2026 - Tansania und Sansibar & Helfen und Reisen
24.03.2026 - Krank im fremden Land
Regen und nochmals Regen
Es prasselt die ganzen Nächte durch und auch tagsüber gibt es immer wieder heftige Regenschauer. Morgens ist oft der ganze Innenhof vom Homestay unter Wasser. Doch zum Glück sickert es auch recht schnell ins Erdreich ein.
Während ich über die Anschaffung von Gummistiefel nachdenke, sind viele Einheimische in ihren Latschen unterwegs.
Wasserproblem
Ich hatte bereits über das Wassrtproblem im Baby Haus berichtet. Das konnte behoben werden. Unsere Freiwillige Laura hat die neue Pumpe finanziert.
Besuch aus Deutschland
Am Sonntag hatten wir Besuch aus Deutschland im Baby Haus. Ich kannte Katrin bisher nur vom Telefon. Katrin hat mit weiteren Mitgliedern den neuen Verein LELA gegründet. Sie wollen mit dem Verein ebenfalls in Tansania helfen. Heute haben sie das Baby Haus besucht, weil sie sich auch für die Hilfseinrichtungen von Child First Initiative interessieren.
Wir haben ein paar schöne gemeinsame Stunden verbracht und bleiben sicher im Kontakt.
Amayra
Amayra ist 5 Monate alt. Ihre Mutter hat ihr Leben in einem Waisenhaus verbracht nachdem sie beide Eltern verloren hatte. Mit 18Jahren musste sie das Waisenhaus verlassen und das Überleben auf der Straße begann. Sie wurde vergewaltigt und schwanger. Nach der Geburt von Amayra ging der Überlebenskampf weiter. Schließlich hat eine Tante beim Sozialamt um Hilfe gebeten und so kam Amayra schließlich ins Baby Haus.
Ab ins Krankenhaus
Kaum hatte sich der Besuch aus Deutschland verabschiedet, merkte ich ein starkes Unwohlsein. Somit bin ich zurück ins Homestay. Dort verstärkten sich die Symptome Kopf- und Nackenschmerzen, Gliederschmerzen und Magendruck, sowie übergeben. Ich fühlte mich rasend schnell total ausgelaugt. Schließlich haben mich Vumilia und Witness ins Krankenhaus begleitet. Ich kannte das Hospital bereits. Ich hatte eine Freiwillige bereits hierher begleitet. Es ist eine private Einrichtung und der Standard für hiesige Verhältnisse gut. Nach einer Untersuchung einschließlich Blutbild, hieß es es sei ein bakterieller Infekt. Da es mir nicht gut ging, bekam ich eine Infusion. Das war für mich eine Tortour. Die Ärztin war total einfühlsam und merkte meine Anspannung. Sie sagte, es sei nicht leicht krank im fremden Land zu sein, aber ich könne vertrauen. Aus Spaß sagte sie, daß Vumilia und Witness auch für mich singen könnten, damit ich entspannen kann und schon erklangen ihre wunderschönen Stimmen. Ich war zu Tränen gerührt. Nach gut einer Stunde haben wir das Krankenhaus mit einen Berg an Medikamenten verlassen. Ich kann garnicht glauben, das ich das alles nehmen muss. Aber wo ist die Alternative. Am Montag ging es mir noch richtig schlecht, doch heute bin ich wieder auf dem steigenden Ast.
Ihr kleiner Sohn Emanuel sitzt stundenlang ganz lieb da, plappert vor sich hin und ist total zufrieden.
Bis die Tage
| Aufbruch: | 20.01.2026 |
| Dauer: | 7 Wochen |
| Heimkehr: | 10.03.2026 |