2026 - Tansania und Sansibar & Helfen und Reisen
O8.02.2026 - Wochenende
Samstag
Im Baby Haus gibt es kein Wochenende. Die Kinder müssen schließlich 24/7 betreut werden. Somit machen auch wir uns auf den Weg. Heute wollen wir allerdings nur bis Mittag bleiben. Da wir morgen die gesamte Tag Schicht im Baby Haus sein werden, gönnen wir uns heute eine kleine Auszeit.
Mount Meru Lodge
Diese Lodge gibt es schon seit 1959. Ein guter Ort zum Entspannen und ein gutes Essen zu genießen. Unter den riesigen Bäumen lässt sich die Hitze gut aushalten.
Gewitter
Die Luft ist drückend und es zieht ein Gewitter auf. Somit machen wir uns auf den Heimweg mit Zwischenstopp auf dem Markt von Usa River. Ich will noch 10kg Porridge besorgen. Das werde ich am Montag mit in das Day Care von Madame Tina nehmen.
Als wir im Homestay ankommen, öffnet sich das Himmelstor und es schüttet wie aus Kübeln. Das haben wir haarscharf abgepasst. Es regnet die ganze Nacht. Ich bin schon gespannt, in welchem Zustand morgen die Straßen sind.
Sonntag
Nach einem guten Frühstück im Homestay bestehend aus Eierkuchen und Früchten machen wir uns zu Fuß auf den Weg.
Die Kirchen, die neu gebaut werden sind stets monströse Bauten. Die Gelder werden durch Kollekte zusammen getragen. Ich finde es unpassend, daß inmitten großer Armut solche Gotteshäuser errichtet werden.
Sonntags hört man den ganzen Tag die Gebete. In vielen Kirchen werden die Gebete regelrecht gebrüllt. Das geschieht auch dann, wenn nur wenige Gläubige anwesend sind.
Heute haben nur drei Frauen Schicht. Mit uns sind wir somit fünf. Das ist nicht viel für 20 kleine Kinder. Das bedeutet Füttern, Wickeln, Wäsche, Baden, Spielen, Trösten im Dauereinsatz. Ich kann euch sagen, da weiß man was man am Ende der Schicht geleistet hat. Während wir anschließend im Homestay die Füße hochlegen, wartet für die Nannys noch die Versorgung der eigenen Familie. Ich ziehe jeden Tag aufs Neue den Hut vor diesen Frauen! Denn sie haben keine technischen Hilfsmittel wie Waschmaschine, Spülmaschine und Herd. Sie kochen über dem offenen Feuer und auch der Rest ist Handarbeit.
Wir haben ein paar Kekse und Cappuccino mitgebracht. Damit haben wir den Nannys eine große Freude bereitet, denn das können Sie sich nicht leisten.
Als wir gegen 16:30Uhr den Heimweg antreten sind wir geschafft und glücklich. Die Zeit mit den Kindern ist sehr erfüllend! Wir gehen noch bei Franziska's Shop vorbei um 50 Schulhefte abzuholen, die hatte ich zuvor bei ihr bestellt und morgen nehme ich sie mit zu Tina.
Der Tag klingt mit einem abendlichen Konzert aus. Ein Exemplar der Musikanten hatte sich auf meine kleine Terrasse verirrt.
| Aufbruch: | 20.01.2026 |
| Dauer: | 7 Wochen |
| Heimkehr: | 10.03.2026 |
Live-Reisebericht: