Sued-Ost-Asienreise

Reisezeit: April 2006 - Januar 2007  |  von Elisabeth Helmich

China: Hang out im Traveller-Mekka Yangshuo

06.08. - 09.08.

Raus aus dem Regen, rein in den Zug...
Zuerstmal war ich aber stolz auf mich, dass ich mir selbststaendig mein 1. Zugticket gekauft habe. Ist ja in Europa nicht so schwierig, doch hier schauts etwas anders aus. Denn wenn dich niemand versteht, alles auf chinesischen Zeichen angeschrieben ist und du einfach von nix ein Ahnung hast, ist das schon ein grosses Ding (mittlerweile bin ich aber fast Profi darin).

Zur Zugfahrt: der Reisefuehrer hat mich ja schon etwas darauf vorbereitet, doch jetzt bekam ich es das erste Mal richtig mit: Chinesen kennen keine Privatsphere! Es wurde praktisch "auf" mir gegessen, geschlafen, geraucht, gespuckt, geschrie'n, gequasselt, usw. War ganz schoen anstrengend, doch als ich mit Kids zum Spielen anfing, brach schnell das Eis und auch ich fands lustig. Als ich dann in Guilin in den Bus umsteigen musste, halfen mir die Eltern der Kids weiter. Doch zuerst wurde ich zum Essen eingeladen und dann brachte mich der Sohn zum Busbahnhof und bestand darauf, dass er mir das Ticket zahlen wollte - naja, wenn er drauf besteht?!?

In Yangshuo wurde ich von einer Unmenge an Touris begruesst - manchmal ist's ja wirklich schoen Touris zu sehen... Bei meinem ersten Erkundungsspaziergang wurde ich chinesischen Englischstudenten angesprochen, in laaaange Gespraeche verwickelt, zum Essen eingeladen und gefragt, ob ich nicht bleiben wollte, um als Englischlehrer hier zu unterrichten. Auch dieses Mal hab ich abgelehnt ...

hat diese Gasse nicht Aehnlichkeiten mit der Getreidegasse in Salzburg?!?

hat diese Gasse nicht Aehnlichkeiten mit der Getreidegasse in Salzburg?!?

da wurde die Touristrasse nach uns Westlern benannt!

da wurde die Touristrasse nach uns Westlern benannt!

abends gings erst richtig rund

abends gings erst richtig rund

Tempelspiegelung im Wasser

Tempelspiegelung im Wasser

die Englischstudenten

die Englischstudenten

Am naechsten Tag erkundete ich dann gemeinsam mit Double (ein Englischstudent, witziger Weise geben sich alle Chinesen "englische" Namen - damit wir Westler uns die Namen besser merken koennen?!?) mit dem Fahrrad die Traumlandschaft - ist hier wie in Halong Bay nur eben am Land. Zuerst wurde geradelt und dann der Moon Hill bestiegen. Kein leichtes Unterfangen die 1251 Stufen auf den Berg raufzuklettern, doch ich wurde mit einem wahnsinns Ausblick belohnt!

die Huegerl kommen mir schon bekannt vor...

die Huegerl kommen mir schon bekannt vor...

Yueliang Shan - Moon Hill

Yueliang Shan - Moon Hill

der Ausblick (leider kommts ned so gut rueber)

der Ausblick (leider kommts ned so gut rueber)

Meine weiteren Unternehmungen waren Bamboorafting am Yulong River und Exploring the Watercave mit anschliessendem Schlammbad...

Gut, normaler Weise macht man sowas ja in einer Gruppe, doch nicht so dieses Mal: ich wurde mit dem Taxi zum Fluss gebracht und war die einzige! Wurde auf das Bambooboot verfrachtet und los gings. Das Rafting bestand daraus, dass wir 3 "Uebergaenge" ueberqueren mussten, bei denen ich den Atem anhalten musste, weil es sooooo spannend war (haha). Naja, war sehr edylisch und seeehr ruhig...

eine Bambooboot Anlegestelle

eine Bambooboot Anlegestelle

wow, wie spannend!!!

wow, wie spannend!!!

dafuer wars wirklich wunderschoen!

dafuer wars wirklich wunderschoen!

Und nun zur Watercave. So, jetzt bitte aber eine Gruppe - und wieder nicht - ahhh!!! Gut, mein persoenlicher Guide sagte mir, dass ich gleich den Bikini fuers Schlammbad anziehen sollte und weiters bekam ich neben einem Baustellenhelm auch noch uralte Plastikschlapfen verpasst. Dann gings ab in die Hoehle. Die Hoehle war im Prinzip eine Wassertropfsteinhoehle, teilweise nicht allzugut beleuchtet und nicht zu spektakulaer. Meine Herausforderung war die Hoehe der Hoehle. Wenn meine Fueherin sagte "watch your head" bedeutete dass fuer mich, verdammt aufpassen, denn sie musste sich dann buecken (Anm.: Chinesen sind mind. 1 Kopf kleiner als ich). Teilweise war es dann so niedrig, dass ich schon ueberlegte auf allen Vieren weiter zu gehen, doch ich hatte ja nur meinen Bikini an und ich wollte nicht neben meinem Ruecken auch noch meine Knie aufschuerfen. UND dann kamen noch die Aufforderungen "Be careful - slipery" dazu! Ich hatte ja nur diese uralten Plastikschlapfen an - war gar ned so einfach nict auszurutschen... DAZWISCHEN zeigte sie mir immer wieder Elefanten-, Delphin- und Co-Gestalten in der Hoehle; ich hab ja wirklich eine gute Phantasie, doch ich konnte beim besten Willen einfach nix erkennen - ich sagte dann einfach immer "Oh yes, beautiful" (beautiful ist das Lieblingswort der Chinesen). Es war also eher nicht so mein Abenteuer (man stelle sich eine Liesi im Bikini, mit gelben Baustellenhelm und chin. Plastikschlapfen in einer saukalten Hoehle vor, wie sie sich durch viel zu kleine Gaenge kaempft!!!).
Nach einer einstuendingen Hoehlenfuehrung kamen wir dann endlich zum Schlammbad. Gleich nachdem ich reingestiegen war, bereute ich meine Entscheidung, denn es war nur einfach grauslich!!! Ich wusste nicht, woraus der Untergrund bestand und wieviele Leute hier schon "etwas" hinterlassen hatten. Ich weiss nicht warum, doch ich lies mich dann noch ueberreden in den Matsch zu rutschen. Danach wurde mir richtig uebel - nur schnell raus hier und abwaschen. PECH GEHABT - nix mit Abwaschen! Denn wir hatten noch eine 45 min Wanderung durch ein Flussbett und durch ein Reisfeld vor uns - und ich hatte diesen Matsch noch immer auf mir.
Es war einfach nur schlimm - ich war soooo froh, als ich mich waschen konnte und meine Kleidung anziehen konnte. Wenn ich in einer Gruppe gewesen waer, haett es sicher lustig werden koennen, doch so war ich einfach nur sauer. Ausserdem muesste man Westler vorwarnen, dass die Hoehle stellenweise nur einen halben Meter niedrig ist...
Im Nachhinein kann ich nur drueber lachen - war doch lustig oder?!?

ich weiss wirklich nicht, wie ich fuer dieses Foto laecheln konnte!

ich weiss wirklich nicht, wie ich fuer dieses Foto laecheln konnte!

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ende April gings los Richtung Suedostasien. In den naechsten 8 Monaten werde ich Thailand, Kambodscha, Vietnam, Laos und Myanmar erkunden. Es wird sicher eine spannende Zeit und ich wuerde mich freun, wenn du mich dabei begleitest!
Details:
Aufbruch: 28.04.2006
Dauer: 9 Monate
Heimkehr: 24.01.2007
Reiseziele: Thailand
Khao Yai National Park
Kambodscha
Battambang
Vietnam
Na Trang
China
Tibet
Nepal
Laos
Myanmar
Indonesien
Der Autor
 
Elisabeth Helmich berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.
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