Um die Welt in 6 Monaten Claudio Badura & Maite Villoria

Reisezeit: November 2006 - Mai 2007  |  von Maite Villoria & Claudio Badura

Guatemala: Chichicastenango, Nebaj, Coban, Tikal

Heute ist Freitag der 24. November und inzwischen haben wir wieder einiges erlebt positives und auch negatives, wie es meistens so ist auf einer Reise. Wir sind am Samstag den 18. November weiter Richtung Chichicastenango gefahren wo wir am späten Nachmittag angekommmen sind. Wir haben eine schöne Pension gefunden die Posada Conchita heisst, direkt neben der Kirche die vor dem Marktplatz ist. Chichi ist berühmt für seinen schönen Markt am Donnerstag und Sonntag und die Kirche Iglesia de Santo Tomas und daher ein Touristenanziehungspunkt.

Die Atmosphäre ist einmalig am Markttag. Am Samstagabend sind wir zuerst in die Kirche wo gleich Messe war. Wir sind sonst keine Kirchengänger aber die Atmosphäre in dieser Kirche ist so speziell, das wir gerne die Messe besuchten. Diese Kirche hat eine spezielle Energie und die Mayas (Indianer} haben neben dem katholischen Glauben ihre eigenen Riten die sie dort vollziehen vor und in der Kirche. In unserem Zimmer in der Pension hatte es ein Cheminée so dass wir ein gemütliches Feuer machen konnten um uns aufzuwärmen, da es am Abend ziemlich kühl war und in der Nacht sogar sehr kalt.

Am Sonntag gingen wir dann den Markt besuchen gleich vor unserer Tür. Die vielen Farben, Düfte und Produkte sind überwältigend. Vor der Kirche schwingen die spirituellen Mayaoberhaupte mit einer Art hängenden Blechdosen Kopal (wie Weihrauch} und reden magische Worte des antiken Mayakalenders um Ihre Vorfahren zu ehren.

Noch am Vormittag gingen wir auf einen Hügel der Pascual Abaj heisst 20 Minuten vom Dorf entfernt, ein heiliger Ort des Mayagottes, wo regelmässig Rituale und Zeremonien abgehalten wurden. Auf dem Weg dorthin hatten wir das Glück zwei Männer kennenzulernen von denen einer ein Universitätsprofessor mit Schamanenausbildung war. Er konnte uns viele interessante Dinge über das Land erzählen und er nannte uns ein interessantes Datum, der 11. Dezember 2011, das Ende des Mayakalender, an diesem Tag werde nach den Prophezeiungen überall auf der Erde grosse Naturkatastrophen stattfinden und alle Indianer die unter dem Joch der 12 reichsten Familien(die die Macht im Land haben} von Guatemala stehen hoffen, dass die Macht dieser grossen zu Ende sein wird und Mutter Erde das Gleichgewicht in der Natur wieder herstellt, den in Guatemala und in den meisten Ländern Lateinamerikas klafft ein grosses Loch zwischen Arm und Reich und die armen werden ausgebeutet und überall herrscht Korruption.

Wir durften dann auch an einem Ritual teilnehmen und uns etwas wünschen. Ich habe mir natürlich gewünscht, dass wir gesund bleiben während dieser ganzen Reise und eine schöne Reise haben werden.

Nun kurz darauf habe auch ich mich wie Maite ziemlich stark erkältet wegen dem aussergewöhnlich kalten Klima, dass uns auf unser Weiterreise nach Nebaj erwartete. Nebaj ist eines der Dörfer, die in den 80er Jahren von den Militärs am stärksten in Mitleidenschaft gezogen wurden und es wurden tausende von Indianern auf brutalste Art umgebracht. Leider konnten wir die schöne Natur dieser Gegend nicht geniessen, da es neblig und kalt war. In Nebaj haben wir Marc und Fiona aus Edinborough (Schottland} getroffen, die uns noch bis nach Coban begleiten werden. Da es so kalt war entschlossen wir uns gleich am Montagmorgen von Nebaj Richtung Coban weiterzureisen. Als der Fahrer uns sagte es gehe noch eine halbe Stunde, blieben wir kurz darauf im Stau stecken und es stellte sich heraus, dass ein riesiger Erdrutsch die Strasse verschüttet hatte und wir mussten 5 Stunden warten bis die Strasse wieder frei war, doch als alle sich freuten, dass es weiter geht war ein Lastwagen im Weg, dessen Fahrer irgendwo betrunken herumlag und auch den Schlüssel nicht stecken liess. Man versuchte den Wagen ohne Schlüssel zu starten, aber die Batterie war auch leer, so mussten ein paar dutzend Männer den Lastwagen zur Seite rollen und schliesslich ging es dann doch los. Mann waren wir froh, denn wir waren inzwischen sehr stark erkältet und wollten nur noch etwas Essen und ins Bett. Dass taten wir dann auch um 10.00 Uhr Abends. Man sagte uns dass es die ganze Woche kalt bleiben wird und überhaupt noch nie so kalt war im November. Daher entschlossen wir uns am nächsten Morgen gleich weiter Richtung Tikal zu fahren, wo wir in Sayache einen Halt mit Übernachtung machten (dort war es ganz warm}. Am nächsten Morgen machten wir mit einem kleinen Boot einen Ausflug auf dem Fluss Richtung Aguateca (eine kleine Mayaruinenstadt}. Die Bootsfahrt war wunderschön und die Besichtigung der Ruinen durch den Urwald hat uns auch gefallen.

Wieder zurück fuhren wir weiter nach Tikal, wo wir beim Hotel Jaguar Inn gleich beim Parkeingang unser Zelt aufstellen konnten. Am nächsten Morgen um 6.00 früh gingen wir in den Park, es war noch angenehm kühl und unsere Erkältung war nur noch leicht spürbar. Als wir auf dem Hauptplatz mit den 2 grossen Tempeln ankamen waren wir ganz alleine und wir stiegen auf einen der beiden Tempel wo wir eine fantastische Aussicht hatten und ein Käsesandwich (oise Zmorge} genossen. Später stiegen wir dann noch auf mehrere Tempelruinen und genossen die wunderbare Sicht über den Urwald. Tikal war wirklich eine Reise wert und dieses Mal hat es mir viel besser gefallen als vor 13 Jahren, da es nicht so tüppig heiss war. Damals war ich mit Gaby Hasler (heute Moser}, die Tochter von meiner Gotte hier. Um 12.30 nahmen wir dann den Bus züruck nach St. Elena bei Flores um nach Poptun zur Finca Ixobel zu fahren.

Maite macht ein Feuer in unserem Zimmer in der Pension in Chichicastenango, da es am Abend sehr kalt war.

Maite macht ein Feuer in unserem Zimmer in der Pension in Chichicastenango, da es am Abend sehr kalt war.

Markt von Chichi, Frauen verkaufen Blumen auf den Treppenstufen der Kirche.

Markt von Chichi, Frauen verkaufen Blumen auf den Treppenstufen der Kirche.

Guatemaltekin mit Baby vor der Kirche Santo Tomas.

Guatemaltekin mit Baby vor der Kirche Santo Tomas.

Seht Ihr die 2 kleinen Sternlein auf den Zähnen ?

Seht Ihr die 2 kleinen Sternlein auf den Zähnen ?

Religiöses Ritual auf dem Hügel von Pascual Abaj

Religiöses Ritual auf dem Hügel von Pascual Abaj

Marc und Fiona aus Schottland, die wir in Nebaj getroffen haben.

Marc und Fiona aus Schottland, die wir in Nebaj getroffen haben.

In diesem Bus mussten wir zusammen mit Marc und Fiona 5 Stunden warten wegen einem Erdrutsch...

In diesem Bus mussten wir zusammen mit Marc und Fiona 5 Stunden warten wegen einem Erdrutsch...

Maite vor der Ruine eines Mayatempels in Tikal

Maite vor der Ruine eines Mayatempels in Tikal

Claudio vor dem Mayatempel in Tikal

Claudio vor dem Mayatempel in Tikal

Maite geniesst die Aussicht über den Dschungel oben auf einem Tempel

Maite geniesst die Aussicht über den Dschungel oben auf einem Tempel

Ja da gehts tief runter...

Ja da gehts tief runter...

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Anfang November 2006 werden wir unsere 6 monatige Weltreise starten. Zurzeit sind wir noch an der Reiseplanung. Unsere geplante Route ist Zürich-San Francisco - Napa Valley (California)- Guatemala - Honduras(Karibikinseln Roatan oder Utila)- Peru (Cuzco - Macchu Picchu -Arequipa)- Bolivien (Titicaca See-La Paz - Salar de Uyuni) - Chile (Atacama Wüste-Patagonien) - Thaiti- Morea (Südpazifik) Neuseeland - Hongkong - Nordindien - Nepal
Details:
Aufbruch: 03.11.2006
Dauer: 6 Monate
Heimkehr: 15.05.2007
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Guatemala
Honduras
Peru
Bolivien
Chile
Argentinien
Französisch Polynesien
Neuseeland
China
Indien
Nepal
Der Autor