Ich bin dann mal weg...

Reisezeit: Juli 2014 - Juli 2015  |  von Claudia J.

Kuba: Trinidad

Fahrt von Vinales nach Trinidad (nicht ueber Havanna, sondern direkt nach Trinidad)

6.6.2015:Hier hatte ich mir aus dem Reisefuehrer eine Casa (Casa Bernardo) in der Naehe des Parque Cespedes rausgesucht und der dazugehoerige Besitzer hat mich vom Bus abgeholt. Die Casa hat 3 Zimmer, 2 Dachterassen (mit einem schoenen Blick ueber die Stadt) und einem kleinen Balkon vorm Zimmer, von dem man aus die Strasse ueberblicken kann. Es gab wieder ein reichhaltiges Fruehstueck und der Bernardo hat mir auch ein vernuenftiges Abendessen zubereitet. Wenn der Bernardo nicht da ist, halten die Nachbarinnen die Bude in Schuss. Er lebt wohl von seiner Frau getrennt, aber die Maedls von nebenan schaukeln den Laden schon. Mal taucht die eine oder die andere Nachbarin auf. Das ist mir aber schon in Vinales aufgefallen, dass sich die Nachbarn gut untereinander helfen.

Grundsaetzlich sollte man seine Unterkunft in Trinidad nach Moeglichkeit schon im Voraus buchen, denn Trinidad gilt als Hochburg der Schlepper (jineteros). Die jineteros versuchen einen schon am Bus abzufangen und zu einer Unterkunft zu lotsen. Die kassieren dann fleissig am Zimmerpreis mit und so kann es schon vorkommen, dass ein Zimmer dann nicht 20 sondern gleich mal 25 CUC kostet. Hier will dir auch jeder eine Taxifahrt nach Irgendwohin andrehen und im Zentrum stehen an jeder Ecke die Jungs und du hoerst die ganze Zeit nichts anderes, wie: "Taxi, Lady! Taxi!" Besonders arg ist es vor dem Buero des Busunternehmens Viazul. Da musst du wirklich reinspringen um den Burschen vor der Tuer zu entgehen.

Rund um den Plaza Mayor, der als einer der schoensten ganz Kubas gilt, befinden sich die praechtigen Kolonialhaeuser der ehemaligen Adelsfamilien. Die Casa de la Musica befindet sich an einer Steintreppe, wo es staendig Livemusik gibt. Hier habe ich auch wieder ein paar Museen besucht, da ich die Museumswaeterinnen als ein Highlight meiner Reise bezeichnen wuerde. Der Plunder, den die da zeigen ist nur halb so interessant, wie die Arbeitsmoral der Maedls. Eine der Maedls hat mich durch das Museum gefuehrt und hat daran gleich eine Verkaufsveranstaltung ihrer Stickereien (die sie waehrend ihrer Arbeitszeit im Museum erstellt hat)angeschlossen. Leider musste ich dankend ablehnen.

Ananasfelder unterwegs

Ananasfelder unterwegs

Und wieder mal der Fidel

Und wieder mal der Fidel

Mein Balkon in der Casa Bernardo

Mein Balkon in der Casa Bernardo

Mein Zimmer...

Mein Zimmer...

...Bad (an meine lieben Kollegen: man beachte, wo sich die Klopapierrollenhalter befinden)

...Bad (an meine lieben Kollegen: man beachte, wo sich die Klopapierrollenhalter befinden)

Die Dachterasse

Die Dachterasse

Da hat der Bernardo aber schoen gekocht

Da hat der Bernardo aber schoen gekocht

Ausblick von der Dachterasse

Ausblick von der Dachterasse

Iglesia Parroquial de la Santisima

Iglesia Parroquial de la Santisima

Plaza Mayor

Plaza Mayor

Dusche

Dusche

Museo de la Lucha Contra Bandidos

Museo de la Lucha Contra Bandidos

Museo Historia Municipal

Museo Historia Municipal

Die Museumswaerterinnen: stickend...

Die Museumswaerterinnen: stickend...

... beim Kaffeeklatsch...

... beim Kaffeeklatsch...

...schlafend...

...schlafend...

...es geht auch nett laechelnd...

...es geht auch nett laechelnd...

......

......

...wieder stickend...

...wieder stickend...

...beim Schwaetzchen...

...beim Schwaetzchen...

Ja, ja so ein Arbeitstag ist ganz schoen anstrengend

Ja, ja so ein Arbeitstag ist ganz schoen anstrengend

Palacio Brunet

Palacio Brunet

Die Strassenverkaeufer in Trinidad: Kuchen, frisch vom Blech...

Die Strassenverkaeufer in Trinidad: Kuchen, frisch vom Blech...

Zwiebel und Knoblauch...

Zwiebel und Knoblauch...

...Brotverkaeufer

...Brotverkaeufer

Schulschluss...

Schulschluss...

Wieder mal ein paar Autos

Wieder mal ein paar Autos

Cafe Don Pepe in Trinidad

Cafe Don Pepe in Trinidad

Einen Tag habe ich einen Ausflug in die Sierra del Escambray nach Topes de Collantes unternommen. Topes de Collantes ist ein Kurort auf 800m, wo sich die Kubaner ein riesiges Anti-Stress-Zentrum hingebaut haben. 15km noerdlich davon liegt der Parque Guanayara. Mit umgebauten Lastern ging es in den abgelegendsten Teil des Parkes. Erst gab es eine 11/2stuendige Wanderung an einem Fluss entlang zum Wasserfall Salto de Rocio und danach weiter zu einem Naturpool (Pozo de Venado), wo man reinspringen und sich etwas abkuehlen konnte. Unser Guide hat uns unterwegs Interessantes zur Fauna und Flora Kubas erzaehlt. Im Restaurant Casa dela Gallega, einem ehemaligen Bauernhof, gab es ein Mittagessen und zurueck ging es wieder mit den Lastern.

Ausblick Richtung Trinidad

Ausblick Richtung Trinidad

Ausblick Richtung karibische Kueste

Ausblick Richtung karibische Kueste

Mit diesen Lastern ging es nach Topes de Collantes

Mit diesen Lastern ging es nach Topes de Collantes

Einer arbeitet, 9 schauen zu...

Einer arbeitet, 9 schauen zu...

Kurzentrum

Kurzentrum

Nationalblume: Mariposa

Nationalblume: Mariposa

Sternfrucht

Sternfrucht

Nationalvogel: Tocororo

Nationalvogel: Tocororo

Ich wollte auch noch unbedingt in das Valle de Ingenios (Tal der Zuckermuehlen). Dieses Tal zaehlte zu Kubas wichtigsten Zuckeranbauzentren. Seinen Aufstieg zu einer wohlhabenden Stadt verdankt Trinidad dem Zucker und dem damit verbundenen Sklavenhandel. Als mit dem verstärkten Anbau der Zuckerrübe in Europa Ende des 19. Jahrhunderts die Zuckerproduktion aus Zuckerrohr drastisch zurückging, endete die Blütephase der Stadt.

11km oestlich von Trinidad findet man die Ruine eines Herrenhauses aus dem Jahre 1838 und den dazugehoerigen Wachturm Torre San Isidro (von diesen Wachtuermen aus wurden die Sklaven beaufsichtigt). 4km weiter findet man ein weiteres Relikt aus dieser Zeit, den Torre Manaca Iznaga. Der Turm ist 43m hoch und wurde 1816 errichtet.

Weitere 7km gen Osten findet man das Sitio Historico Guaimaro ein Herrenhaus aus dem Jahre 1827, welches die Pracht der damaligen Zeit wiederspiegelt. Hier stand einst die groesste Zuckermuehle der Welt. Der Gier nach Macht und Reichtum durch die Zuckerproduktion fielen allein in Kuba 500 000 Sklaven zum Opfer. 1886 wurde die Sklaverei abgeschafft, die durch die Mechanisierung ohnehin an Bedeutung verloren hatte und auch das Aufkommen des Ruebenzuckers in Europa vesetzte den kubanischen Zuckerbaronen einen schweren Schlag.

Blick ueber das Tal des Zuckers

Blick ueber das Tal des Zuckers

Torre San Isidro

Torre San Isidro

Da wird mal wieder fleissig gearbeitet. Ist ja fuer Fidel

Da wird mal wieder fleissig gearbeitet. Ist ja fuer Fidel

Die auch

Die auch

Na, wer greift zuerst nach der Schaufel?

Na, wer greift zuerst nach der Schaufel?

Die Barracken der Sklaven

Die Barracken der Sklaven

Sitio Historico Guaimaro

Sitio Historico Guaimaro

Das ehemalige Herrenhaus von innen

Das ehemalige Herrenhaus von innen

Die Hauskapelle

Die Hauskapelle

Aussicht vom Herrenhaus auf die Zuckerplantagen

Aussicht vom Herrenhaus auf die Zuckerplantagen

Alte Zuckerpresse

Alte Zuckerpresse

Stickereien der Maedls

Stickereien der Maedls

Torre Manaca Iznaga

Torre Manaca Iznaga

Ausblick vom Wachturm

Ausblick vom Wachturm

© Claudia J., 2014
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ein Jahr durch Mittel- und Südamerika und die Karibik.
Details:
Aufbruch: 24.07.2014
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: Juli 2015
Reiseziele: Mexiko
Guatemala
Nicaragua
Costa Rica
Panama
Kolumbien
Peru
Kuba
Der Autor
 
Claudia J. berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
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