Thailand for beginner

Reisezeit: Dezember 2006 - Februar 2007  |  von Peter Schottka

Bangkok zum dritten

21.12.2006
Elisabeth berichtet:
8.20 Abfahrt zur Stadtrundfahrt. Gleich im Bus begann der Aerger, die Leute waren erbost, dass nun eine halbe Stunde auf ein paar junge deutsche Mitreisende gewartet werden musste. Mann wollte die Reise stornieren, raet der Reiseleiterin, sich doch gegen Maenner durchzusetzen und pocht auf sofortiger Abreise des Busses. Endlich kamen sie, die vier Burschen, noch sichtlich von der Nacht, vermutlich in Pat Pong, gezeichnet. Wir lachen und fragen die Leute, wie lange sie in Thailand seien, ob soeben angekommen? Spaetestens nach ein paar Tagen legt sich das, versichern wir. Es muss nicht alles perfekt sein, mai pen rai, sagt der Thai, das macht doch nichts. Und durch nichts sind sie in Ihrer Liebenswuerdigkeit zu erschuettern.
Nur mit dem Koenig und seiner Familie und der Religion / da hoert die Toleranz auf. Da ist Achtsamkeit und Respekt angesagt, versteht sich von selbst. Wir erfahren im Laufe des Tages, dass der Koenig wie ein Gott verehrt, als die Inkarnation Vishnus.
Zuerst sehen wir den Golden Buddha, Wat Traimitr, was bedeutet 5 Tonnen reines Gold, zu einem wunderschoenen Buddha geformt. Dieser Buddha war in Gips verhuellt gewesen, durch Zufall ist das pure Gold entdeckt worden.
Danach steht der liegende Buddha auf dem Programm. Er ist im Wat Po, dem aeltestens Kloster in Bangkoks. Das Liegen symbolisiert den Prozess des Sterbens, dem Eingang in das Nirvana, also wenn der Buddha aus dem Kreis des Lebens aussteigen kann.
Auf den Fuss-Sohlen sind aus Perlmutt 108 Glueckszeichen dargestellt. 4 Grosse goldene Chedis stehen im Kloster, die Grabmaeler der ersten 4 Chakri Koenige. Die Toten werden verbrannt, ein Teil Asche kommt in das Wasser, ein Teil wird unter dem Chedi ( auch Stupa oder Pagode genannt )vergraben.

Ein Moench dort wuenscht uns immer und immer wieder ein langes Leben und viel Glueck und alle aus der Gruppe bekommen Gluecksbaender von ihm. Er testet seine Englisch-Kenntisse an uns.Er konnte sogar ein paar Brocken Deutsch. Wir das spaerliche Thai und freuen uns maechtig an seinem Lob.
Wir als Frauen aber duerfen ihm nicht in die Augen sehen, wir koennten ihn als Moench auf dumme Gedanken bringen.
Man darf sich auf nicht neben einen Moench setzen. Dies duerfen nur Maenner. Diese Regeln werden im Alltag wie selbstverstaendlich respektiert.
Wat Benjamobophit mit 51 stehenden Buddhas sehen wir als naechstes. Wer die Renovierung zahlt, bekommt eine Marmortafel hinter den Buddha und darf auch seine Asche dorthin stellen. Es ist im Buddhismus auch erlaubt, die Asche der Toten bei sich zuhause aufzubewahren.
Dann der Tempel des Smaragdbuddhas im koeniglichen Palast. Nur ca 70 Zentimeter gross ist er das hoechste Heiligtum im Thai Buddhismus. 3 x im Jahr wird er vom Koenig persoenlich jahreszeitgemaess eingekleidet. Er ist aus Jade, kam hinter Gips beim Transport zum Vorschein. Es gibt viele Geschichten ueber ihn.Erst glaubte man, er sei aus Smaragd, ist aber dunkelgruene Jade. Dies gab ihm den Namen.
Der koenigliche Palast ist unglaublich prachtvoll, die ersten 4 Koenige der Chakri Dynastie haben darin gewohnt.
Er wird von Soldaten bewacht. Die Besucher werden auf Ihre ordentliche Kleidung hin ueberprueft.
In der kuenstlerischen Darstellung findet man Symbole aus der indischen, chinesischen und thailaendischen Religion.Alles existiert friedlich und tolerant nebeneinander.

Abschluss bildet ein Mittagessen am Fluss,eine typische Abspeisung fuer Farangs, die Bezeichnung fuer Touris.
Nach einer Pause dann weiter auf dem Fluss mit einem Langschwanzboot in die Khlongs, die Wasserstrassen Bangkoks, die dieser Stadt auch den Naman Venedig Asiens gegeben haben.

Auf diesen Wasserstrassen fand frueher ein reges Handelswesen per Boot statt.

Entlang der Khlongs sahen wir malerische und verfallene Holzhaeuser, dazwischen aber supermoderne Bauten und Riesenhotels. Wunderbare Kontraste. Die koeniglichen Barken sieht man ebenso.

Umgestieg auf eine Reisbarke. Ein Bueffet mit koestlichen Fruechten stand fuer uns bereit, dann noch Mai Tai, nach Belieben. Das war der stilvolle Ausklang eines ereignisvollen Tages.

Den Rest des Abends verbrachten wir im Hotel.

Buchten wir fuer den 26.12.den Weiterflug nach Krabi, nicht ohne Preisvergleiche anzustellen, und konnten diesen dann fuer 38 Euro pro Person krigen. Dann der Versuch, Dietmar und Elke anzurufen. Scheiterte klaeglich! Ach ist das alles aufregend.

Goldener Buddha

Goldener Buddha

Fusssohlen des liegenden Buddha

Fusssohlen des liegenden Buddha

Soldaten im Koeniglichem Palast

Soldaten im Koeniglichem Palast

daemonische Tempelwaechter

daemonische Tempelwaechter

An den Khlongs

An den Khlongs

Tante Emma-Laden auf Thai

Tante Emma-Laden auf Thai

Boot auf dem Khlong

Boot auf dem Khlong

Auf der Reisbarke

Auf der Reisbarke

© Peter Schottka, 2006
Du bist hier : Startseite Asien Thailand Bangkok zum dritten
Die Reise
 
Worum geht's?:
Es ist soweit.Nachdem uns der Tsunami die erste Planung zunichte gemacht hat. Als Einstieg haben wir ,meine Freundin Elisabeth und ich,über Meiers Weltreisen eine Rundreise gebucht die uns bis Chiang Rai führt.Im Anschluß bleiben wir über die Weihnachtsfeiertage in Bangkok.Am 26.Dezember fliegen wir weiter nach Krabi.Von dort aus wollen wir bis zum 10.Februar 2007 einen Teil von Thailand kennenlernen.
Details:
Aufbruch: 11.12.2006
Dauer: 9 Wochen
Heimkehr: 11.02.2007
Reiseziele: Thailand
Der Autor
 
Peter Schottka berichtet seit 17 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors