5 Wochen Canada West

Reisezeit: Juli / August 1993  |  von Herbert S.

zurück in Kanada - Fort Steele

Samstag, 31.07.93 (24. Reisetag)

Von unserem Mountain View Motel in Fernie fahren wir ein Stück auf dem Highway 3 zurück, biegen danach auf eine kleinere Straße, um nur kurz mal einen Blick auf Fort Steele zu werfen. Aber wir landen in diesem Modelldorf, das wunderschön liegt. Zuerst machen wir eine Rundfahrt auf dem Pferdewagen, beobachten 'Miß Sophie loading a mule'. Danach machen wir auch zu Fuß einen Rundgang, in der bakery trinken wir unseren obligaten zweiten Kaffee, schauen kurz und vor allem 'sprachlos' in die Schule rein und erhalten in einem Häuschen von einer älteren Dame ein cooky. Mit der Eisenbahn fahren wir nicht, aber ein handgetriebener Karren steht zum Ausprobieren da. So ist es schon nach 12.00 Uhr bei der Weiterfahrt.

Über Cranbrook hinter Creston wollen wir den Kootenay-See entlang nach Norden. Doch da fahren lauter willebies; erst wenige Kilometer vor Crawford Bay bleiben drei Autos europäischen Fahrstils übrig. Auf die Fähre müssen wir 1,5 Stunden warten, da diese nur 35 Autos faßt und wir etwa in 55. Position stehen.

Die Überfahrt erinnert sehr an Norwegen - wie alle Fähren über Binnenseen in B.C. ist auch diese kostenlos. Gegen 17.30 Uhr kommen wir in Balford an, Ulrike füttert die Gänse mit einem alten Brötchen und dann fängt die Zimmersuche an.

An der Straße nach Kaslo entdeckt Christel lauter Telefon-/Strommasten mit Krawatten!! Vermutlich waren für Wahlen mal Köpfe darüber? In Ains-worth Hot Springs: voll, in Kaslo: voll; wieder nach Süden, in Nelson: voll, in Salmo: voll. Über 100 km müssen wir wieder nach Süden bis nach Castlegar. Es dämmert schon und Ulrike bereit sich schon seelisch-moralisch auf eine Übernachtung im Auto vor; doch dann ein Aufschrei von Ulrike: ein Bär.

Der hatte eine litterbox umgeworfen und ist dabei, alles zu fressen einschließlich Papier. Aber wir müssen bald weiter, ich melde dann Regen, aber es ist kein Regen, sondern es sind Insekten, die auf die Windschutzscheibe klatschen. Dies steigert sich bis zu einem 'Wolkenbruch', die Windschutzscheibe ist zu in weniger als einer Minute. Zu allem Überfluß ist beim Versuch, die Windschutzscheibe freizubekommen, dann auch die Reinigungsflüssigkeit zu Ende. In Castlegar bekommen wir dann im ersten (Hi-Arrow)-Hotel Zimmer. Die Damen sind glücklich, Christel hatte bereits über Schlafpositionen im Auto nachgedacht und Ulrike war inzwischen ganz ruhig geworden. Im Lokal nebenan gibt es ganz interessante Nachos für mich (scharfe Chips mit noch schärferen Pepperonis, Oliven und Käse überbacken). Die Damen essen Salat. Auf dem Zimmer ist dann die Musik einer Hochzeit zu hören, Christel und ich vermuten eine Kapelle - aber es ist wohl doch nur Disco, die eine bayerische Serie einlegt.

© Herbert S., 2014
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Lange haben wir überlegt, ob wir zu dritt ein Wohnmobil mieten, uns letztendlich aber doch entschlossen, mit Motel und Mietwagen zu reisen, damit wir uns nach 5 gemeinsamen Wochen noch 'riechen' können. Trotzdem kann ich auch das Wohnmobil empfehlen, wenn man denn zu Zweit oder mit Familie reist.
Details:
Aufbruch: 08.07.1993
Dauer: 5 Wochen
Heimkehr: 11.08.1993
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Kanada
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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