Einmal um die Welt

Reisezeit: Dezember 2013 - August 2014  |  von Annika & Axel alias A Team

Ecuador: Cuenca 08.07. - 15.07.14

Erlebtes verdauen

Nach den unendlich vielen Eindrücken von den Galapagos-Inseln war unsere nächste Etappe eher dafür gedacht, in Ruhe alles mal sacken zu lassen.

Über Guayaquil ging es dann mit dem Bus weiter nach Cuenca. Das Lustige bei den Buspreisen in Ecuador ist, dass man für die voraussichtliche Fahrzeit pro Stunde einen Dollar zahlt. In diesem Fall für sechs Stunden pro Person sechs Dollar. Coole Nummer... Und für diese Summe bekommt man ganz schön was geboten.

Busfahren in Ecuador kommt einem fahrenden Markt gleich. So wird bei jeder sich bietenden Gelegenheit, in jedem noch so kleinen Kaff, rechts ran gefahren, auf Schrittgeschwindigkeit gebremst und die Tür für unzählige Verkäufer geöffnet. Die drücken sich dann durch den Gang und preisen ihre Waren an. Mancher ist dabei ganz flink und ruck zuck wieder abgesprungen. Andere wiederum haben sich eine lange Geschichte oder sogar eine kleine Vorführung zurecht gelegt, um möglichst viel VE zu generieren (zu verkaufen), es ist halt doch überall auf der Welt das Gleiche...

So hat man hier und da etwas Unterhaltung, der Fernseher funktioniert sowieso nie, wird aber bei jeder Fahrt für mindestens eine halbe Stunde versucht in Gang zu bringen... Also doch wieder Musik angeschmissen!

Nicht so lustig waren für uns die "Fahrkünste" der Busfahrer. Da Kurven für die Jungs einfach nur Geraden sind, die halt mal kurz nicht geradeaus führen, sehen sie auch selten einen Grund dafür, vor selbigen zu bremsen oder das Überholen eines anderen Busses in die Kurve rein zu unterlassen... Wenn das ganze dann auch noch inmitten des kleineren Gebirgszuges "Anden" auf einer Passstraße, wo es direkt mal hunderte Meter senkrecht abfällt, passiert... Na, dann wird es wenigstens nicht langweilig und der Körper hat trotz Dauersitzens auch was zu tun, er schüttet nämlich in einer Tour Adrenalin aus...

Dafür kommt man aber auch durch sehr schöne Landschaften, man muss jedoch aufpassen, bei dem ganzen Stress nicht zu vergessen, einen Schnappschuss mit dem Handy zu machen.

Wir kommen auf unserer Fahrt auch durch den Cajas Nationalpark mit seiner eigentümlichen Páramo-Landschaft auf über 4.000 Metern.

Wir kommen auf unserer Fahrt auch durch den Cajas Nationalpark mit seiner eigentümlichen Páramo-Landschaft auf über 4.000 Metern.

Nun gut, wir kamen ja dann auch tiefenentspannt am Zielort an und ab diesem Zeitpunkt wollten und sollten wir den einen oder anderen Gang zurück schalten.

Es gibt hier unzählige sehr schöne kleinere Hotels für richtig kleines Geld. Wir landeten in einem Traum eines Hotels. Der ideale Ort, um endlich mal wieder an diesem kleinen Reiseblog schreiben zu können, auch mal den ein oder anderen Film zu schauen und einfach mal NIX zu machen...

Außerdem stand auch noch ein kleines Großereignis auf dem Programm. Es galt ja schließlich noch Weltmeister 2014 zu werden!!!!!! Und bevor wir in irgendeinem Andenkaff vor dem 7 cm großen Schwarz-Weiß Plasma TV sitzen, blieben wir hier einfach etwas länger.

Jetzt aber erstmal ein paar Bilder zu Cuenca:

Altstadt

Altstadt

Kuppeln der Kathedrale

Kuppeln der Kathedrale

Cuenca ist die drittgrößte Stadt in Ecuador, liegt auf gut 2.550 Metern und hat rund 330.000 Einwohner.
Uns hat sie von der Architektur her sehr gut gefallen und die Stadt wird auch als Athen Ecuadors bezeichnet.
Die Altstadt hat den Status als Weltkulturerbe bei der UNESCO und außerdem kommt der Panama Hut nicht aus Panama, sondern aus Cuenca. Hier haben wir natürlich auch das dazugehörige Museum besucht. Der Vollständigkeit halber möchten wir darauf hinweisen, dass es eventuell mehrere Orte in Ecuador gibt, die auf die Erfindung des Panama Hutes bestehen. Die größten und bekanntesten Hersteller kommen dann aber doch aus Cuenca...

Auf alle Fälle eine sehr nette Stadt, in der man es sich für ein paar Tage gemütlich machen kann.

Typische Kleidung mit Panamahut oder, einfach genial, die ältere Dame unten mit Rapper Baseball Cap.

Typische Kleidung mit Panamahut oder, einfach genial, die ältere Dame unten mit Rapper Baseball Cap.

Und wie oben schon erwähnt hatten wir wirkliches Glück mit unseren beiden Hotels. Aus dem ersten mussten wir leider raus, da wir nicht mehr verlängern konnten, aber wie das manchmal so ist, bringt die Veränderung dann sogar noch eine weitere Verbesserung...

Typisches Stadthaus mit stylischem Innenhof

Typisches Stadthaus mit stylischem Innenhof

Unser zweites Hotel sollte sich als eines der Besten unserer Reise erweisen. Es hatte erst vor Kurzem eröffnet, sehr große Zimmer, ruhig, eine tolle Ausstattung und eine Hammer Dusche!!!!! Und eine Dusche ist auf so einer Reise eine Sache, die man echt zu schätzen weiß, wenn sie über starken Wasserdruck verfügt, warm ist und nach einer Minute immer noch warm ist sowie über keinen nennenswerten Schimmel verfügt...

Außerdem gab einen sehr netten deutschen Besitzer, mit dem es sehr interessant war, sich über die Lebensweise, auch in geschäftlicher Hinsicht, auszutauschen.

Himmelbett und unser Vorraum, glaubt man gar net - iss aber so...

Himmelbett und unser Vorraum, glaubt man gar net - iss aber so...

Bei der Arbeit - damit ihr auch was zu lesen habt...

Bei der Arbeit - damit ihr auch was zu lesen habt...

Leckereien

Neben sehr guten Hotels gibt es hier auch sehr gute Restaurants. Wir sind dann auch mal zu einem schickeren Restaurant gegangen und wollten uns kulinarisch verwöhnen lassen. Tja, ohne Reservierung hat das dann nicht geklappt und wir konnten wieder gehen, haben aber natürlich direkt eine Reservierung für den folgenden Tag gemacht.

Als wir dann am nächsten Tag wieder aufgeschlagen sind...
... alles frei...

Kein einziger Platz im Restaurant belegt. So was hatten wir auch noch nicht erlebt und die komplette Aufmerksamkeit des extrem netten Kellners ganz für uns alleine, ebenso wie einen wunderschönen Platz in einer Art Wintergarten bei Kerzenschein.

Cuenca hat sich uns definitiv von seiner nettesten Seite gezeigt.

Edles Ambiente in verranstem Pulli
Das Essen, lecker und...
... überschaubar...

Edles Ambiente in verranstem Pulli

Das Essen, lecker und...
... überschaubar...

WELTMEISTER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ein ständiger Begleiter auf unserer Reise und bei den Planungen war in den letzten Wochen stets die WM gewesen. Das mit den Planungen hat ja dann auch mal besser und mal schlechter geklappt...

Manches Spiel der Deutschen wurde dann auf einem Boot oder in einem Flugzeug verpasst.

Aber egal, unsere Mannschaft hat sich nicht schrecken lassen und jedes gegnerisch Team aus dem Turnier geräumt. So durften wir auf das große Finale gegen einen Gegner, der uns auch ans Herz gewachsen ist, hin fiebern!!!

Nur wo schaut man in einem fernen Land der Heimat ein Endspiel Deutschland-Argentinien?!?!

Nach etwas Recherche kamen wir auf eine Kneipe mit einem deutschen Inhaber. Na, wenn das nix wird!!!!

Das Probeschauen bei dem Spiel um Platz 3 entpuppte sich dann aber als große Enttäuschung. Keine Menschenseele in der Kneipe. Keine?!? Das stimmt nicht ganz!

Wir hatten nämlich neben dem Besitzer auch noch einen ca. 55 jährigen Kanadier neben uns sitzen, der sternhagelvoll war und alles lautstark kommentieren musste, ALLES wusste und so mit das Penetranteste war, was uns soweit untergekommen war.

Eigentlich hatten wir damit diese Kneipe für den großen Tag ausgeschlossen, mangels Alternativen sind wir dann aber doch wieder hin!

Und das war auch gut so!

Der Laden war proppenvoll, im Gegensatz zu unserem neuen Freund Dave aus Kanada, alle Bedienungen und 99% der Gäste in einem Deutschland Trikot oder sonstwie als Deutschland Fan gekennzeichnet.

Tja, und über das Wahnsinns Spiel brauche ich ja nicht mehr viel zu schreiben:

WELTMEISTER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Siegesgewiss vor dem Spiel - Stärke demonstrieren - auch auf dem Kontinent des Gegners!

Siegesgewiss vor dem Spiel - Stärke demonstrieren - auch auf dem Kontinent des Gegners!

OK... Zwischenzeitlich war auch etwas Anspannung spürbar.

OK... Zwischenzeitlich war auch etwas Anspannung spürbar.

Jogi hat es mit seinen Jungs geschafft und gut Lachen.
Der Endspiel-Held: Marioooooooooooooooo Götze!!!!!

Jogi hat es mit seinen Jungs geschafft und gut Lachen.
Der Endspiel-Held: Marioooooooooooooooo Götze!!!!!

Geschafft!
Da haben wir uns ein Küsschen verdient...

Geschafft!
Da haben wir uns ein Küsschen verdient...

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Einmal im Leben eine Weltreise machen. Dem Alltag entfliehen und einfach nur Reisen. Unser langjähriger Traum wird nun war :)) Einen festen Plan gibt es hierbei nicht, da wir uns treiben lassen und dort verweilen möchten, wo es uns gefällt. Eine grobe Idee von unserer Reise haben wir natürlich trotzdem und so werden Australien und Südamerika unsere Schwerpunkte sein. Wir freuen uns auf diese einmalige Erfahrung und sind gespannt, wo uns der Wind so hintragen wird...
Details:
Aufbruch: Dezember 2013
Dauer: 8 Monate
Heimkehr: August 2014
Reiseziele: Thailand
Malaysia
Hongkong
Macau
Philippinen
Australien
Great Ocean Road
Chile
Argentinien
Brasilien
Peru
Ecuador
Kolumbien
Vereinigte Staaten
Deutschland
Der Autor
 
Annika & Axel alias A Team berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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