2026 - Tansania und Sansibar & Helfen und Reisen
09.03.2026 - Der letzte Tag im Baby Haus
Abschied
Heute war ein besonderer Tag, es hieß Abschied nehmen von den Menschen im Baby Haus. Mir ist seit gestern ganz flau und es fühlt sich so garnicht richtig an jetzt abzureisen. Dennoch ist der ganze Tagesablauf darauf ausgerichtet. Wir haben für die Angestellten ein besonderes Essen spendiert, d.h. wir haben die Zutaten bezahlt, gekocht haben es die Nanny's. Obwohl es viel Arbeit ist, lieben sie es. Denn Hähnchen, Pilau, Pommes, Salat und eine Limonade sind etwas Besonderes. Außerdem ist heute Zahltag, somit gleich ein doppelter Grund den Tag zu zelebrieren, auch wenn mir nicht so richtig danach ist. In mir wächst der Wunsch, den Rückflug nach hinten zu verschieben. Doch davon wissen, ausser Matthias und Laura nur wenige Personen in der Heimat.
Zeremonie
Dann folgen Reden des Dankes und der Anerkennung. Wir sind ganz gerührt.
Chakula - Essen
Dann gab es endlich etwas zu essen. Doch vorher wurde getanzt, gesungen und ein Gebet gesprochen.
Respekt
Anschließend richte ich ein paar Worte an die Nannys. Meine besondere Anerkennung und Respekt geht an die vier Einheimischen Freiwilligen. Sie arbeiten täglich mit viel Herzblut und Engagement im Baby Haus ohne fest angestellt zu sein und somit auch kein Gehalt bekommen. Da ich die Lebensumstände vieler Familien kenne, weiß ich das zu schätzen. Heute erhalten sie zumindest rund 40€ in der Lohntüte und sind dafür sehr dankbar. Ich erkläre ihnen, das ich mich freuen würde, wenn wir sie eines Tages einstellen können. Das ich aber leider nichts versprechen kann, außer dass ich mich weiter dafür einsetzen werde weitere Sponsoren zu finden, die das möglich machen.
Keiner ahnt mit welchen Gedanken ich mich trage. Da ich nicht weiß, ob es überhaupt noch möglich ist den Flug zu verschieben, hüte ich meine Sehnsucht als ein Geheimnis.
Vorerst letzte Eindrücke
Planänderung
Nachdem wir das Baby Haus verlassen haben, ist für mich klar, das ich zumindest die Flugoptionen prüfen will. Im Homestay setzen wir uns mit einem Cappuccino und dem Laptop raus auf die Terrasse. Schnell steht fest, günstig ist eine Umbuchung nicht. Durch den Krieg im Nahen Osten sind die Flugpreise drastisch gestiegen.
Wobei das angesichts der vielen Toten, der Angst und des Schrecken der dieser Krieg verursacht sicher das allerkleinste Problem ist. Nach einigen Überlegungen und Abwägungen entscheide ich mich schließlich, ich verlängere bis zum 8. April und fühle mich richtig gut mit der Entscheidung.
Es gibt allerdings einen Wermutstropfen, ich muss mich morgen vorerst von Matthias verabschieden Er kann leider nicht verlängern, denn er muss zurück an seinen Arbeitsplatz.
Ich bin schon auf die Gesichter der Nannys gespannt wenn ich am Donnerstag wieder zum Eingangstor herein komme
| Aufbruch: | 20.01.2026 |
| Dauer: | 7 Wochen |
| Heimkehr: | 10.03.2026 |