Vier Wochen Thailand

Reisezeit: September / Oktober 2005  |  von Andreas G

20. Tag: Noch ein Kloster und Shoppen

Nachdem uns der Wecker wieder frueh geweckt hatte und wir durchs Fruehstueck gestaerkt aufbruchsbereit waren stand auch schon unser TukTuk-Fahrer vor dem Hotel. Chrissi hat noch schnell den Preis fuer die Fahrt zum Handicraft Market von 60 auf 80 Baht runtergehandelt und dann gings auch schon los. Eigentlich dachten wir, dass er uns nur hinbringt und dann irgendwann wieder abholt. Doch an unserem ersten Stop, einer Seidenweberei, macht er keine Anstalten wieder zu fahren. Er meinte, dass er wartet bis wir fertig sind und derweil sein TukTuk putzen kann. Der Handicraft-Market war eigentlich gar kein Markt, sondern eher eine Strasse, wo sich verschiedene Handwerksbetriebe aneinanderreihten. Auf jeden Fall war die entlang und so waren wir unserem "Chauffeur" sehr dankbar, dass er uns von Laden zu Laden bringen wuerde.
So sind wir dann rein in die Weberei, wo wir gleich von einer netten Dame empfangen wurden, die uns dann wie im Museum herumfuehrte und die einzelnen Produktionsschritte von Seige erklaerte (von der Raupe bis zum fertigen Stoff). Das dauerte ungefaehr 5 Minuten und danach gings nach nebenan in einen grossen Verkaufsraum, wo der fertige Stoff fuer Anzuege, aber auch Kravaten, Tuecher und andere Seidestuecke verkauft wurden. Chrissi hat sich nen Schal mitgenommen (fuer 8 Euro), ich hab leider nichts gefunden, was ich gebrauchen koennte. Danach gings wieder nach draussen ins frisch glaenzende TukTuk, weiter zur Bambuswerkstatt .
Dort wurde uns gezeigt, wie aus Bambus schoene Figuren, verziehrt mit Gold und Bildern (alles Handarbeit, haben wir Live gesehen) hergestellt werden. Danach gings wieder in einen riesigen Verkaufsraum, wo es 1000 Sachen gab, die man sich irgendwo hinstellt, weils schoen ausschaut. Doch Aufgrund des Gepaeckproblems haben wir uns entschlossen mit dem Einkaufen von grossen Teilen bis Bangkok zu warten. Also gings ohne Errungenschaft wieder nach draussen und weiter zum Juwelier.

Gems Jewelry ist laut dem Laden selbst das groesste Juweliergeschaeft der Welt. Leider durften wir von der Herstellung und dem Laden selbst keine Fotos machen. Aber gesehen haben wir trotzdem wie Steine geschliffen, Ringe gemacht und Steine eingesetzt werden. Im Anschluss gings eben ins groesste Juweliergeschaeft der Welt. Alles war voller BlingBling und riesengross, war echt Wahnsinn. Unsere Fuehrerin konnte sogar Deutsch und hat versucht der Chrissi durch zeigen von 120000 Ringen und durch Komplimente machen irgenwas zu verkaufen. Spaeter kam dann noch eine 2te dazu. die ziemlich pentrant war und irgendwann enttaeuscht wieder abzog, weils sie wohl erkannte, dass wir nicht soviel ausgeben wollen. Bei der netten haben wir dann jeder eine kleine Jade-Schildkroete gekauft (2 Euro das Stueck) und sind dann weiter mit unserem TukTuk-Fahrer zum Umbrella bemalen.
Dort angekommen haben uns zwei nette Thais gleich angeboten unsere Taschen oder Kleidungsstuecke mit kleinen Bildchen zu verzieren. Ich hab mir dann meine Puma Tasche verzieren lassen und Chrissi ihre 2 Euro Hose. Gekostet hats eigentlich nichts nur das was man geben wollte. Ich hab 20 Baht gegeben, die Chrissi gleich 100, was den Thai wohl sehr erfreute. Spaeter haben wir dann im Laden handbemalte kleine Regenschirme gesehen, die nur 40 Baht kosten und deren Bilder viel groesser waren, aber die Chrissi macht halt gern anderen Menschen eine Freude. Desweiteren haben wir auch gesehen, wie verschiedene Kuenstler riesige Bilder, von Voegeln, Schmetterlingen und Bumen, auf groessere Schirme malten. Und natuerlich gabs auch wieder viel zu kaufen, Chrissi hat sich nen 1 Euro-Faecher und ich mir Essstaebchen gekauft.

Danach gings weiter zum Lederwarengeschaeft. Dort hats uns nicht so toll gefallen, erstens weils dort Elefanten und Krokodil Leder gab und zweitens weil ueberhaupt keine Produktionsschritte gezeigt wurden. Der Laden bestand nur aus einer Verkaufshalle und eine etwas ueppige Verkaeuferin hat fuer ihr Zeug geworben. War nichts besonderes also gings schnell weiter zum Woodcraften.
Dort haben wir einige riesige Holzschnitzereien gesehen, die aus einem Block gemacht wurden. Leider waren alle Arbeiter anscheinend grad Mittag machen und so haben wir nur die Werkzeuge, aber nicht die Arbeit gesehn. War trotzdem toll, genauso wie die Moebelstuecke und fertigen Schnitzereien im Verkaufsraum. Trotzdem haben wir nichts gekauft und so gings weiter zum grandiosen Teppichgeschaeft.
Des war ungefaehr so gross wie das Klo vom COG und ein lustiger Verkaeufer hat gemeint wir sollen uns mal die Teppiche anschauen. Auch hier wurde ueberhaupt keine Herstellung gezeigt oder erklaert und als wir nur rumkuckten meinte der Verkaeufer das da der Ausgang sei. Richtig nett, wer nicht kauft darf nichtmal kucken, aber war ja auch nicht so spannend.
Das war dann auch schon die letzte Station auf unserer Tour und der nette TukTuk-Fahrer brachte uns zum PickUp Parkplatz, von wo aus einige PickUps zum auf einem Berg liegenden Tempel fuhren. Er selbst konnte uns nicht dort hinbringen, weil sein TukTuk so steile Berge nicht schafft. Wir haben noch schnell gezahlt und ihm ein bissal Trinkgeld gegeben, schliesslich hat er uns 5 Stunde lang rumgefahren und nichtmal 3 Euro verlangt.
Die Wartezeit bis der PickUp voll genug war um los zu fahren haben wir zum Mittag essen gentut. Es gab so ne Art kalten Nudelsalat. Chrissi hat sich gereut und mal nen guten Happen vom Gruenzeug in den Mund genommen. Irgendwann wollte sie dann Wasser trinken weil ihr Mund ein bissal brannte (naja oder auch so schlimm wie niemals in ihrem Leben zuvor). Denn Teile des Gruenzeugs waren bissal sehr scharf (denk des Zitronengras aber nicht sicher) und danach haben das gruene eher gemieden.

Auf einmal war dann unser PickUp Mensch weg und ein anderer machte sich ans abfahren (vollbepackt mit Menschen). Als ich nachfragte meinten die, dass sie auch zum Kloster wollten, und so sind wir noch schnell aufgesprungen.
Die Strasse bergauf war steil und kurvig und der Chrissi war aus dem Gemisch von Malaria Tabletten, Kurven und Abgasen, ein bissal mulmig im Magen. Der Tempel selbst hat mich weniger an einen Heiligen Ort, als vielmehr an eine Touristen Attraktion errinnert. Die jungen Moenchen posierten fuer Fotos der Touristen und es gab sogar Internet und ein Restaurant (alles auf dem Gelaende im Tempel selbst waren nur Touristen). Hat sogar 30 Baht Eintritt gekostet aber die Aussicht hat sich gelohnt. Man konnte ueber ganz Chiang Mai blicken, mit Bergen im Hintergrund war echt schoen. Nachdem wir alles gesehn hatten gabs dann noch ein Eis und einen Pancake und dann gings wieder zum PickUp.
Bis alle da waren mussten wir noch ein wenig warten und haben derweil zugeschaut wie ein Elefant mit seinem "Herrchen" eine kleine Show abzogen. Erst war der Elefant angekettet hinter einem Zaun und wurde mit Obst und Gemuese (fuer 10 Baht zu kaufen) von den Touristen gefuettert. Dann hat er noch schnell gekackt und ist auf Befehl seines "Herrchens" ploetzlich auf ueber den Zaun, hat den Kerl auf seinen Ruecken geladen und ist die Strasse bergab verschwunden. War ein richtig lustiger Anblick und kurz darauf gings zurueck.
Wieder in Chiang Mai sind wir auf dem Rueckweg zu unserem Hotel noch am Amazing Sandwich vorbei. Dort konnte man auf einem Zettel ausfuellen, was man alles drauf haben will. Ich hatte ein lecker Chicken Baguette (25cm), Chrissi gab sich mit der normal Groesse und Kaese zufrieden (18cm). Danach gings noch kurz Online und heim zum Duschen.

Das musste dann schnell gehen, weil unser Fahrer mit dem TukTuk schon bald wieder vor der Tuer stand. Denn am Abend ging es dann noch zum Night Bazar ein bissal shoppen. Gestartet haben wir auf dem Thaimarkt, wos nicht so toll war, also sind wir recht schnell weiter zum Tourimarkt, der in einer Strasse ungefaehr 1 Kilometer lang war. Dort haben viel gehandelt und auch gut eingekauft. Gleich beim ersten Handel hat Chrissi es sich mit einem Thai verscherzt, denn nachdem er sagte 180 Baht ist ok hat Chrissi gemeint sie denkt drueber nach. Er meinte dann ob er wie ein Joker aussieht, den sie verarschen kann. War ein ziemlicher Trottel der Kerl und seine dummen Lampen (die wirklich schoen waren) gabs spaeter nochmal aber fuer billiger. Der Markt an sich war schon riesig, aber es gab dann noch immer weitere Teile in den Seitenstrassen und an der Strasse gelegenen Geschaeftshaeusern. In einer kleinen Bar feierte eine Bedienung Geburtstag und so gabs, wenn man sich ein Getraenk kaufte, Essen umsonst. Das Geburtstagskind hat selber gekocht und es gab Thai Essen, Snack und sogar Lasagne (war sogar lecker). Als wir nach fast 3 Stunden endlich einmal ganz durch waren hatten wir erst eine Strassenseite erledigt. Doch da sich die Sachen eh wiederholten suchten wir nur noch eine Tasche fuer die Chrissi. Aus der Tasche wurde dann eine Hose und zwei Taschen. Dann gings noch schnell zum Geld abholen und mit einem TukTuk nach Hause.
Dort wurde dann erstmal alles ausgebreitet.
Bilanz:
Andi: 3 T-Shirts, 2 Guertel, 1 Holzding
Chrissi: 2 Taschen, 1 Hose, 1 Armband, 1 Rock, 2 Holzding, 1 Schal
Der Schal wurde der Chrissi richtig angebettelt, weil sie die erste Kundin des Abends bei dem Stand war und die Verkaeuferin nur durch den Verkauf Glueck bekommt. Dafuer hat sich dann auch weniger als die Haelfte bezahlt.
Dann gings nur noch ausruhen, bissal fernsehen und ins Bett, weil wir ja morgen weiter nach Pai mit dem Bus fahren, den wir in der Frueh im Hotel gebucht hatten.

© Andreas G, 2005
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Reise in den Süden
Details:
Aufbruch: 16.09.2005
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 16.10.2005
Reiseziele: Thailand
Der Autor
 
Andreas G berichtet seit 19 Jahren auf umdiewelt.