Um die Welt in 6 Monaten Claudio Badura & Maite Villoria

Reisezeit: November 2006 - Mai 2007  |  von Maite Villoria & Claudio Badura

Honduras: Reise zu den Ruinen von Copan

Hallo liebe Familie, Freunde und Bekannte hier sind wir wieder mit unseren neusten Reisenews.

Endlich geht es auch mir wieder viel besser seit gestern. Ich habe meine Magenprobleme überstanden und fühle mich langsam wieder wie der "Alte". Maite hat sich auch erholt und ich denke wir sind parat und auch reif für die Insel. Leider hat sich noch ein negatives Erlebnis ereignet kurz bevor wir Guatemala verlassen haben. Wir haben eine Nacht in der Stadt Quiqimula verbracht bevor wir weiter Richtung Honduras fuhren. Am morgen um 5.15 stiegen wir in den Bus der uns nach Copan Ruinas (so heisst das Städtchen bei den Ruinen von Copan). Es war noch dunkel... Onissa die Französin war auch mit uns, da wir zurzeit zusammen reisen.

Wir reservierten unsere Plätze und Maite legte ihre dicke Patagonia Wolljacke die sie eben erst vor einem Monat in den USA gekauft hat auf meinen Sitz, um diesen reserviert zu halten. Direkt davor sass der Fahrer. Da es noch etwas dauerte bis wir abfuhren, entschlossen wir uns kurz einen Kaffee trinken zu gehen. Als wir zurück kamen war die Jacke nicht mehr dort, obwohl sie eigentlich von einem unserer grossen Rucksäcke verdeckt war und von aussen nicht ersichtlich. Der Fahrer sagte uns er habe niemanden einsteigen gesehen. Wir suchten überall verzweifelt nach der Jacke und mussten schliesslich feststellen, dass sie gestohlen wurde, eigentlich hätten wir uns denken sollen nichts liegen zu lassen was man leicht forttragen kann vor allem bei der Busstation und wenn es noch dunkel ist. Wir vermuten das es sogar der Fahrer oder sein Helfer selber war. Wir wollen euch aber nicht weiter mit Details langweilen, wir haben unsere Lektion gelernt und hoffen dass zuhause die Versicherung etwas zahlt, wir haben einen Rapport bei der Polizei machen lassen.

Inzwischen sind wir seit 2 Tagen in dem herzigen Städtchen Copan Ruinas ganz in der Nähe der Mayaruinen. Dieses Städtchen gefällt uns so gut, dass wir uns entschlossen haben 2 Nächte zu bleiben. Honduras hat uns bisher positiv erstaunt mit der schönen Landschaft und den günstigen Preisen (günstiger als Guatemala) und es wurde uns gesagt Honduras sei nicht so "gefährlich" wie Guatemala, da hier keine Busse überfallen werden.

Ich muss ehrlich sagen, dass wir ausser der Jacke kein negatives Erlebnis in Guate hatten aber man hat einiges gehört, wirklich gefährlich ist es aber nur in der Hauptstadt nach Einbruch der Dunkelheit oder wenn man alleine in abgelegene Gebiete geht ohne Guide. Das traurige ist das es seit einigen Jahren mehr kriminelle Banden gibt, die sogenannten Marras, die sich vor allem aus Jugendlichen zusammensetzen und die auch immer wieder neue Mietglieder rekrutieren, wer aussteigen will wird getötet.

Die Marras setzen sich aus verschiedenen "Zellen" zusammen und in Guate sind es ungefähr 80 000. Trotz in den letzten Jahren verstärkter Polizeipräsenz und Hilfe des Militärs ist es für das Land immer noch nicht möglich dieser traurigen Entwicklung ein Ende zu setzen, da es immer noch zu wenig Polizeipräsenz im gesamten Land hat und natürlich auch wegen der Korruption. Ein trauriges Kapitel das ich hier kurz erwähnen wollte aber niemand abschrecken soll dieses wunderbare Land zu bereisen, denn wenn man auf der Touristenroute bleibt und sich an die üblichen Regeln hält kann einem nichts passieren.

Nun aber zu Honduras. Gestern haben wir die Ruinen von Copan besucht, die wesentlich kleiner sind als Tikal und in schlechterem Zustand aber man ist schon seit einigen Jahren dran zu restaurieren. Der Eintritt ist jedoch zu teuer im Vergleich zu Tikal. Dort haben wir 6.50 Dollar bezahlt und in Copan zahlt man neu sage und schreibe 15 Dollar, d.h. vor einem Monat wurden die Preise raufgesetzt von 10 auf 15 Dollar und für die Verhältnisse hier ist das zu teuer, denn wenn man die unterirdischen Gänge mit den Wandmalereien sehen mochte muss man nochmals 15 Dollar hinblättern, damit können wir hier 2 mal übernachten in einer billigen aber schönen und sauberen Pension. Dafür ist alles andere sehr günstig. Die Ruinen waren interessant und sind sicher ein Besuch wert schon alleine wegen den vielen Papageien am Eingang. Wir hatten uns mit einem Guide unterhalten der Antonio heisst und sicher schon 75 ist. Er erzählt uns, dass er einen Freund in Zürich habe, der ihn ab und zu besuchen komme. Der Freund heisst Erich von Däniken, der sicher den meisten ein Begriff ist mit seinen Theorien über Ausserirische. Antonio sagte uns er hätte auch schon UFOS gesehen, interessant war es jedenfalls mit ihm zu plaudern.

Eigentlich wollten wir heute weiter zu den Inseln aber da es uns hier so gut gefällt, haben wir uns entschlossen einen Tag länger zu bleiben und morgen gehen wir dann weiter nach Utila oder Roatan, wir können uns immer noch nicht entscheiden.... Utila ist kleiner, dorthin gehen nur Backpacker wie wir und man hat direkten Kontakt mit den Einheimischen, dafür hat es keine schönen weissen Sandstrande wie auf Roatan. Roatan ist viel grösser, hat wunderschoene Strände und ist für den internationalen Tourismus eingerichtet, man findet zwar auch billige Unterkünfte aber sonst ist alles teurer. Nun wir haben die Qual der Wahl doch ich denke wahrscheinlich entscheiden wir uns für Utila, wir können ja immer noch einen Ausflug auf Roatan machen.

So ich hoffe ich habe euch nicht gelangweilt mit meinen Ausschweifungen und wir wurden uns ehrlich freuen auch mal den einen oder anderen Gästebucheintrag zu lesen.

Ach übrigens heute hatten wir zum ersten mal nach über einer Woche wieder Sonne und blauen Himmel, ein Aufsteller nach ständig bewölktem Himmel.

Diese Papageien haben uns am Eingang zu den Ruinen von Copan in Honduras empfangen.

Diese Papageien haben uns am Eingang zu den Ruinen von Copan in Honduras empfangen.

Die Ruinen von Copan sind in schlechtem Zustand, darum werden sie nun restauriert.

Die Ruinen von Copan sind in schlechtem Zustand, darum werden sie nun restauriert.

Tempelfigur, Ruinen von Copan

Tempelfigur, Ruinen von Copan

Gesicht eines alten Mannes, Ruinen von Copan

Gesicht eines alten Mannes, Ruinen von Copan

Stele bei Copan Ruinas

Stele bei Copan Ruinas

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Anfang November 2006 werden wir unsere 6 monatige Weltreise starten. Zurzeit sind wir noch an der Reiseplanung. Unsere geplante Route ist Zürich-San Francisco - Napa Valley (California)- Guatemala - Honduras(Karibikinseln Roatan oder Utila)- Peru (Cuzco - Macchu Picchu -Arequipa)- Bolivien (Titicaca See-La Paz - Salar de Uyuni) - Chile (Atacama Wüste-Patagonien) - Thaiti- Morea (Südpazifik) Neuseeland - Hongkong - Nordindien - Nepal
Details:
Aufbruch: 03.11.2006
Dauer: 6 Monate
Heimkehr: 15.05.2007
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Guatemala
Honduras
Peru
Bolivien
Chile
Argentinien
Französisch Polynesien
Neuseeland
China
Indien
Nepal
Der Autor