Einmal um die Welt

Reisezeit: Dezember 2013 - August 2014  |  von Annika & Axel alias A Team

Australien: Sunshine Coast 17.03. - 23.03.14

Noosa

Alle diejenigen, die schon seit Tagen darauf warten, dass endlich wieder ein neuer Reisebericht erscheint, sind jetzt sicherlich ganz hibbelig. Was gibt es diesmal spannendes zu berichten? Mit welchem Seeungeheuer sind sie jetzt wieder ins Wasser gestiegen? Und da wir euch nicht länger auf die Folter spannen wollen, sagen wir euch direkt, was wir die letzten Tagen so gemacht haben: nämlich gar NICHTS!

Nach den vielen Stunden und Kilometern auf der Piste und ebenso vielen ereignisreichen Tagen haben wir DEN Ort in Australien gefunden, an dem wir uns so wohl fühlen, dass wir uns einfach mal dem Luxus des Nichtstuns hingeben. Zugegeben, wir sind gerade auch ein bisschen müde des täglichen Planens und Weiterziehens, so dass es uns nicht schwer fällt, einfach mal die Füße still zu halten und zu verweilen.

Noosa ist ein kleines Städten nördlich von Brisbane, dass es uns mit seinem Charme sehr leicht macht. Hier gibt es mehrere hübsche und teils menschenleere Strände, die zu ausgedehnten Spaziergängen einladen und bei denen man den mörderisch brechenden Wellen aus sicherer Entfernung zuschauen kann. Will man ein bisschen Getümmel, gibt es genügend Promenaden zum Flanieren und Kaffeetrinken. Das Wetter ist mit sonnigen 29 Grad geradezu perfekt (der Name Sunshine Coast kommt nicht von ungefähr) und unsere Unterkunft ist geräumig und erschwinglich obendrein und lädt ebenso zum Verweilen ein. Der ALDI ist fußläufig erreichbar - also ein Traum!

Und das Beste im Vergleich zur Westkueste überhaupt: Es gibt keine Miggscher - was für ein befreiendes Gefühl, nicht mehr als Shuttleservice für Hunderte dieser Plagegeister herhalten zu müssen Bei so vielen Vorteilen haben wir unsere zaghaften Weiterreisepläne täglich aufs Neue über Bord geworfen und Gill, unsere sympathische Gastgeberin hier, muss nur noch lachen, wenn sie uns trifft und wir immer wieder um eine Verlängerung bitten.

So haben wir tatsächlich eine ganze Woche in diesem chilligen Örtchen verbracht. Unser typischer Tagesablauf sah meisten so aus: ausgedehntes Frühstück auf der Terrasse und dort meist bis Mittags im Schlafanzug verweilt, am frühen Nachmittag an den Strand, danach ein gemütlicher Kaffee an der Promenade und abends die Gelüste nach deutscher Küche gestillt. So gab es zum Beispiel nach Wochen endlich mal wieder Frikadellen mit Bratkartoffeln sowie Spinat, Kartoffel und Ei.

Wie bei der Muddi

Wie bei der Muddi

Die einzige Aufregung unseres Tages: die Blowholes am Alexandria Beach

Die einzige Aufregung unseres Tages: die Blowholes am Alexandria Beach

Okay, einmal haben wir uns tatsächlich aufgerafft und eine Wanderung im angrenzenden Nationalpark gemacht, hier ein paar Beispiele von "natürlicher" Kunst.

Okay, einmal haben wir uns tatsächlich aufgerafft und eine Wanderung im angrenzenden Nationalpark gemacht, hier ein paar Beispiele von "natürlicher" Kunst.

Und hier unsere Freunde aus dem Reich der Tiere:
oben: Das Deutschland-Huhn - trägt schwarz-rot-gold, hat sich nur in der Reihenfolge vertan.
unten: Herr Biedermann, passt sich gerne an.

Und hier unsere Freunde aus dem Reich der Tiere:
oben: Das Deutschland-Huhn - trägt schwarz-rot-gold, hat sich nur in der Reihenfolge vertan.
unten: Herr Biedermann, passt sich gerne an.

Die letzten Tage am Strand werden ausgiebig genossen, einfach noch mal die Beine und nicht den Kopf in den Sand stecken und die Seele baumeln lassen...
Wird es doch an unserem nächsten Reiseziel deutlich kälter sein. Ja wo geht's denn hin...? Wird noch nicht verraten

Die letzten Tage am Strand werden ausgiebig genossen, einfach noch mal die Beine und nicht den Kopf in den Sand stecken und die Seele baumeln lassen...
Wird es doch an unserem nächsten Reiseziel deutlich kälter sein. Ja wo geht's denn hin...? Wird noch nicht verraten

Die Sonnenuntergänge in Noosa sind auch echt hübsch.

Die Sonnenuntergänge in Noosa sind auch echt hübsch.

Oder?

Oder?

Brisbane

Nachdem wir die Hauptstadt des Sunshine Staates Queensland zunächst links beiseite liegen gelassen hatten, da es uns ans Meer gezogen hat, freuten wir uns umso mehr, dass wir auf unserem Rückweg nochmal eine Gelegenheit hatten, Brisbane zu besuchen. Diese Gelegenheit haben wir genutzt

"Brissy" rangiert wohl nicht unter DEN Hotspots, die man in Australien unbedingt einmal gesehen haben muss, steht aber in dem Ruf, eine sehr entspannte Stadt zu sein, in der die Menschen sich nicht von der in größeren Städten sonst üblichen Hektik verrückt machen lassen. Genauso haben wir es auch empfunden, als wir am Flussufer und an den Geschäften in der Fußgängerzone entlang geschlendert sind. Wie ihr seht, auch wir lassen uns nach Noosa nicht aus unserem SloMo rausbringen und im entspannten Brisbane schonmal gar nicht

Obwohl es hier auch eine nette Kneipenszene geben soll, hat es uns abends gar nicht mehr vor die Tür getrieben. Wir hatten uns in einem kleinen, schnuckeligen B&B einquartiert mit einem ganz lieben Besitzer, der seine Terrasse in einen tropischen Garten mitten in der Stadt verwandelt hat, in dem wir einfach den ganzen Abend hängen geblieben sind.

Das erste Mal, dass es ein bisschen cloudy ist, seit wir in Australien sind.

Das erste Mal, dass es ein bisschen cloudy ist, seit wir in Australien sind.

Das Philipp Lahm zu den Mormonen gewechselt ist haben wir auf der Reise noch gar nicht mitbekommen.

Das Philipp Lahm zu den Mormonen gewechselt ist haben wir auf der Reise noch gar nicht mitbekommen.

Den Opossums gefällt die Oase mindestens genauso gut wie uns und so schauen sie jeden Abend vorbei und suchen in den Palmen nach einem Snack.

Den Opossums gefällt die Oase mindestens genauso gut wie uns und so schauen sie jeden Abend vorbei und suchen in den Palmen nach einem Snack.

Ein paar Worte zu Australien zum Abschluss

Was kann man über Australien sagen? Vielmehr, was ist unsere Meinung über dieses Land, denn das ist ja schließlich eine sehr subjektive Wahrnehmung.

Auch wenn wir hier ein paar sehr spektakuläre Landschaften wie die Klippen der Great Ocean Road oder von Kalbarri gesehen haben, war es am Ende auf jeden Fall aber die Tierwelt, die uns hier am meisten fasziniert hat.

Einmal einen knuddeligen Koala selbst im Baum zu entdecken oder ein Känguru, das über die Wiese davon hoppelt, das sind Erlebnisse, die man nicht mehr vergisst.

Das mit Abstand großartigste Highlight war für uns, dem König der Meere, dem großen Weissen Hai, gegenüber zu "stehen". Allein das ist jede noch so weite Anreise mehr als Wert.
Auch die Tage drum herum auf dem Schiff haben wir sehr genossen, da wir (bei ruhigem Fahrwasser) einfach gerne auf den Wasser sind und die dort gefühlte grenzenlose Freiheit sehr genießen.

Das Erlebnis wird dicht gefolgt vom größten Fisch der Erde, wenn auch harm- und zahnlos gegen den Großen Weissen. Aber den trotz seiner Größe so grazilen Walhai in seiner Schönheit aus nächster Nähe zu sehen, war auch ein großer Traum von uns, der sich in Australien erfüllt hat.

Ansonsten müssen wir gestehen, dass wir für die landschaftlichen Highlights nicht zu den Personen gehören, die dem roten Kontinent verfallen sind. Dafür liegen diese aus unserer Sicht einfach zu weit auseinander und man fährt hunderte von Kilometern durchs Nichts. Viele mögen bei dieser Art des Fahrens möglicherweise entspannen, für uns war das eher anstrengend.

Würden wir uns nochmal für so einen weiten Weg in den Flieger setzten, wäre es doch immer wieder Neuseeland, was wir ansteuern würden. Mit den dort anzutreffenden dramatischen Landschaften in dieser Konzentration auf verhältnismäßig engem Raum konnte einfach noch kein anderes Land konkurrieren. Aber vielleicht werden wir so etwas ja noch in Südamerika erleben, wer weiss...

In einer Hinsicht müssen wir tatsächlich eine kleine Abrechnung mit Australien machen, einfach für unser Seelenheil und da uns hier schon das ein oder andere Mal die Hutschnur gerissen ist.

Die Australier sind uns immer äußerst hilfsbereit und auch sehr interessiert rüber gekommen. Eigentlich immer, wenn wir uns gegenseitig irgendwo fotografiert haben und ein Australier in der Nähe war, wurden wir mit 100% Sicherheit gefragt, ob wir nicht ein Bild gemeinsam von uns wollten...

Wusste man mal nicht, wo es lang geht, und fragte irgendwo, die Person wusste mit Sicherheit anschließend, wo wir her kommen, was wir in Australien schon gesehen haben, wie lange wir bleiben und vor allem, wie gut es uns gefällt, das ist den Australiern nämlich immer sehr wichtig. Und sie freuen sich ehrlich, bekommen sie ein positives Feedback. Also schon ein sehr nettes Völkchen.

Warum ist uns dann manchmal hier etwas auf den Zeiger gegangen?!

Weil man ab und an das Gefühl haben musste, die Abzockermentalität wurde hier erfunden und nicht in Ägypten auf dem Basar. .

Angefangen bei dem schon vorher erwähnten Speeding Ticket. Bei 1-9 km/h zu schnell sind 180 AUD einfach eine Farce. So genau ist kein Tempomat...

Steht ein Fahrzeug etwas zu weit in der Parklücke und überschreitet die eingezeichnete Linie...150 AUD. Was soll das?!

An einem Feiertag werden die Strafen und Punkte...verdoppelt! Nicht etwa, wie in anderen Ländern im Baustellenbereich, was ja noch irgendwo nachzuvollziehen ist.
Nöööööö, am Feiertag! Und weil ein Feiertag so etwas besonderes und so ein freudiges Event ist, kostet an so einem Tag jede Bestellung im Restaurant 15% mehr.

Lustig, überall hängen dann Schilder, wo man sich dafür entschuldigt... Irgendwie absurd!

Ganz schlechte Erfahrungen haben wir auch mit einer Autovermietung gemacht, wobei das wirklich in jedem Land passieren kann. Zuvor am Telefon erteilte Preisangaben erhöhen sich auf mysteriöse Weise, wenn man fest gebucht hat und vor Ort bezahlen möchte und das nicht nur einmal. Sich schriftlich dann sicherheitshalber Dinge bestätigen lassen hilft auch nicht, denn das machen sie einfach nicht.

Auch bei den Unterkünften haben wir die Erfahrung machen müssen, dass nicht immer alles so zutrifft, wie es zuvor angegeben wurde. Das mag jetzt alles nölig klingen, aber irgendwann geht einem das in der Masse auf den Keks und man reagiert sehr empfindlich.

So soll unser Fazit dennoch nicht enden, schließlich hatten wir hier zu 99,9% sehr schöne Momente.

Vielleicht zum Abschluss noch ein paar Zahlen:

Zurück gelegte Kilometer im Auto: Rund 8.000
Mietwagen: 3
Mietwagen mit Cruise Control: Die Wette hätten wir verloren, nur 2! Bis zum Horizont gerade aus fahren und kein Tempomat...
Mietwagen mit ungenauem Tempomat: 1
Tickets wegen Geschwindigkeitsüberschreitung: 2 (bisher bekannt)
Überfahrene Tiere am Straßenrand: ca. 300
Selbst überfahrene Tiere: 0 (puh!)
Gute Radiosender während der Fahrt: wenige
Anteil Musik versus Werbung und Gelaber im Radio: 1:9
Zeit bis Sender während der Fahrt wieder weg war: bis zu 15 Minuten
Eigene Ipod Musik rauf und runter gehört: 100 mal
Anzahl Unterkünfte: ca. 40
Im Hotel vergessene Utensilien: 5 (alles Anni)
Spaghetti mit diversen Saucen: ca. 12
Pizza von Dominos: 10
Grillerchen: der Rest
Verbrauch Weinflaschen: etliche
Anteil australischer Wein: 100%
Leckere Cafe Latte: ca. 80
Leckere Connesseur Icecream (Made in Aussiland und das beste Eis überhaupt): ca. 30 (75% Anni)
Kreditkarteneinsätze: so viel, dass sie glühen!
Kängurus (lebendig): ca. 50
Kängurus (Roadpizza): ca. 75
Koalas (im Eukalyptusdelirium): ca. 30
Koalas (wach und fit): 2
Koalas angefasst: 0 - macht man ja auch nicht!
Koalas auf die Pelle gerückt: 1 - einfach zu süß
Koalas weggehupt: 1 - zu seiner eigenen Sicherheit
Papageien: unzählige
Weiße Haie: 8
Walhaie: 3
Schlangen: 0 (DAS hat uns schon ein wenig enttäuscht... )

Viele schöne Erinnerungen werden wir aus Australien mitnehmen!

Viele schöne Erinnerungen werden wir aus Australien mitnehmen!

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Einmal im Leben eine Weltreise machen. Dem Alltag entfliehen und einfach nur Reisen. Unser langjähriger Traum wird nun war :)) Einen festen Plan gibt es hierbei nicht, da wir uns treiben lassen und dort verweilen möchten, wo es uns gefällt. Eine grobe Idee von unserer Reise haben wir natürlich trotzdem und so werden Australien und Südamerika unsere Schwerpunkte sein. Wir freuen uns auf diese einmalige Erfahrung und sind gespannt, wo uns der Wind so hintragen wird...
Details:
Aufbruch: Dezember 2013
Dauer: 8 Monate
Heimkehr: August 2014
Reiseziele: Thailand
Malaysia
Hongkong
Macau
Philippinen
Australien
Great Ocean Road
Chile
Argentinien
Brasilien
Peru
Ecuador
Kolumbien
Vereinigte Staaten
Deutschland
Der Autor
 
Annika & Axel alias A Team berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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