Ans andere Ende der Welt: Denise erfüllt sich Ihren Traum... AUSTRALIEN!!!

Reisezeit: Mai - September 2009  |  von Dienice Denise

Weiter gehts...Richtung Sonne,Richtung Waerme: Rockhampton, die Rinderstadt.

350 km (Luftlinie, nicht vergessen, dass der Greyhound Leute in jedem Kaff aufsammelt bzw. absetzt) und 7 Stunden spaeter (ich betone: meine erste Nacht im Bus!!!) bin ich morgens gegen 7 Uhr puenktlich zu den ersten Sonnenstrahlen

in "Rocky" angekommen. Mark hat mir empfohlen, einfach an Rockhampton vorbeizufahren, da es eine haessliche Stadt sei. Die Erfahrung wollte ich aber lieber selbst machen, denn Rocky gilt als:

Da ich um diese Uhrzeit natuerlich noch nicht in mein Zimmer einchecken konnte, habe ich erst einmal vsersucht, meinen voellig durchgefrorenen - ich moechte fast sagen steifen- Koerper mit Tee aufzuheizen. Als dies weder Wirkung zeigte, noch danach mein Zimmer bezugsfertig war, habe ich mich entschieden, mich ein wenig in der Stadt umzusehen und mich mit einem morgenlichen Walk durch die Sonne aufzuwaermen.

Zu dieser Zeit war noch nicht viel los und so konnte ich unbehelligt durch die Stadt schlendern. Eine Stadt, die nach spontaner Einschaetzung, tatsaechlich nicht viel mehr zu bieten hat, als an jeder Ecke ein anderes Angebot fuer Yammi-Steaks und eine Menge Hinweise darauf, die Rinder-Hauptstadt zu sein.

Zugegeben, ein paar huebsche Queenslander Gebaeude gab es aber auch.

Nach einem Blick in meinen Lonely Planet, habe ihc mich ueberzeugen lassen, das Cultural Centre zu besichtigen. So viel hatte ich von den Ureinwohnern noch nicht mitbekommen, warum also nicht eine Fuehrung durch das Kulturzentrum, dass ueber die Aborigines informiert.
Eine lohnende Idee, wenn ich auch 55 Minuten auf den naechsten Bus warten musste. Vielleicht vermittelt das einen Eindruck ueber "groessere" STaedte in Australien. Keinesfalls mit Deutschland zu vergleichen. Die Staedte sehen aufgrund der flachen Bauweise aus, wie Urlaubsdoerfer, sind aber sehr weitlaeufig. Rocky hat 60.000 Einwohner, dennoch faehrt der Bus nur 1x pro Stunde und auch nur bis 23 Uhr abends... Also da ist Leverkusen ja fortschrittlicher *grins*
Nach meiner " ANreise" kam ich aber wenigstens puenktlich zur guided tour, die im Eintrittspreis inbegriffen war. Viel (aber laengst nicht genug) ueber Aborigines erfahren

und das Beste: sogar einen Aborigine kennengelernt.

Der Knaller ist aber, dass der gerade aus Hervey Bay angereist ist. Seine Familie hat ein Aboriginescamp auf Fraser Island. To make a long story short: er hat mich zu einem Aboriginesabend eingeladen, wenn ich zurueck in Hervey Bay bin. Na, nun lasst mal die Pferde im Dorf. Natuerlich gilt die Einladung fuer Hervey, nicht fuer Fraser
Ausserdem durfte ich mal mein Glueck im Bumerangwerfen versuchen. Hat nur maessig geklappt. Da war eine Mutter mit ihren 3 Kids und bei denen ging es auf Anhieb. *grummel*
Danach ging es zurueck zum Bus. Natuerlich mal wieder knapp verpasst, also 55 Minuten warten. Danach wollte ich den Nachmittag im botanischen Garten bzw. dem daran gekoppelten Zoo ausklingen lassen. Dummerweise musste ich dafuer in einen anderen Bus umsteigen. DAss ich den um einige MInuten verpasst hatte und wie lange ich warten musste, wiederhole ich an dieser Stelle nicht. Knapp 3 Stunden nach der Beendigung der Fuehrung im Cultural Centre war ich also im Zoo angekommen. Rockhampton hin oder her... Aber alleine aufgrund des Cultural Centre und des Zoos (bzw. der Fuetterungen im selbigen) hat es sich mehr als gelohnt. Seht selbst... so nah war ich vorher noch nie an Koalas dran:

und anfassen durfte ich auch mal. Auch wenn das keiner hoeren wil: weich ist anders. Trotzdem sooooo knuffig!

Und eine Fuetterung dieser sonst sehr scheuen Voegel gab es auch:

Und als die Bunten fertig waren, war auch noch etwas fuer die etwas farbloseren Vertreter uebrig.

Aber genug von Tieren. Der eigentliche Besuch *raeusper* galt natuerlich dem botanischen Garten. Zeit war dafuer leider nicht mehr viel - denn der Bus fuhr ja.

Zurueck also mit dem Bus. Guter Plan, aber die Abfahrt des Anschlussbusses konnte ich natuerlich nicht beeinflussen. Richtig geraten: am Busbahnhof angekommen haette ich also (das wievielte Mal an diesem Tag eigentlich?) knapp eine Stunde auf meinen Bus warten muessen. Nicht mit mir. Habe mich also auf mein derzeitig favorisiertes Fortbewegungsmittel, meine Fuesse, verlassen. Dabei ein wenig mit Nadine telefoniert, die sich mit Merret auch derzeit in Rocky aufhaelt und den Nachtbus nehmen wollte. Allerdings den Bus einer anderen Linie, Treffen also leider ausgeschlossen. Sie machte mich aber darauf aufmerksam, dass die Nachtbusse aussgebucht seien. Deshalb habe ich mich danach gesputet, mein Greyhoundticket zu buchen. Dumm gelaufen, denn die Nachtbusse waren allesam ausgebucht. Einige Minuten und Schritte weiter, stand meine Entscheidung...

Mir blieb wohl nichts anderes uebrig, als den einzig noch freien Bus vor dem morgigen Tag zu nehmen: Abfahrt 19 Uhr. Also wurde nichts aus meinem urspruenlichen Plan, einige Stunden in einem Bett zu verbringen, um dann nachts (1 Uhr) weiterzufahren. Stattdessen stand mir meine 2. Nacht in Folge im Bus bevor. Zeit, um im Hostel zu duschen hatte ich aber immerhin noch.
Und kurz bevor ich in den Bus stieg, hat mich noch dieser eklige Kaefer, dessen Groesse ohne den Vergelich mit meinem Fuss wohl nicht so spektakulaer waere, aus der unspektakulaeren Rinderstadt verabschiedet.

© Dienice Denise, 2009
Du bist hier : Startseite Australien & Ozeanien Australien Rockhampton, die Rinderstadt.
Die Reise
 
Worum geht's?:
Hallo meine Lieben. Für alle, die es bereits wissen und alle anderen: mitten in der Weltwirtschaftskrise habe ich meinen Job geschmissen, um ans andere Ende der Welt zu reisen un mir meinen lang ersehnten Traum, von dem ich seit sicher 10 Jahren sprechen, zu erfüllen: ein paar Monate durch Australien zu reisen und dort zu arbeiten. Am 1.5 gehts los. Über HongKong nach Australien. Die Spannung steigt...
Details:
Aufbruch: 01.05.2009
Dauer: 4 Monate
Heimkehr: 01.09.2009
Reiseziele: Australien
Hongkong
Der Autor
 
Dienice Denise berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.