Farm&Travel in Australien

Reisezeit: November 2006 - Februar 2007  |  von Mirjam & Nico L.

Where the reef meets the rainforest: Fitzroy Island & Great Barrier Reef

Der Ausflug nach Fitzroy Island war für mich das Highland meiner Zeit in Cairns. Diese Insel zog mich völlig in ihren Bann.

Fitzroy Island ist ein steil aufragender Berggipfel, der vor ein paar tausend Jahren durch das Meer vom Festland abgeschnitten wurde.

Die Fahrt von Cairns nach Fitzroy Island dauert etwa fünfundvierzig Minuten. Unterwegs kommt man an einigen kleinen Inseln vorbei

Die Fahrt von Cairns nach Fitzroy Island dauert etwa fünfundvierzig Minuten. Unterwegs kommt man an einigen kleinen Inseln vorbei

Fitzroy Island

Fitzroy Island

Das Café - beinahe das einzige Gebäude auf Fitzroy Island

Das Café - beinahe das einzige Gebäude auf Fitzroy Island

Nachdem wir angelegt hatten, zog es fast alle Touristen sofort zum Schnorcheln und Tauchen. Nur wenige machten sich wie ich ins Innere der Insel auf, um die Natur zu erkunden. Ich wollte mehr vom Regenwald sehen! Zunächst machte ich den "Secret Garden Walk", der sich ca. eine Viertelstunde durch den Wald schlängelte, mitten durch die Bäume und vorbei an vielen großen, grauen Findlingen. Der Weg war wunderschön. Es wimmelte von Echsen, überall sah ich kleine und größere Vertreter dieser Art vorbeihuschen. Manchmal verharrten sie einige Zeit auf einem Felsen, so dass ich sie fasziniert betrachten konnte. Die kleinsten maßen nur zwei Zentimeter, die größeren ca. 40 Zentimeter. Alle paar Schritte begegnete mir so eine Echse! Diese Tiere, die Felsen und dazu das Spiel von Licht und Schatten unter den Bäumen gaben dem Ort tatsächlich etwas Mystisches.

Diese Echse ist ca. einen Meter lang. Sie kroch plötzlich vor mir über den Weg!

Diese Echse ist ca. einen Meter lang. Sie kroch plötzlich vor mir über den Weg!

Diese Wanderung war kürzer, als ich gedacht hatte, und nun machte ich mich auf dem Weg zum Leuchtturm - mit viel Wasser im Gepäck, denn der Weg war mir als sehr anstrengend beschrieben worden. Und er war in der Tat nicht leicht, denn lange Strecken ging es sehr steil bergan und natürlich war es sehr warm. Ich war froh, als ich nach ca. einer Stunde an einem Aussichtspunkt nahe dem Leuchtturm ankam. Und mir stockte der Atem, denn der Ausblick war so wunderschön! In strahlendem Sonnenschein blickte ich weit auf das Meer, sah am Horizont Green Island und andere Inseln, dazu die beinahe unberührte Landschaft von Fitzroy Island.
Ganz hoch zum Gipfel schaffte ich es dann nicht mehr. Es war mittlerweile einfach zu heiß, und so war ich vernünftig und kehrte lieber um.

Nach dieser Wanderung begab ich mich zum wundervollen Strand der Insel, Welcome Bay, der bis auf ein paar Schnorchler menschenleer war.

Der Strand ist mit Korallenskeletten übersät

Der Strand ist mit Korallenskeletten übersät

Am Abend ging es dann wieder mit der Fähre zurück nach Cairns.

***

Am nächsten Tag stand nun ein Trip zum Great Barrier Reef an, das Highlight und Must Do in Cairns, das wohl die Region mehr als alles andere geprägt hat. Denn die meisten Backpacker und Touristen kommen hauptsächlich wegen des Riffs nach Cairns um von hier aus zu Schnorchel- und Tauchtouren aufzubrechen. Natürlich wollte auch ich so eine Tour machen, um dieses Wunderwerk - oder zumindest einen kleinen Teil davon - mit eigenen Augen zu sehen.

Auf diesem Schiff machte ich die Tour zum Riff

Auf diesem Schiff machte ich die Tour zum Riff

Das Great Barrier Reef ist das größte Riff der Welt - und damit auch das größte Lebewesen der Welt und das einzige Lebewesen der Erde, das vom Weltraum aus gesehen werden kann. Es gehört zu den sieben Naturweltwundern.
Das Riff ist weltberühmt und sicherlich eines der wichtigsten Touristenziele Australiens. Das gesamte Gebiet ist ein Marinepark, und zwar der größte der Welt mit 344 000 km2 Der Park steht natürlich auch auf der World Heritage List.
Das Great Barrier Reef besteht aus insgesamt 2900 Einzelriffen und 200 Koralleninseln. Es ist über 2300 km lang, das heißt, es erstreckt sich von Südqueensland bis nach Papua Neuguinea. An der breitesten Stelle ist es 80 km breit. So etwas unbegreiflich Riesiges und Schönes - ich konnte kaum glauben, dass ich es heute sehen würde!
Die Fahrt hinaus zum Riff auf dem schnellen Boot war sehr schön und das Wasser war ganz ruhig.

Das Wasser war so ruhig und klar, dass man Schwärme von Fischen beobachten konnte

Das Wasser war so ruhig und klar, dass man Schwärme von Fischen beobachten konnte

Ich wollte nicht schnorcheln, aber ich machte eine Fahrt mit einem Glasbodenboot. Es war einfach faszinierend, die Korallen und die Unterwasserwelt tatsächlich in Natura zu sehen! Zudem erzählte der Bootsführer allerlei Wissenswertes über die Korallen und man konnte viele Fragen stellen.

Das Glasbodenboot

Das Glasbodenboot

Auf dem Boot

Auf dem Boot

Im Nachhinein hätte ich mir diese Tour sparen können, da ich später bei einem Ausflug zu den Whitsunday Islands noch einmal die Gelegenheit hatte, mit einem Glasbodenboot zu fahren, wo die Korallen viel schöner waren und wo ich auch bessere Fotos schoss. Trotzdem war auch diese Fahrt sehr schön!

© Mirjam & Nico L., 2007
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Während meiner ersten Australienreise arbeitete ich auf verschiedenen Farmen im Outback von Queensland und reiste an der Ostküste entlang von Cairns nach Sydney.
Details:
Aufbruch: 07.11.2006
Dauer: 3 Monate
Heimkehr: 07.02.2007
Reiseziele: Australien
Der Autor
 
Mirjam & Nico L. berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.
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