Einmal um die Welt

Reisezeit: Dezember 2013 - August 2014  |  von Annika & Axel alias A Team

Brasilien: Iguazu Wasserfälle

Iguazu Wasserfälle

Als wir von unseren Reiseplänen erzählten und gesagt haben, dass wir auch nach Südamerika wollen, war eine der ersten Empfehlungen, die uns entgegen gebracht wurden:

"Ihr müsst unbedingt zu den Iguazu Wasserfällen! Die sind einmalig! Die sind toll! Wow! Ach, da würde ich jetzt gerne noch mal hin..."

Auch hier vor Ort bekamen wir immer wieder zu hören, dass die Wasserfälle ein absolutes Must Do sind.

So viel Lob und Superlative haben ein ganz großes Problem:
Sie schüren Erwartungen, die dann oftmals nicht erfüllt werden können!

Wer kennt das nicht?
Der neueste Kinofilm, jeder war schon drin, jeder schwärmt in noch höheren Tönen...
Na, dann muss ich da aber auch mal ganz schnell rein!
Und dann: die Ernüchterung!
Ja, der Film war ok, aber so gut?!
Neeeeeee!

Mit dieser Befürchtung haben wir uns auf den Weg gemacht...

...und das war dann unsere Reaktion!

Keine Beschreibung und keine Empfehlung konnte dieser Naturschönheit gerecht werden.

Unsere Erwartungen wurden absolut übertroffen!

Die Wasserfälle befinden sich zu 20 Prozent auf der brasilianischen Seite und zu 80 Prozent auf der argentinischen Seite. Man kann aber nicht sagen, dass sich dadurch nur der Besuch auf der argentinischen Seite lohnen würde. Ist man in Argentinien näher dran bzw. mitten drin hat man von der brasilianischen Seite den besseren Panoramablick und ebenfalls sehr nahe und feuchte Besuchsmöglichkeiten.

Es ist absolut empfehlenswert, beide Seiten zu besuchen.

Noch ein paar Fakten, vielleicht mal im Vergleich zu den evtl. bekannteren Niagarafällen.

Die Iguazu Fälle bestehen aus rund 270 Wasserfällen die sich über 2,7 km erstrecken. Einzelne haben eine Fallhöhe von über 80 Metern und der Großteil immer noch von über 60 Metern. Es fließen bis zu 7.000m3 in der Sekunde in die Tiefe.

Die Niagarafälle haben eine Fallhöhe von 58 Metern und sind insgesamt einen knappen Kilometer breit. Der Wasserdurchfluss beträgt hier im Schnitt rund 4.200m3 in der Sekunde. Wikepedia macht es möglich, aber das verdeutlicht ganz gut, um was für gigantische Dimensionen es sich hier handelt.

Ganz zu schweigen davon, in was für einem Paradies die Wasserfälle liegen. Umgeben sind sie von tropischen Wäldern und allerlei Getier, was man sich in einem Dschungel so vorstellt.

Affen, Schmetterlinge, Kaimane, Tukane, Pflanzen jeglicher Couleur, hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein.

Ob Orange...

Ob Orange...

Türkis, oder...

Türkis, oder...

sonstige Farben oder sogar Zahlen.
Nichts, was es nicht gibt!

sonstige Farben oder sogar Zahlen.
Nichts, was es nicht gibt!

Oben rechts:
Coatis, bringt euer Butterbrot in Sicherheit, sonst ist es weg...

Oben rechts:
Coatis, bringt euer Butterbrot in Sicherheit, sonst ist es weg...

Der eigentliche Star des Parks

Für uns der schönste Bewohner der Wasserfälle ist auf alle Fälle (oh wie schlecht ) der Tukan.

In Costa Rica durften wir ihn schon mal bestaunen, aber nun hatten wir das Glück, gleich mehrere Exemplare in der freien Natur zu sehen. Wobei es hier nicht allzu ungewöhnlich, sondern eher normal ist, dass sich die Tiere abends gegen 17:00 - 18:00 Uhr in der Nähe des Parkeingangs einfinden.

Also haben wir unseren zweiten Tag im Park so geplant, dass wir hoffentlich die Tiere zu Gesicht bekommen.

Tja, lassen wir die Bilder sprechen...

Tukan in freier Wildbahn

Tukan in freier Wildbahn

Toller Vogel

Toller Vogel

Komisch, dass er nicht nach vorne wegkippt... 
Damit das nicht passiert, ist der beeindruckende Schnabel trotz seiner Größe ganz, ganz leicht und dient unter anderem der Regulierung der Körpertemperatur.

Komisch, dass er nicht nach vorne wegkippt...
Damit das nicht passiert, ist der beeindruckende Schnabel trotz seiner Größe ganz, ganz leicht und dient unter anderem der Regulierung der Körpertemperatur.

Die Wasserfälle auf der argentinischen Seite

Wie schon erwähnt, befindet sich ein Großteil der Wasserfälle auf der argentinischen Seite. Hier haben wir zwei Tage verbracht. Den ersten Tag haben wir genutzt, um die Wege direkt an den Fällen abzuwandern. Das ist nicht all zu viel und auch locker in der Zeit machbar. Wir haben uns viel Zeit gelassen und sind wirklich gemütlich spazieren gegangen.

Am zweiten Tag sind wir dann erst gegen Mittag in den Park, um einen etwas längeren Wanderweg zu machen, der ca. drei Stunden dauert und neben unendlich vielen und aggressiven Stechmücken auch Affen und sonstiges Getier bieten soll.

Hierzu kann man sagen, dass der Weg wohl eher das Ziel war, was die Tiere angeht. Florence, unsere nette Mitschülerin aus Buenos Aires, hatte sich schon so auf die unzähligen Affen gefreut. Aber es sollte leider bei der Vorfreude bleiben...Keine Affen, dafür aber jede Menge Geräusche (wir glauben ja von drei Jaguaren, zwei Pumas und 15 Brüllaffen) aus dem Grün und ein schöner Wanderweg ohne viele Touristen zu einem abgelegenem Wasserfall.

Hier haben wir auch zum ersten Mal Schmetterlinge gesehen und vor allem gehört, die Geräusche von sich geben, wie es eine Stromleitung in Asien bei Feuchtigkeit macht. Also so ein elektrisches Zischen und Klocken. Irre!

Nun aber zurück zu den Wasserfällen:

Also, hier auf der Seite kann man die Fälle auf einem Wanderweg von unten und gegenüber bestaunen und auf einem weiteren Wanderweg von oben.
Man läuft auf einem Steg direkt über der Abbruchkante, was auch noch mal eine interessante Perspektive ist.

Es ist so traumhaft, wie es hier aussieht.

Es ist so traumhaft, wie es hier aussieht.

Der "Gaganta del Diabolo", der Teufelsschlund. Ein Grollen wie aus der Hölle...

Der "Gaganta del Diabolo", der Teufelsschlund. Ein Grollen wie aus der Hölle...

Die Wasserfälle auf der brasilianischen Seite

Mit dem Taxi ging es dann vom argentinischen Iguazu Städtchen in das brasilianische. Unser netter Taxifahrer kam auch mit zum Zoll und hat für uns gedolmetscht, denn ab hier spricht man ja nur noch portugisisch. In Foz do Iguaçu haben wir dann unsere Koffer im Hotel abgegeben und die wilde Fahrt ging weiter zu den Wasserfällen.

Nur mal kurz:
Nach den Wasserfällen wurden wir wieder ins Hotel in Brasilien gefahren, Florence wurde zurück ins argentinische Iguazu gefahren. Das hat alles zusammen 300 Peso, rund 27 Euro gekostet. Die Fahrt vom Flughafen ins Hotel als wir ankamen hat 15 Minuten gedauert und 220 Peso gekostet...

Auf der brasilianischen Seite gibt es eigentlich nur einen Weg, den man läuft, und der bietet die ganze Zeit einen Panoramablick auf die Wasserfälle.

Es gibt noch mehr Möglichkeiten innerhalb des Parks, wie Bungee oder auf Bäume klettern und auch Rafting. Wir haben es aber bei dem Hauptweg belassen.

Empfangen wurden wir direkt von einer Herde Affen. Affen, die wir Tags zuvor sehr vermisst haben. Wie das Leben so spielt...

Auch hier war es ganz gut, nicht in der Hauptreisezeit vor Ort zu sein. So hatten wir immer die Aussichtspunkte fast für uns alleine.

Panoramablick oben und
dann wieder mittendrin unten

Panoramablick oben und
dann wieder mittendrin unten

Hat was zufriedenes!

Hat was zufriedenes!

Schon ein bisschen pitschepatschenass vom Sprühnebel der Wasserfälle

Schon ein bisschen pitschepatschenass vom Sprühnebel der Wasserfälle

Hat was mystisches!

Hat was mystisches!

Dreiländereck Argentinien-Brasilien-Paraguay
Nicht so spektakulär wie die Wasserfälle, aber irgendwie trotzdem ein cooles Gefühl, hier zu stehen. Die Grenze wird durch den Río Iguaçu und den Río Paraná gebildet.

Dreiländereck Argentinien-Brasilien-Paraguay
Nicht so spektakulär wie die Wasserfälle, aber irgendwie trotzdem ein cooles Gefühl, hier zu stehen. Die Grenze wird durch den Río Iguaçu und den Río Paraná gebildet.

Parque da Aves

Der Parque da Aves ist eine weitere Sehenswürdigkeit in Foz do Iguaçu.

Der Park nimmt Tiere auf, die aus Gefangenschaft befreit wurden, und kranke Tiere, die hier wieder für den Vogelalltag aufgepäppelt werden. Ebenso verfügt er über eine sehr erfolgreiche Zucht, was ja auch eher für den artgerechten Umgang mit den Tieren spricht. Nach eigenen Angaben verfügt der Park über eines der besten und erfahrensten Veterinär- und Biologenteams, um das Beste für die Vögel zu leisten.

Der Park ist in einen Teil des atlantischen Regenwalds integriert, so sieht man auch außerhalb des Zauns Affen durch die Bäume schwingen und Kolibris, die in den Park fliegen wollen...Auch hat uns die Leidenschaft, mit der die Parkleitung auf negative Tripadvisoreinträge reagiert und argumentativ widerlegt, überzeugt, den Park zu besichtigen.

Wir waren auch wirklich positiv überrascht.

Es gibt auch allerlei Federvieh, das man nicht so erwartet hätte und wohl auch nicht so kennt.
Wie wir heute wissen, handelt es sich hierbei um einen Seremia. Dieser in Brasilien heimische, 90 cm große Vogel hat ein ganz zartes Stimmchen  und könnte prima als Wecker eingesetzt werden.

Es gibt auch allerlei Federvieh, das man nicht so erwartet hätte und wohl auch nicht so kennt.
Wie wir heute wissen, handelt es sich hierbei um einen Seremia. Dieser in Brasilien heimische, 90 cm große Vogel hat ein ganz zartes Stimmchen und könnte prima als Wecker eingesetzt werden.

Links: Roter Ibis
Rechts: Hmmm, vergessen...

Links: Roter Ibis
Rechts: Hmmm, vergessen...

Kolibris, wie hier rechts, gehören zu unseren Favoriten. Sie machen Geräusche, wie ein Hubschrauber, und ihnen beim Fliegen zu zu schauen, wie sie in Windeseile hin und her flitzen oder senkrecht in der Luft stehen bleiben, wird nicht so schnell langweilig.

Kolibris, wie hier rechts, gehören zu unseren Favoriten. Sie machen Geräusche, wie ein Hubschrauber, und ihnen beim Fliegen zu zu schauen, wie sie in Windeseile hin und her flitzen oder senkrecht in der Luft stehen bleiben, wird nicht so schnell langweilig.

Wir hätten nicht gedacht, dass es 45 Arten von Tukanen gibt, oben im Bild z.B. ein Bunttukan.
Der bekannteste Vertreter ist natürlich der Riesentukan, unten im Bild.

Wir hätten nicht gedacht, dass es 45 Arten von Tukanen gibt, oben im Bild z.B. ein Bunttukan.
Der bekannteste Vertreter ist natürlich der Riesentukan, unten im Bild.

Dass er so schöne blaue Augen hat, erkennt man natürlich nur, wenn man ihm so nahe kommt wie im Park.
Trotzdem waren die Begegnungen an den Wasserfällen die schöneren für uns, die wir mit Sicherheit nicht vergessen werden.

Dass er so schöne blaue Augen hat, erkennt man natürlich nur, wenn man ihm so nahe kommt wie im Park.
Trotzdem waren die Begegnungen an den Wasserfällen die schöneren für uns, die wir mit Sicherheit nicht vergessen werden.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Einmal im Leben eine Weltreise machen. Dem Alltag entfliehen und einfach nur Reisen. Unser langjähriger Traum wird nun war :)) Einen festen Plan gibt es hierbei nicht, da wir uns treiben lassen und dort verweilen möchten, wo es uns gefällt. Eine grobe Idee von unserer Reise haben wir natürlich trotzdem und so werden Australien und Südamerika unsere Schwerpunkte sein. Wir freuen uns auf diese einmalige Erfahrung und sind gespannt, wo uns der Wind so hintragen wird...
Details:
Aufbruch: Dezember 2013
Dauer: 8 Monate
Heimkehr: August 2014
Reiseziele: Thailand
Malaysia
Hongkong
Macau
Philippinen
Australien
Great Ocean Road
Chile
Argentinien
Brasilien
Peru
Ecuador
Kolumbien
Vereinigte Staaten
Deutschland
Der Autor
 
Annika & Axel alias A Team berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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