Ich bin dann mal weg...

Reisezeit: Juli 2014 - Juli 2015  |  von Claudia J.

Mexiko II: Palenque

7.10.2014: Am Sonntag bin ich mit dem Bus von Flores zuerst an die guatemaltekische Grenze gefahren. Das waren schon mal ca. 6 Stunden. Die Strasse war wirklich eine Herausforderung. Ich glaube, so riesen Schlagloecher habe ich nicht mal in Afrika gesehen. Der Fahrer konnte teilweise nur im Schritttempo fahren.

Da war die Strasse noch gut

Da war die Strasse noch gut

Hier werden die Schweine angebunden, nicht die Hunde

Hier werden die Schweine angebunden, nicht die Hunde

Auf jeden Fall hat der Fahrer die Klima nicht angedreht und so ein israelisches Paeaerchen hat darauf bestanden, dass die Klima angedreht wird. Ich hab dem Maedl versucht zu erklaeren, dass es wahrscheinlich nix bringt, den Fahrer auf Englisch anzuschreien. Hat sie dann auch verstanden. Ich hatte einen Platz gleich hinter dem Fahrer, Fenster offen und schoen Platz fuer die Beine. An der Grenze ging es dann recht flott (4 Euro bezahlt, ob gerechtfertigt oder wieder mal Motiviationsgeld, keine Ahnung). Die Israelis auf Kampf aus, wollten nicht bezahlen, mussten schliesslich aber doch bezahlen, wenn keine Kohle, dann kein Stempel im Pass. Danach mussten wir umsteigen in ein kleines Boeoetchen und wurden ueber den See befoerdert. Beim Einsteigen in das Boot haette ich beinahe das Gleichgewicht verloren (eigentlich hatte ich es verloren) und haette fast meinen Rucksack in den Fluss befoerdert. Die Jungs hinter mir haben sich schon auf eine Showeinlage gefreut. Konnte meinen Rucksack grade noch ins Boot retten.

Dieses Boot haette ich fast verfehlt

Dieses Boot haette ich fast verfehlt

Und dann ging es uebern See

Und dann ging es uebern See

Danach 2minuetige Taxifahrt zur mexikanischen Passkontrolle (ging auch sehr flott, da nix los) und danach weiter im Bus nach Palenque (nochmal 3 Stunden). Unterwegs noch 2x halten, wegen Militaerdrogenkontrolle. Alles raus aus dem Bus, Gepaeck durchsucht, Pass gezeigt, Bus durchsucht und alles wieder rein in den Bus.

In Palenque angekommen, habe ich gleich mein Hostel gesucht um mein Gepaeck loszuwerden (Hostel Yaxkin, Uebernachtung fuer ca. 8 Euro). Zimmer bezogen (8Bett-Schlafsaal, einfach aber sauber) und ab in die Stadt. Palenque an sich gibt nicht viel her, eigentlich ist es nur eine Uebernachtungsmoeglichkeit, wenn man zu den Ruinen will.

Hostel Yaxkin in Palenque

Hostel Yaxkin in Palenque

Palenque

Palenque

Habe dann eine Tour gebucht: Palenque Mayaruinen, Wasserfall Misol-Ha und Wasserfall Agua Azul (18 Euro). So war ich den ganzen naechsten Tag unterwegs und am Dienstag sollte es auch schon weiter nach San Cristobal de las Casas gehen. Ich habe die Zeitumstellung von Guatemala nach Mexiko nicht bedacht und natuerlich prompt verschlafen. Ich sollte um 8 Uhr abgeholt werden und bin da erst aufgestanden. Gut, dass ich alle meine Sachen schon am Abend zusammengesammelt hatte, so brauchte ich nur in meine Klamotten huepfen und los ging es. Der Fahrer hatte GsD auch Verspaetung. Das Gebiet von Palenque befindet sich im mexikanischen Bundesstaat Chiapas oberhalb des Río Usumacinta. Die Stadt liegt auf einer Terrasse an den Hügeln des weiter im Süden gelegenen Hochlands von Chiapas und erstreckt sich rund zwei Kilometer in Ost-West-Richtung. Zahlreiche kleine Bäche fließen durch die archäologische Zone von Palenque. Die Ruinen, für die oft künstliche Terrassierungen angelegt wurden, schmiegen sich an die grünen Hügel des Hochlands an, die in die Architektur der Stadt integriert wurden. Bisher wurden erst circa 5 Prozent der Bauten freigelegt. Der Rest ist noch vom Dschungel überwachsen. Der Guide Hernan hat mich erst durch den Dschungel und dann durch die Ruinen gefuehrt. Er wollte dann noch, dass ich in so ein Tunnelsystem runtersteige (im Dschungel), er musste aber zuerst alles ausleuchten, ob da keine Schlange ist. Ich meinte dann "No gracias" und bin oben geblieben und er dann "das ist Teil des Abenteuers (Schlangenbiss, oder was?!?!). Also fuer mich gab es da kein Abenteuer. Mir reichen schon die Busfahrten in den Colectivos (Kleinbusse). Die Fahrer fahren ja wirklich wie die Sau!!! Also meine Mama haette bereits die Bodenplatten saemtlicher Colectivos durchgetreten!

Im Dschungel

Im Dschungel

Der Hernan schlaegt eine Nuss auf

Der Hernan schlaegt eine Nuss auf

Kanalsystem der Maya

Kanalsystem der Maya

Termiten

Termiten

Ganz schoen hoch

Ganz schoen hoch

Eine Aussicht

Eine Aussicht

Danach habe ich den Hernan auf ein paar Taccos eingeladen und dann ging es weiter zum Wasserfall Misol-Ha. Der Wasserfall hat eine Höhe von 35 Metern. Auf einem Weg gelangt man hinter die Kaskade, wo es eine ca. 20 Meter tiefe Höhle mit einem kleinen See gibt. Gut, dass ich mir so ein Wasserschutzteil fuer die Kamera gekauft habe, da blieb diese schoen trocken.

Wasserfall Misol-Ha

Wasserfall Misol-Ha

Hinterm Wasserfall

Hinterm Wasserfall

Weiter ging es mit dem Kleinbus zu einem anderen Wasserfall "Agua Azul", in dem man auch schwimmen konnte. Habe ich natuerlich auch gemacht. Auf der Fahrt habe ich die Anna aus Russland kennengelernt, mit der ich dann den restlichen Tag verbracht habe. Insgesamt bestehen die Wasserfälle aus über 500 einzelnen Kaskaden, die eine Höhe von zwei bis 30 Metern erreichen. Der hohe Mineraliengehalt des Wassers verleiht der Wasserfallkaskade ein sehr intensives Leuchten, die Farbigkeit wandeln sich von Becken zu Becken. Während der Trockenzeit sind Farben von Azurblau bis hin zu dunklem Smaragdgrün zu sehen. In der Regenzeit sind die Fälle braun.

Agua Azul

Agua Azul

So sehen die Wasserfaelle dann von oben aus

So sehen die Wasserfaelle dann von oben aus

Mit der Anna aus Russland nach dem Bade

Mit der Anna aus Russland nach dem Bade

Ein frisch gepresster O-Saft gefaellig?

Ein frisch gepresster O-Saft gefaellig?

In Mexiko wird ja alles zu einem Taxi oder Bus umfunktioniert, was Raeder hat. Jeder Raum der mehr als einen Tisch hat, ist ein Gasthaus und jeder Bretterverschlag ist ein Tienda (Geschaeft). Am Dienstag bin ich dann rechtzeitig aufgestanden, um in Ruhe ein Fruehstueck zu geniessen und dann ging es mit dem ADO-Kuehlschrank (ADO=Mexikos groesste Busgesellschaft) durch die Berge Richtung San Cristobal de las Casas.

Viehtransporter - Klappe auf, Schueler rein....

Viehtransporter - Klappe auf, Schueler rein....

...Klappe zu - Schulbus

...Klappe zu - Schulbus

Tuer auf - Tienda

Tuer auf - Tienda

Ich, warm eingepackt im ADO-Kuehlschrank

Ich, warm eingepackt im ADO-Kuehlschrank

© Claudia J., 2014
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ein Jahr durch Mittel- und Südamerika und die Karibik.
Details:
Aufbruch: 24.07.2014
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: Juli 2015
Reiseziele: Mexiko
Guatemala
Nicaragua
Costa Rica
Panama
Kolumbien
Peru
Kuba
Der Autor
 
Claudia J. berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
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