Asien-City-Trip-2011

Reisezeit: August / September 2011  |  von Andy S.

Saigon - 26.08.2011

So der 2. ganze Tag in Saigon began erstmal mit nem kleinen Schock, das Internet ging nimmer. Ich hab das Netz zwar "gesehen" aber konnte mich net verbinden, auch net nach mehrmaligem Restart meines Netbooks bzw akt/deakt der Schnittstelle. Naja ich dacht mir nachmittags wirds scho gehn - ich lag mal wieder falsch.
Egal erstmal gings nach dem Frühstück, ich hatte bis etz jeden Tag Melone, daran könnt ich mich gewöhnen los Richtung Wiedervereinignungspalast. Auf dem Weg dahin wollt ich noch den hinduistischen Mariamman Tempel mitnehmen, den ich gestern doch glatt vergessen hatte.

Der Tempel von außen...

Der Tempel von außen...

...und von innen

...und von innen

Danach wollt ich durch den Cong-Vien-Van-Hoa-Park, man die Namen sind echt ätzend zu schreiben, zum Wiedervereinigungspalast gehen. Dabei wurde ich mal wieder angesprochen, diesmal von einem ganz gut englisch sprechenden Paar aus Bali. Sie hat mich zuerst angeredet und nach dem Weg zum Ben-Thanh-Markt gefragt, da sie gedacht hat ich sprech bestimmt besser englisch als die Vietnamesen. Aber dann gings los sie haben gemeint daß wir uns mal auf eine Bank setzen, OK hab mir gedacht mach ich mit, mit euch zwei Zwergen werd ich locker fertig. Dann haben sie das Übliche blabla, wo kommst du her, was machst du - ah Germany, Munich, Berlin... Sie haben dann gemeint, daß von ihm die Schwester bald nach Deutschland geht um dort ne zeitlang zu arbeiten und ob ich später net Zeit und Lust hät mit zum Lunch zu gehn um der Schwester Infos über Deutschland zu geben. Ah Alarmglocken, klar ich geh mit denen irgendwohin zum Lunch und zahl dann am Ende ne Rechnung von mehreren Millionen, Leute da müßt ihr euch nen anderen Deppen suchen! Naja ich hab gemeint, es is mein letzter Tag und ich will noch so viel sehn, da kann ich leider net mit zum Essen auch wenn ich natürlich gern wollen würde Irgendwann haben sie aufgegeben und ich bin zum Palast gegangen. Dort hat mich ein Mofatyp angelabert, er fährt mich wohin, der Palast ist geschlossen. Ich hab ihn halb ausgelacht bin aufs Gelände gegangen, sagt der Wachmann is geschlossen, Mittagspause - als ich wieder raus bin hab ich den Mofatypen net angeschaut, der hat sich bestimmt einen abgelacht.
Also bin ich gleich Richtung Cholon, so heißt das Chinesenviertel in Saigon gelaufen. Dies war gut 3-4 km vom Zentrum, dem Bezirk 1 in dem ich bis etz nur unterwegs war entfernt. Der Weg ging an einer großen Straße entlang und ich hab im Laufe des Weges beschlossen, zurück ein Taxi zu nehmen. Laufen wär zwar besser für die Figur gewesen, aber für die Gesundheit ist dann fahren doch besser, zumindest einige Abgase weniger.

Eine "kleine" Kreuzung in Saigon auf dem Weg nach Cholon

Eine "kleine" Kreuzung in Saigon auf dem Weg nach Cholon

Wiedermal ne schöne unbekannte Kirche auf dem Weg, es gibt hier doch mehr Kirchen als gedacht, aber die Franzosen waren ja mal hier...

Wiedermal ne schöne unbekannte Kirche auf dem Weg, es gibt hier doch mehr Kirchen als gedacht, aber die Franzosen waren ja mal hier...

Fast hät ichs vergessen, kurz vor der Kreuzung oben bin ich von einem älteren Mann aus Bali angesprochen worden, der mir sagte daß seine Tochter bald nach Deutschland zum Arbeiten kommen wird und ob ich net Zeit hät mit zum Lunch zu gehn, dann kann sie sich weng Infos von mir holen - na die Geschichte kommt einem doch irgendwie bekannt vor nur am bescheißen die Asiaten...
Naja nach einem langen wie immer schwitzigem Marsch nach Cholon bin ich dann auch endlich angekommen und gleich mal an der ersten Pagode vorbeigelaufen, die sind aber manchmal echt unauffällig oder außenrum scho so verbaut worden, daß man sie net sofort sieht. Deswegen war ich zuerst bei der Tam-Son-Hoi-Quan-Pagode. Achja auf dem Weg dorthin hab ich nur einmal kurz Touris gesehen, erst in Cholon sind mir dann mal wieder ein paar mehr über den Weg gelaufen.

Die Tam-Son-Hoi-Quan-Pagode von außen

Die Tam-Son-Hoi-Quan-Pagode von außen

Und ein Eindruck von innen

Und ein Eindruck von innen

Nach einem kurzen Blick auf die Karte hab ich eben bei dieser Pagode gemerkt, daß ich scho an der Thien-Hau-Pagode vorbei bin, also die paar Meter zurück und eine kleine Pause in der Pagode im Schatten gemacht.

Die Thien-Hau-Pagode von außen

Die Thien-Hau-Pagode von außen

Und auch hier ein Eindruck von innen

Und auch hier ein Eindruck von innen

Weiter gings zum dem Gebiet in Cholon, wo die traditionellen Kräuterläden der Chinesen liegen, dies hat man nach ein paar Metern dort auch scho gerochen. Echt der Wahnsinn, da sind Düfte dabei gewesen die ich noch nie gerochen hab, aber ich hab etz auch keinen wirklich Schlechten erlebt. Hat sich echt gelohnt dorthin zu gehn.

In jedem Sack ein anderes Gewürz...

In jedem Sack ein anderes Gewürz...

Der nächste Stop auf meiner Cholon-Pagoden-Runde war die Ong-Bon-Pagode, neben der gleich eine Schule war, was man an der Lautstärke gut hören konnte.

Die Ong-Bon-Pagode

Die Ong-Bon-Pagode

Eine Glocke im Inneren der Ong-Bon-Pagode

Eine Glocke im Inneren der Ong-Bon-Pagode

Es gab auch in Cholon eine schöne kleine Kirche, die Cha-Tam-Kirche, die der westlichste und auch mein Umkehrpunkt in Cholon war. Sie war sogar offen und ich bin kurz rein um anzukühlen, aber es war drinnen net wirklich kühler als außen.

Die Cha-Tam-Kirche

Die Cha-Tam-Kirche

Nach dieser Kirche mußte aber mal wieder ne Pagode kommen, keine Angst es is die Vorletzte. Ich hatte dann auch irgendwann keinen Bock mehr, denn es hätte noch mehr gegeben. Das is der Vorteil alleine bzw individuell zu reisen, du kannst mal spontan was weglassen oder mehr machen.

Die Ha-Chuong-Hoi-Quan-Pagode

Die Ha-Chuong-Hoi-Quan-Pagode

Na wo is dies? Natürlich in der Pagode

Na wo is dies? Natürlich in der Pagode

Die letzte war die Phuoc-An-Hoi-Quan-Pagode, die auch scho an der großen Hauptstraße lag an der ich mir ein Taxi nehmen wollte.

Der Eingang der Phuoc-An-Hoi-Quan-Pagode

Der Eingang der Phuoc-An-Hoi-Quan-Pagode

Und das letzte Mal aus dem Inneren einer Pagode in Saigon

Und das letzte Mal aus dem Inneren einer Pagode in Saigon

Ich bin dann ein Stückchen die Straße entlang zu dem Punkt wo ich vorhin scho einige Taxen stehen hab sehen und hab mit Hilfe des LP und der Adresse die bei bestimmten Sehenswürdigkeiten steht, ich wollte zur Notre-Dame-Kathedrale, versucht dem Fahrer klar zu machen wohin ich will. Der hat aber nix verstanden und mich an einen Taxistand gleich daneben verwiesen, da hat mich wenigstens einer verstanden und seinem Kollegen gesagt wohin er mich fahren soll. Hat auch wunderbar geklappt und tat meinen Beinen gut, wobei mein linkes Bein seit mittags komisch schmerzt, hat ich noch nie, naja morgen wirds ja weng geschont. An der Kirche angekommen bin ich sofort ins Einkaufszentrum in dem ich gestern scho war um wiedermal aufs Klo zu gehen und was zu essen, diesesmal Pizza Hut. Das war dringend nötig, denn der Hunger war groß. Danach bin ich die paar Meter zum Wiedervereinigungspalast gelaufen um diesen noch zu besichtigen bevor er nachmittags endgültig für den Tag zu macht. Von der Einrichtung innen merkt man daß sie seit damals alles so gelassen haben, denn modern is was anderes

Der Wiedervereinigungspalast

Der Wiedervereinigungspalast

Alt aber ganz schick

Alt aber ganz schick

Es gab sogar ein Kino

Es gab sogar ein Kino

Nach dem Rundgang durch den Palast war dringend eine Pause im Hotel nötig in der ich Rechtschreibfehler beheben wollte und schon mal den Bericht für heute beginnen wollte, falls das Internet wieder geht. Es ging natürlich net, also bin ich mal runter zur Rezeption. Sie hat gemeint ich soll mal jetzt das Netzwerk an der Rezeption versuchen, da konnt ich mich verbinden. Gut bin ich erstmal dort auf dem Sessel in der Ecke geblieben. Aber das Netz war mal da und dann wieder net, ich konnt also net gut arbeiten. Nach einiger Zeit ist dann ein Japaner mit seinem Laptop gekommen und hat denen auch klar gemacht, daß WLAN nimmer auf seinem Zimmer geht, also der letzte Punkt, daß sie am besten mal ihren Router neustarten. Naja der "Spezialist" von denen hat gemeint er kommt zu mir aufs Zimmer und schaut es sich mal an. Er kam dann und hat weng rumgespielt, ich hab ihm nochmal gesagt, daß ich des scho alles gemacht hab und auch meinen Rechner mehrmals neugestartet hab. Dann meinte er ich soll neustarten und er telefonierte mit jemanden. Nach dem Neustart gings dann auf einmal wieder und ich fragte was sie gemacht haben, er meinte Router neugestartet...
Naja richtig anfangen brauchte ich da nimmer, da es scho kurz nach sechs war und ich heut eher los wollte, da ich ja pünktlich ins Bett muß, mein Flug geht recht früh morgen. Also hab ich nur Rechtschreibfehler behoben und bin dann losgelaufen, wie gestern Richtung Rex Hotel. Denn daneben sind das Caravelle Hotel mit der ersten Roofbar in Saigon und das Sheraton mit der höchsten im 23. Stock. Beide wollte ich besuchen und in einer auch was essen. Zuerst bin ich ins Caravelle Hotel in die "Saigon, Saigon Bar". Auf dem Weg dahin hats scho leicht getröpfelt, aber ich konnte mich noch weng raussetzen, für 3 Minuten.

Caravelle Hotel

Caravelle Hotel

Meine Sicht für 3 Minuten

Meine Sicht für 3 Minuten

Dann kam der Regen, und was für einer, es hat ewig geschüttet, so daß ich schnell meinen Plan aufgeben mußte noch weiter ins Sheraton zu ziehen. Es gab ein heftiges Gewitter, wobei bei einem Donner echt alle zusammengezuckt sind, sowas hab ich noch nie gehört. Naja ich bin dann auf einen Tisch ins Innere gewandert und hab nach einem "Saigon, Saigon" erstmal ein Siagon Bier bestellt und auch was zum Essen, einen Teller mit verschiedenen vietnamesischen Spezialitäten, fragt mich etz aber nimmer wie die hießen, waren auf jeden Fall lecker.

Mein letztes Essen in Saigon

Mein letztes Essen in Saigon

Ich wurde von der find ich hübschesten Bedienung bedient, die nebenbei auch, ich sag mal sehr knackig war Nach einiger Zeit ist ein "Weißer" aufgetaucht, der auch dort arbeitete, er kam da noch net viel los war weng zu mir und hat mich angeredet. Man hat der schnell gesprochen und mit so einem starken britischen Akzent. Seinen Namen hab ich wieder vergessen, kann mir schlecht Namen merken, auf jeden Fall is er halb Brite halb Neuseeländer und arbeitet noch für 2 Monate dort. Mit ihm hab ich mich weng unterhalten, wobei ich ihn immerwieder bitten mußte sich zu wiederholen, des war mir zu schnell wie der redete. Er kam immerwieder mal her zu mir, am Schluß weniger, denn da war dann einiges los.

Die Bar mit der ganz netten Bedienung links, mit dem teilweise schulterfreiem Oberteil, was ihr ganz gut stand

Die Bar mit der ganz netten Bedienung links, mit dem teilweise schulterfreiem Oberteil, was ihr ganz gut stand

Der halbe Neuseeländer (im schwarzem Hemd) und dahinter die Band, die so ab neun spielte

Der halbe Neuseeländer (im schwarzem Hemd) und dahinter die Band, die so ab neun spielte

Wie gesagt so ab neun spielte eine Salsa-Band, zu der auch eine ganz nette Blondine gehörte...
Ich hab mir gedacht, da Freitag is wär ein Wodka-Bull net schlecht und hab gefragt obs möglich is, mußte eigentlich, denn Wodka hatten sie und sie haben Jägermeister-Bull in der Karte. Hab es dann mit dem halben Neuseeländer und meiner Bedienung klar gemacht, ich muß nur den Preis für den Wodka zahlen.

So hab ich noch nie Wodka-Bull bekommen.

So hab ich noch nie Wodka-Bull bekommen.

Naja richtig viel Wodka wars net, die Cocktails sind hier allgemein net so stark. Der Cosmopolitan den ich hatte war es auch net, außerdem war der net so gut. (den mach ich evtl auch auf meiner Caipiparty...)
Naja jedenfalls bin ich dann so um zehn gegangen, war echt ein schöner Abend in der Bar und ich hab net die Fuffis in den Club geschmissen, sondern einfach mal ne Million
Hab mich dann vom Taxi zum Hotel fahren lassen, es regnete immernoch. Dort bin ich noch kurz zum 24h Markt und hab Wasser und weng was zu essen gekauft, diesmal kein Snickers.
Die wichtigsten Sachen für Kuala Lumpur sind rausgelegt und morgen gehts zeitig los. Endlich werd ich die Petronas Towers sehen, ich kanns kaum erwarten!!

© Andy S., 2011
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Die Reise
 
Worum geht's?:
2011 mache ich eine reine Städtetour durch Südostasien. Wer Lust hat mitzulesen ist gern eingeladen, darf aber keine schriftstellerische Meisterleistungen erwarten :) Dies war ein Livebericht.
Details:
Aufbruch: 20.08.2011
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 08.09.2011
Reiseziele: Vietnam
Malaysia
Singapur
Thailand
Der Autor
 
Andy S. berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
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