Träume Wirklichkeit werden lassen...

Australien-Reisebericht  |  Reisezeit: September 2007 - Juni 2009  |  von Melanie Kasüske

Australien: Die geilste Tour meines Lebens - Das Outback

Groovy Grape Tours - Rock 2 water

Ich muss euch leider sagen, dass dies der kuerzeste Eintrag wird:

Tag 1: Wir sind steckengeblieben, weil Steve ne verbotene Strasse gefahren ist
Tag 2: Steve schlaegt sich ausversehen gselber
Tag 3: Steve faehrt los obwohl Julien noch gar nicht im Bus ist
Tag 4: Steve verliert den Tisch beim fahren
Tag 5: Steve wird vom Hund gebissen
Tag 6: ein ganz normaler Tag

So, fertig!

Nein Scherz.

Fuer die Aufklaerung: Steve war unser Tourguide und echt der genialste Tourguide den ich jeh erlebt habe.

Ich muss mich jetzt erst mal zurueckversetzen weil es schon alles so lange her ist (also 8 Tage).

Unsere Gruppe war schoen gemischt (auch wenn die Deutschen und Englaender schon wieder ueberragten)

5 Deutsche (alles Maedels)
5 Englaender (1 Kerl, rest Maedels)
2 Iren (Maedels)
2 Schweden (Paerchen)
2 Koreaner (Maedels)
1 Franzose
1 Italiener
1 Japanerin
1 Canadierin
1 Schweizerin
1 Ausralier (Steve halt)

Wir sind von Alice Springs also Mittags aufgebrochen in Richtung Kings Canyon. Ich hatte das grosse "Glueck" neben dem nervendem Italiener, Lorenzo, zu sitzen. Naja, was solls, ein wenig Pech musste man ja haben und eigentlich war er ja auch ganz lustig.
Auf dem Weg zu unserem ersten Camp bog Steve auf einmal ab. Wir guckten wohl alle etwas doof, weil auf der Strasse ein riesen Schild stand "Road Closed". Es war echt eine Hoellenfahrt durch Sandduenen und aehnliches und wir dachten schon, dass wir bald stecken bleiben wuerden. Aber nichts, alles lief super, wir sammelten viel Feuerholz und fuhren wieder zurueck... ja und da passierte es. Wir blieben in einem ausgetrockneten Flussbett stecken.

Das war ein Spass kann ich euch sagen. Steve buddelte die Reifen aus, setzte sich rein und wir mussten alle schieben. Erst den Bus, dann den Trailer. Aber bis wir die mal zum bewegen brachten dauerte es auch eine ganze Weile. Alles wieder toll wollte Steve probieren loszufahren und blieb wieder stecken. Fuer uns hiess es dann erst mal ein Stueck weiter unser Gepaeck tragen und dann wieder schieben, so lange, bis wir aus dem Flussbett draussen waren.
Danach verlief die Fahrt allerdings ganz gut und wir kamen zu unserem Camp am Kings Creek. Wir bekamen unsere Swags erklaert in denen wir die naechsten Naechte verbringen wuerden und machten uns dann auf zu den Toiletten.
Da dann der erste Schock. In der Damentoilette gab es mehr Motten als alles andere und so sind wir fuer die Nacht aufs Maennerklo umgezogen *lol*
Das erste Dinner war der Hit! Gnochie mit Vegetable-Sosse und frischem Salat. Himmel war das super!
Wir sassen noch etwas am Lagerfeuer zusammen und gingen dann in unsere Swags. Wir Deutschen natuerlich nicht ohne den typisch deutschen Angstsinn zu entwickeln und uns unsere Fliegennetze ueber den Kopf zu ziehen, damit wir auch schoen bloed aussehen Iris setzte noch einen drauf mit ner Art 1-Frau-Fliegennetzzelt. Unser Problem war naemlich, dass wir die dicken Kaefer und Kakerlaken gesehen hatten die da so auf unserem Swags dann und wann rumliefen.
Der Sternenhimmel aber liess alles andere verblassen, denn in dieser Nacht gab es gewiss 1000 Sternschnuppen. Es war echt einfach himmlisch.
Da ich davor die Nacht im Hostel so gut wie gar nicht geschlafen hatte (weil alle anderen aus dem Zimmer zu unmenschlichen Zeiten aufstehen mussten) und die Nacht davor auch nicht (Ghan) sah ich mir das Spektakel bewusst nur 5min an, dann muss ich eingeschlafen sein um erst wieder wach zu werden, als der Rest schon fast komplett aufgestanden war. Ja, so kaputt kann ein Mensch sein.

Nach dem Fruehstueck haben wir uns also aufgemacht zu unsere erste grosse Wanderung im Kings Canyon.
Im Nachhinein kann ich sagen, dass dies die schoenste Wanderung war. Wir sind erst einen laaangen Berg hochgestiegen bevor wir an einem steilen Abgrund weitermaschiert sind. Danach ging es in die Schlucht hinunter zu einem See wo Colette und Lorenzo sogar schwimmen waren. Danach ging es natuerlich wieder rauf und immer weiter mit total genialen Aussichten und immer wieder anderen Felsformationen.
Nachdem wir wieder zu unserem Camp gefahren waren und all unsere Sachen eingeladen hatten sind in Richtung Uluru & Kata Tjuta NP gefahren - natuerlich nicht ohne unser erstes Gruppenfoto an der Strasse zu machen wo wir am Tag vorher steckengeblieben waren.

Nach vielen Stunden fahren (wie ja auch schon am Tag davor) kamen wir also endlich in einem der beruehmtesten NPs der Welt an, machten unsere Swags fertig und fuhren zum ersten mal in den Park um den Sonnenuntergang am Uluru zu begutachten. An diesem Tag von der Stelle von der jeder Australientourist die Fotos macht. Es war trotzdem sehr sehr schoen und vor allem total lustig.
Nach einem weiteren geilen Abendessen (Gemuese-Reis-Pfanne und natuerlich Salat) ging es dann wieder ab in die Heia, den Sternenhimmel beobachten und die wilde Natur geniessen.

Am naechsten Morgen gab es eine Ueberraschung. Wir sollten alle so um 8Uhr aufstehen und was war?! Um kurz vor 8 fing ein Dingo bei uns ganz in der Naehe an zu heulen wie nichts gutes. Das hat sich echt mal gruselig angehoert, aber es war ein Wecker wie ihn nicht jeder hat. Diesen einen Dingo sahen wir auch, weil er ca. 4m von unserem Camp weg sein Geheule abgehalten hat. Ab ca. 8Uhr heulten dann gewiss 5 Dingos gleichzeitig. Hat sich angehoert wie im Film, aber halt echt total genial!

Unser Tagesziel waren die Kata Tjuta (die Olgas). Es war einfach unertraeglich heiss und wir hatten wieder einen 3 1/2 Stunden walk vor uns.
Der Walk begann eigentlich recht schoen, aber nach ca. 1 1/2 Stunden dachte man nur noch "oede und lagweilig"... es gab 1-2 schoene Ausblicke aber das war es auch schon.
Danach fuhr Steve uns zum cultural center, was ich echt total bloed fand. Wie kann man so was bitte machen und es so hinstellen als wuerde man nur gutes fuer die Aborigines tun und so tun als waeren alle gluecklich und froh?! Ich war wirklich geschockt!
Ueberall wird geschrieben die seien die Retter der Aborigines und wuerden das Land bewachen. Haha, die haben die vertrieben mit dem ganzen Tourismus scheiss. Und wieso denken die die tun nur gutes, wenn die die Touris den heiligen Berg (Uluru) besteigen lassen?! Angucken ist ja voellig in Ordnung aber aaaahhhrrggghhh ich war so wuetend dort!!!

Alles was nach dem Cultural Center war, war pure Entspannung. Faul rumliegen im Pool des Uluru Resorts und darauf warten, dass Steve uns wieder abholt. Also nichts besonderes.

Der Sonnenuntergang Abends war dann grandios. Wir sind erst aus dem Nationalpark rausgefahren und die Hauptstrasse entlang. Niemand von uns wusste so genau was Steve eigentlich vorhatte. Er bog dann irgendwann von der Strasse ab auf eine "Nicht-Strasse" wie ich sie hier jetzt einfach mal nenne, auf der wir dann umhergehuckelt sind und als wir schliesslich stehenblieben noch ein ganzes Stueck laufen mussten.
Wir waren an einem Fleck wo niemand war ausser uns. Von dort aus konnte man Uluru und Kata Tjuta zusammen sehen und in der Mitte von beiden den Sonnenuntergang. Es war einfach fantastisch.

Selbst als die Sonne wegwar sassen wir noch da und redeten viel. Besonders Steve erzaehlte uns Storys ueber seine extreme Schlangenangst und das alles in einer sehr lustigen Geschichte wo er erst einen von einer seiner ersten Gruppen beeindrucken wollte und den starken gespielt hat aber dann schreiend weggerannt ist.

Nicht, dass der Tag schon aufregend genug war gab es dann kurz vor dem Dinner noch eine Ueberraschung... die Jungens kamen aus dem Badezimmer "There´s a Snake in the bathroom"
Wir sind natuerlich alle hin und mussten uns das Spektakel angucken. Steve holte dann jemanden von dem Campingplatz aber er konnte auch nicht mit der Schlange so richtig umgehen, also rief der wiederum die Schlangenfaenger und die fingen dann die Brownsnake ein. War echt super.

Der naechste Tag (wir befinden uns in den Erzaehlungen grade am 16.11.) begann um 4Uhr Morgens wieder mit dem Wecker namens "Dingo"... irgendwer muss denen gefluestert haben, dass wir diesmal so frueh aufstehen mussten.
Wir fuhren dann zum Uluru den Sonnenaufgang gucken. Auf der Fahrt dahin sah es soooo genial aus wie die Sonne HINTER dem Uluru aufging ... und dann?! Fuhren wir einmal um den Stein herrum zur langweiligen Seite, wo der Sonnenaufgang genauso aussah wie der Sonnenuntergang, nur anders herum.... na toll. Immerhin war das ein Breakfast mit Flair.

Danach ging es dann zu der langweiligsten Wanderung ueberhaupt. Einmal um den Uluru herum. Erst war es ja ganz interessant aber nach ca. einer Stunde dachte man nur noch "Ja, immer noch derselbe Stein und immer noch bloede Loecher dadrin. Super!
Nach 3 Stunden waren wir also totgelangweilt und konnten dies weiterhin auf der ewig langen Busfahrt nach Cooper Pedy tun. Irgendwann wurde es sogar so langweilig, dass wir eine Kissenschlacht mitten in Bus begannen. Sehr lustig. Ausserdem sangen wir viel und tanzten im Bus umher da Steve uns versprach, dass wir Abends noch in ne Musikkneipe gehen wuerden.

Wir kamen allerdings leider erst um 22Uhr in Cooper Pedy an Nunja, wir sind trotzdem noch ausgegangen. Tina (England) und ich sind dann aber schon nach ca. 1 Stunde abgehauen weil es so superlangweilig war und auch nicht wirklich eine Musikkneipe sondern eher eine Bar in einem Hotel.

Cooper Pedy ist die Underground City. Jetzt stellt man sich natuerlich vor, dass es da total toll ist und alles underground ist. Nein, dem ist nicht so. Wir waren ALLE enttaeuscht. Es war eine der haesslichsten Staedte in denen ich jemals war. Unser Hostel war underground, es gab ein underground Museum und eine underground church. Echt aetzend.
Es ist halt bekannt als die Opal Stadt da die reinsten Opale der Welt von dort kommen. Das ist auch der Grund wieso die kleinsten Opale da erst bei 300AUD anfangen, wenn man einen kaufen will.
Wir haben also am naechsten Tag nur das Museum und die Kirche besucht und das wars. Hatten dann noch etwas Zeit fuer uns, aber wir sassen die meiste Zeit nur rum, bevor wir weiterfuhren, wieder fast 7 Stunden, erst nach Pt Augusta und dann zu den Flinders Ranges. Auf dem Weg dahin lernte ich dann einen australischen Film kennen, weil Steve sagte "We re now coming to the place of wolves creek"... Tina ist fast ausgetickt. Sie erzaehlte mir dann von dem Film und ich bin dafuer, dass ihr euch den alle angucket (also der Film heisst auch wolves creek). Es handelt sich um eine wahre Story ueber Backpacker und es ist ein Horrofilm. Soll wohl sehr gut aber sehr abschreckend sein.

Das Hostel war ganz nett aber wir kamen erst wieder spaet am Abend an. Somit gabs direkt Dinner (Chilli con carne, sehr geil, hatte ich seit Ewigkeiten nicht mehr) und danach sind wir wieder in einen Pub gegangen. Es war sooo aetzend. Stellt euch vor es ist Samstag Abend und niemand geht hin. Das war echt etwas komisch, denn wir sassen da echt alleine mit unserer Gruppe. Tina (England), Nadja (schweiz, aber der franzoaesische Part), Julien (Frankreich) und ich haben dann noch ein paar total lustige Fotos gemacht bevor wir wieder zurueckgegangen sind weil die anderen uns zu bloed wurden.

Am Hostel haben wir erst noch alle etwas zusammen gesessen (also wir 4), aber dann sind Nadja und Tina ins Bett und Julien und ich sassen noch Stundenlang draussen und haben ueber Gott und die Welt gequatscht und ne Runde Billiard gespielt. War echt schoen, er war ein super Gespraechspartner.

Am naechsten Morgen erfuhren wir dann wieso die anderen noch so lange in dem Pub waren. Steve hatte in seinen Geburtstag reingefeiert ohne uns irgendetwas davon zu erzaehlen. Echt aetzend. Dafuer haben wir ihm dann eine Geburtstagskarte gebastelt und ihn mit nem kleinen Staendchen ueberrascht.

Da wir an dem Tag ca. 40Grad hatten konnten wir den Walk in den Flinders Ranges den wir eigentlich machen wollten nicht machen, weil der NP und die Walkingtracks gesperrt waren. (was ja nur allzu verstaendlich ist) Somit sind wir "nur" eine Stunde gewandert zu Hoehlen von Aborigines wo halt Gemaelde von denen waren. Aber es war echt unendlich heiss und die 100000000 Fliegen haben echt genervt.

In Adelaide angekommen habe ich erst mal Annie, Anne und Mia im Hostel wiedergetroffen und bin unter die Dusche gejumped. Hat echt gutgetan. Das Hostel war auch ganz okay.
Abends sind wir dann noch mit ein paar von der Tour weggegangen. War aber nichts besonderes und ich bin auch nur bis 24Uhr geblieben.

Im Moment bin ich in Adelaide nach dem wwoofen, aber den Bericht vom wwoofen hab ich noch net geschrieben, der kommt dann in ein paar Tagen

Holz sammeln fürs Lagerfeuer

Holz sammeln fürs Lagerfeuer

ohoh steckengeblieben und Steve musste schauffeln

ohoh steckengeblieben und Steve musste schauffeln

... und wir mussten unser Gepäck tragen...

... und wir mussten unser Gepäck tragen...

HAU RUCK

HAU RUCK

HAU RUCK die 2.

HAU RUCK die 2.

soooo gemütlich war es Nachts

soooo gemütlich war es Nachts

und SO sind manche Deutsche ausgestattet (gell Iris?)

und SO sind manche Deutsche ausgestattet (gell Iris?)

without words

without words

Kings Canyon

Kings Canyon

Kings CAnyon

Kings CAnyon

blue tongue (ja, die heissen halt so)

blue tongue (ja, die heissen halt so)

brown snake im bathroom

brown snake im bathroom

uluru

uluru

group picture in front of the uluru

group picture in front of the uluru

kata tjuta

kata tjuta

kata tjuta

kata tjuta

sunset von Steves Lieblingsplatz in ganz Australien ... rechts kata tjuta und links uluru

sunset von Steves Lieblingsplatz in ganz Australien ... rechts kata tjuta und links uluru

listening to stories

listening to stories

sunset at kata tjuta

sunset at kata tjuta

brekkie at uluru

brekkie at uluru

sunrise at uluru

sunrise at uluru

Uluru

Uluru

at Uluru

at Uluru

underground hostel

underground hostel

unterground house at cooper pedy

unterground house at cooper pedy

underground hostel

underground hostel

underground hostel

underground hostel

Coober PEdy

Coober PEdy

without words

without words

Nadja, Tina und ich

Nadja, Tina und ich

Nadja (Schweiz), Tina (England), ich (deutschland), Julien (Frankreich) und Tobias (Schweden)

Nadja (Schweiz), Tina (England), ich (deutschland), Julien (Frankreich) und Tobias (Schweden)

Julien, Tina und Nadja

Julien, Tina und Nadja

Malin, Nadja und Tobias

Malin, Nadja und Tobias

äh ja, myself and Tina

äh ja, myself and Tina

rockin all over the world

rockin all over the world

nadja... schweizer angewohnheiten...

nadja... schweizer angewohnheiten...

nicht gestellt... lol... jaqui und mareike

nicht gestellt... lol... jaqui und mareike

flinders ranges

flinders ranges

flinders ranges

flinders ranges

© Melanie Kasüske, 2007
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Eine Entdeckung besteht darin, etwas zu sehen, was jeder gesehen hat und sich dabei etwas zu denken, was noch niemand gedacht hat. Singapur - Australien - Neuseeland - Suedostasien
Details:
Aufbruch: 25.09.2007
Dauer: 20 Monate
Heimkehr: 07.06.2009
Reiseziele: Singapur
Australien
Neuseeland
Malaysia
Thailand
Der Autor
 
Melanie Kasüske berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
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