig relaxt und quasi wie ein neuer Mensch aus dem Ashram. Mit soooo viel Energie. Die mir in Anbetracht der Bettler und Schlepper in Rishikesh, die sofort auf uns losgehen, nachdem wir den Jeep verlassen haben, droht wieder abhanden zu gehen. Da die anderen aus dem Kurs zum Teil ihre Reiserucksaecke dabei haben, will uns natuerlich jeder in sein Guesthouse ziehen.

Ich selbst bleibe noch zwei oder drei Naechte im Ashram.
Und nachdem ich dann eine Pasta Arrabiata und spaeter den Eisbecher auf dem Tisch hab, ist wieder alles gut.

Ich kann diesen Ashram wirklich empfehlen. Das Programm ist ausgewogen. Die Raume sind richtig huebsch. Das Essen ist koestlich.

Ueberhaupt bin ich schon wieder restlos begeistert von diesem Land. Ich mein, hier gibt es alles. Diese Gegensaetze sind der Hammer: Berge, Wueste, Wald, warm, kalt, suess, bitter, arm, reich, modern, alt, schoen, haesslich, duften, stinken, hart, weich, laut, leise, entspannend, anstrengend. Das macht dieses Land so wunderbar...

© André Hellberg, 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nachdem ich nun drei Jahre auf den August 2010 gewartet habe um mein freies Jahr zu beginnen, bin ich jetzt langsam richtig heiß drauf. Ich werde von Hamburg über Moskau nach Delhi fliegen und dort früh morgens ankommen. Von dort soll es erstmal ´gen Norden, in den Himalaya gehen. Dann wieder ´gen Süden, dann ´gen Osten, ´gen Süden, und noch weiter und weiter... und letztlich kommt eh alles anders als gedacht... Indien, ich komme...
Details:
Aufbruch: 05.08.2010
Dauer: 9 Monate
Heimkehr: Mai 2011
Reiseziele: Indien
Malaysia
Thailand
Der Autor
 
André Hellberg berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.