Träume Wirklichkeit werden lassen...

Australien-Reisebericht  |  Reisezeit: September 2007 - Juni 2009  |  von Melanie Kasüske

Australien: Der groesste Sandkasten der Welt - Fraser

Nun habe ich schon geschrieben, dass Cairns nicht das gelbe vom Ei war und dass ich Airlie Beach noch haesslicher fand. Das musste ich so schreiben, denn jetzt kommts. Wenn ich so an Cairns zurueckdenke hat es mir eigentlich echt super dort gefallen!

Der Horror nach dem Horror (Airlie Beach) kam dann naemlich nach meiner ersten Nacht-Busfahrt: RAINBOW BEACH! (Mum, und du findest Alice Springs haesslich. Das war ne Wonne dagegen)
Dort gibt es NICHTS. Und wenn ich nichts schreibe, meine ich auch nichts.
Ein IGA, Ein Minisouvenierladen, eine Tankstelle und ein Cafe. That's all.

Das Hostel (Dingo's) war von der Sauberkeit und der Aufteilung einfach himmlisch!!! Dafuer war das Personal ganz schoen kompliziert. Die haben wirklich gar nix auf die Reihe bekommen.

Da Australien ja das Land der Zufaelle ist, (wir erinnern uns an die Nichte von dem Saenger von Hoergeraet die ich hier getroffen habe, also Ann-Kathrin) muss ich euch natuerlich auch noch von den weiteren Zufaellen des Australienaufenthaltes berichten.
Ich stehe also so an der Rezeption und will einchecken. Wer steht auf einmal neben mir? Kathrin, die ich auf der Great Ocean Road kennengelernt habe und die auch mit im Ghan nach Alice Springs geflogen ist. Was ein Zufall! Da trifft man sich auf fast der anderen Seite Australiens wieder.
10min spaeter sass ich draussen mit Debbie, Geo (beide England) und Marcos (Brasilien) weil wir alle warten mussten auf die Zeit wo wir einchecken konnten als ich ploetzlich schon wieder ein bekanntes Gesicht sehe. Emilie (die von Cape Tribulation wie ihr euch sicherlich erinnert) Das war auch lustig, aber sie wartete nur auf ihren Bus und war 10min spaeter verschwunden.

Spaeter habe ich noch das Maedel wiedergetroffen die in Airlie Beach mit in meinem Hostel war. Also Annelie, die Deutsche von der ersten Nacht.

Am Nachmittag hatten wir dann ne Einfuehrung in Fraser Island und wie man da am besten faehrt und unsere Gruppen wurden zusammengestellt.
Ich war ja noch in der Laune, dass ich auf den Whitsundays die einzige Deutsche war und hatte schon fast vergessen dass es hier nur so von denen wimmelt... in meiner Gruppe (11 Leute) waren 6 (!!!) Deutsche, 2 Franzosen, 2 Englaenderinnen und ein Brasilianer. Na super. Lol
Nichtsdestotrotz war die Gruppe super, wie ich in den naechsten Tagen merken sollte.

Abends sassen wir etwas zusammen und gingen alle recht frueh ins Bett weil es am naechsten Morgen schon um 7.30Uhr zu den 4WD (Jeeps) ging.
Haha, Pustekuchen. Hier eine kleine Anekdote ueber die (Un-)faehigkeit des Personals im Dingo's: Uns wurde gesagt wir sollten doch bitte um 7.30Uhr ALLERSPAETESTENS um 7.45Uhr bei den 4WDs sein. Davor haetten wir enough Zeit um auszuchecken und zu fruehstuecken. Die Rezeption machte um 7Uhr auf, das Fruehstueck begann um 7Uhr. Nun sollte man denken, dass es wirklich moeglich ist in 30-45min 55 Leute satt zu kriegen und auszuchecken. Allerdings geht das nicht, wenn das Fruehstueck erst um 7.05Uhr beginnt und an der Rezeption nur EINE EINZIGE Frau sitzt. Das kann NICHT klappen. Somit waren gegen 8Uhr dann endlich alle da und das packen durfte beginnen.

Alles rauf auf den Jeep. 2 Eskis, Zelte, Schlafsaecke, Geschirr und Futter on Mass, Getraenke, unsere Daypacks, Gaskocher... was man halt so alles braucht.
Waehrenddessen checkten die beiden Arbeiter (deren Namen ich schon wieder vergessen habe) die Autos und wir Fahrer (in meiner Gruppe waren 4 Fahrer inkl. mir. 3 Maenner und ich) haben eine Einfuehrung in das Fahren eines 4WDs bekommen.

Dann ging es endlich los. Wir als A-Team sind als letztes gefahren (sehr logisch, oder?) und die Karawane machte sich auf in Richtung Faehre.
Keine 5min spaeter passierte es dann. Matthieu (einer der Franzosen) war unser erster Fahrer und was passiert?! Uns platzt ein Reifen. ... da wir die Letzten waren hat uns natuerlich auch niemand bemerkt und wir standen nun also da. Mitten auf der Strasse. Aber was heisst hier Reifen geplatzt. Er war nichtmal geplatzt, es war einfach nur die Luft raus.
Also versuchten wir das Ding zu wechseln. Leider war unser Wagenheber kaputt und so standen wir da. Unser Begleiter zur Faehre (halt vom Hostel einer) kam dann zurueck und meinte er wuerde gleich wieder dasein.
Derweil kam ein netter Herr, bzw. eine nette Familie vorbei, die uns ihren Wagenheber gaben und somit unser weiterfahren retteten.

Die Fahere war nicht spektakulaer und auch die erste Zeit auf Fraser war jetzt nichts besonderes. Somit erzaehle ich euch ein wenig ueber diese Insel. Okay, einen Satz:
Es ist die groesste reine Sandinsel der Welt. Man kann immer ein paar Stunden am Tag auf der Insel umherfahren. Natuerlich nicht, waehrend Flut ist, weil, logischerweise, dann kein befahrbarer Strand da ist.

Unser erstes Zeil war Lake MacKenzie. Der Weg dahin war grausig. Besonders weil unser Fahrer (in der Hoffnung, dass er es nicht liest), echt der schlechteste von allen war.
Der See war eine Wonne. Einfach HIMMLISCH!!! Verena, Mathieu und ich waren dann die ersten die anfingen zur anderen Seite (ganz schoen lange) zu schwimmen. 2-3 andere aus unserer Gruppe machten dasselbe
Es war himmlisch. Man sagt, dass Wasserfirmen wie Evian etc. das Wasser aus diesem See nehmen (was aber nur ein Scherz ist soweit ich das verstanden haben). Das Wasser hat auf jedenfall super geschmeckt. Es sind nichtmal Fische da drin, es ist einfach nur klares Wasser.

Auf der anderen Seite waren wir 6 (oder so) dann die einzigen Menschen ueberhaupt und haben erst mal die Ruhe genossen, bevor wir wieder zurueck geschwommen sind.

Ich war dann die naechste Fahrerin. Hej, das war ein Erlebnis so mit 4WD zu fahren. Ich habe direkt mal ne Aerobicstunde daraus gemacht und es haben auch wirklich fast alles mitgerufen wenn ich "Jiiihhaaa" gebruellt habe (Doris, sei stolz auf mich lol). Was ein Spass. Irgendwann haben wir dann aber wieder getauscht und sind zum Maheno Wreck gefahren. Ist halt n altes Schiffswrack. Die Geschicte dazu ist so was von unspektakulaer, dass ich sie euch einfach erzaehlen muss.
Das Schiff war im 19. Jahrhundert ein Luxusliner, wurde dann aber im 1. WK als Hospital eingesetzt. Dann wurde es an Japan verkauft die es als Metallfrachter benutzten. Auf dem Weg nach Japan geriet das Schiff in Seenot und landete auf Fraser Island. Die Japaner konnten mit diesem Standort nichts anfangen, weil sie noch nie was von dem Strand gehoert hatten und gaben somit das Schiff komplett auf. *Geschichte zu Ende*

Unser erstes Camp schlugen wir dann in der Naehe vom Wrack auf wo wir auch noch 3 andere Gruppen von Dingo's getroffen haben. (ich muss grade mal was einschieben. Ich schreibe die ganze Zeit auf meinem kleinen Laptop und da habe ich natuerlich so was wie üöä aber irgendwie bin ich inzwischen zu bloed die in meine Worte einzubinden...)
War ganz nett Abends zusammen zu sitzen.

Wir hatten halt auch alle schon den ganzen Tag superviel Spass gehabt mit dem Funky Chicken Dance und Jiihhaa etc. Haben dann viele lustige Spiele gespielt, die ich mir hoffentlich alle behalte und dann mal mit euch spielen kann und so.

Am naechsten Morgen mussten wir notgedrungen zum Cathedral Beach fahren, weil wir neues Eis fuer unsere Eskis brauchten. Somit haben wir da auch direkt gestuehfrueckt und sind dann zum noerdlichen Ende der Insel gefahren, wo wir den Rest des Tages verbringen mussten, weil die Flut schon um 11Uhr morgens kam und bis 15Uhr andauerte.

Von dort sind wir dann in verschiedene Richtungen losgewandert. Verena, Mathieu und ich sind als erstes auf den Felsen geklettert und haben Rays und Sharks beobachten koennen. Einfach genial. Die anderen kamen dann auch langsam nach (nicht alle, aber fast) und wir haben uns aufgemacht zu den Champagne Pools. Die heissen so, weil das Wasser dort so schaeumt, dass es aussieht wie Champagne. Dort konnte man dann auch etwas ins Wasser gehen. War ganz nett.

Oh, mir faellt grad zwischendurch ein: Ich hab euch im letzten Beitrag was von nem Krokodil erzaehlt ueber das ich schreiben will und habs net getan. Boeses Maedel ich. Also, es ist entstanden als wir im Lake MacKenzie geschwommen sind. Mathieu fragte "Have u seen the crocodile?" Und daraus wurde dann die lustigste Unterhaltung ueber 3 Tage die ich jemals hatte weil immer nur ueber seinen imaginaeren einzigen Freund, dem Krokodil geredet haben. Zu schoen.

So, weiter im Chaos.

Abends sind wir dann erst noch mal zum Cathedral Beach um neues Eis zu holen und dann Richtung Lake Wobby, wo wir auf einem Campground in der Naehe unsere 2. Nacht verbrachten.
Diesmal sahen wir endlich das wofuer die Insel bekannt ist: Dingos on mass. Himmel, die umrundeten echt unser Camp den ganzen Abend. Gluecklicherweise sind die Viecher recht scheu, weswegen wir aber trotzdem nie alleine ins Gebuesch gekrabbelt sind um Puschen zu gehen.

Dann zu einem der schoensten Gespraeche meines Lebens: Ich wollte ins Bett und vorher aber noch runter an den Strand oder wenigstens auf die Duene zum Sterne gucken, aber mir war ganz schoen komisch dabei dort alleine zu sitzen (wegen den Dingos halt), also erbarmte sich Mathieu und meinte "I come with u, but only 5 minutes"... daraus wurden dann ca. 45min. Wir haben einfach dagesessen, Sterne beobachtet, Sternschnuppen gezaehlt und ueber Gott und die Welt gesprochen in einem Gemisch aus Franzoesisch, Deutsch und Englisch.
Natuerlich, wie sollte es anders sein, war die erste Frage von Geo als ich spaeter ins Zelt gekrabbelt kam "And? What did happen?" Ich: "We talked a lot" Sie: "No way" Ich: "Yes, nothing more"

Am naechsten Morgen machten sich 5 unerschrockene Deutsche auf um Lake Wobby zu erkunden. Natuerlich die falsche Richtung wie uns ein "Ranger Danger" mitteilte, nachdem wir schon 40min unterwegs waren. Also wieder zurueck und dann die richtige Richtung eingeschlagen... naemlich im 4WD mit ein paar von der anderen Gruppe die auch bei uns gezeltet hatte.
Der 20min Fussmarsch zum Lake zeigte sich dann als schwerster Wanderweg aller Zeiten, weil es nur durch reinen Sand ging, wie in der Wueste. Und auch nicht 20min sondern 35min.
Lake Wobby wird in ein paar Jahren nicht mehr dasein, weil er immer weiter einsickert. Er ist umgeben von hohen Sandduenen und hier kommt der Spass ins Spiel: Man lege sich auf den oberen Rand der ca. 10m hohen Duene und lasse sich den kompletten Berg runterrollen bis man ins Wasser platscht. ... Macht tierisch Spass solange man rollt und auch die erste Sekunde im Wasser. Danach ist eine so schlecht, dass man am liebsten in den See kotzen wuerde. Hat aber mehr Spass gemacht als wie dass es scheisse war. lol

Dann gings zurueck zum Auto und runter von der schoenen Sandinsel.
Ihr glaubt es gar nicht. Sand war ueberall. In jeder Ecke. (also ich mein jetzt in den persoenlichen Sachen, wie auch auf der Insel lol)

Zurueck auf dem Festland tankten wir und fuhren dann zum Workshop wo unser 4WD dann auf die Gesundheit geprueft wurde.
Uns fehlten tatsaechlich 4 Tassen und uns wurde pro Tasse 5 Dollar angerechnet. Wir sagten, dass eine der anderen Gruppen unsere 4 Tassen hat (die, mit der wir immer Abends zusammen gesessen haben) aber das einzige was man uns sagte "Sollte uns was auffallen, melden wir uns und ihr bekommt das Geld wieder"
Komischerweise war die Gruppe mit unseren Tassen aber schon vor uns dagewesen.
Dann wollten die uns tatsaechlich noch was fuer den Reifen andrehen. HALLO? Der is netma geplatzt. Da war einfach die Luft raus nach ner Zeit. Da haben wir nichts kaputt gemacht, da hat jemand die Reifen nicht richtig ueberprueft!
Nachher im Hostel bekamen wir dann auch gesagt, dass es schon okay sei und wir nichts bezahlen muessten fuer den Reifen.

Im Hostel trafen wir natuerlich auch wieder die Leute der anderen Gruppe die uns tatsaechlich erzaehlten, dass sie 4 Tassen zuviel gehabt haetten und gesagt hatten "Team A will come and these are their cups because we were sitting together most of the time".... was ne Verarsche. Geo hat dann aber die vorgestreckten 20Dollar auch wiederbekommen. Aber so wollen die einen verarschen...

Platten nach 3min

Platten nach 3min

Debbie, Geo, Verena und Jana

Debbie, Geo, Verena und Jana

Das ist die "Strasse"

Das ist die "Strasse"

Marcos, Florian, ich und Arndt

Marcos, Florian, ich und Arndt

moi in Lake MacKenzie

moi in Lake MacKenzie

Lake MacKenzie

Lake MacKenzie

Maheno Wrack

Maheno Wrack

Verena, ich und Matthieu

Verena, ich und Matthieu

unser erstes Camp

unser erstes Camp

am noerdlichen Ende von Fraser Island

am noerdlichen Ende von Fraser Island

Aussicht vom noerdlichen Ende

Aussicht vom noerdlichen Ende

Florian, Matthieu, Marcos, *shitnamenvergessen*, Jana und Verena

Florian, Matthieu, Marcos, *shitnamenvergessen*, Jana und Verena

Champagne Pools

Champagne Pools

nochmal

nochmal

Geo, Marcos und Matthieu

Geo, Marcos und Matthieu

unser zweites Camp

unser zweites Camp

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Das ist der Walking Track zu Lake Wobby

Das ist der Walking Track zu Lake Wobby

das isser dann auch

das isser dann auch

die tolle Truppe

die tolle Truppe

Marcos unser immer gut gelaunter Brasilianer der nicht aussah wie ein Brasilianer... lol

Marcos unser immer gut gelaunter Brasilianer der nicht aussah wie ein Brasilianer... lol

Um den Beitrag auch fertig zu schreiben bis Brisbane (die Stadt hat keinen eigenen Eintrag verdient)... am naechsten Morgen ging es halt auf ne kurze Busfahrt nach Brisbane. Die Stadt selber war einfach nur ne haessliche Grossstadt. Mehr nicht. Aber na ja, fuer mich gabs n neuen mp3-player, weil meiner kaputt war und Abends gabs Cocktails aus 1,5l Behaeltern. Auch nicht schlecht.... oh und heute kann ich hinzufuegen, dass ich irgendwo da meinen USB-Stick verloren habe und der arme jetzt ganz allein irgendwo in Brisbane ist (und ich mir morgen in Sydney nen neuen kaufen darf... sitze grad uebrigens auf der Farm)

Nach Brisbane kam dann meine laengste Busfahrt... 17 Stunden bis nach Sydney. Konnte aber wenigstens etwas schlafen. Zu Sydney aber spaeter mehr

Brisbane

Brisbane

© Melanie Kasüske, 2007
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Eine Entdeckung besteht darin, etwas zu sehen, was jeder gesehen hat und sich dabei etwas zu denken, was noch niemand gedacht hat. Singapur - Australien - Neuseeland - Suedostasien
Details:
Aufbruch: 25.09.2007
Dauer: 20 Monate
Heimkehr: 07.06.2009
Reiseziele: Singapur
Australien
Neuseeland
Malaysia
Thailand
Der Autor
 
Melanie Kasüske berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
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