Von der Schweinebucht nach Con Dao

Reisezeit: Juni 2009 - April 2010  |  von Trude M. Hippo

Nur noch einen Monat

04.08.09
Hallo liebe LeserInnengemeinde,
Eure gute alte Trude hat sich nun wirklich einmal Urlaub verdient. Und so habe ich Marco und Lili bereits in der letzten Woche vorgeschlagen, mal einen Ortswechsel vorzunehmen. Grade als sie auf dem Weg zum Playa de Alojera waren und es sich bei einem gute Cafe Cortado am Straßenrand von Alojera bequem machten, sprang Marco ein Werbeflyer in Auge:
"Möchten Sie einen ruhigen Urlaub haben?
Kommen Sie doch in unsere Apartementos am Strand von Alojera ."
Gesagt - getan! Nach kurzer Besichtigung des Strandes inklusive der zu mietenden Apartamentos stand der Entschluss, ab dem 03.08.09 für fünf Tage nach Alajero zu fahren.
Ohne mich, der guten Trude, säßen die vier immer noch auf ihrer bekloppten Sonnenterrasse. Man braucht schließlich auch mal Abwechslung.
Am Montag Morgen ging es dann los. Auto für eine Woche gemietet, 120 Euro abgedrückt und schnell noch den Sparladen vom Valle Gran Rey geplündert. In Alojera angekommen, musste dann nur noch das Gepäck, die Kinder und 10 Tonnen Getränkedosen vom Auto zum 100 Meter entfernten Apartamento geschleppt werden: 100 Meter Luftlinie versteht sich - bergab! Bei 30 Grad ist das ein Kinderspiel - schließlich ist dem Kalima seit gestern auch die Puste ausgegangen, es gab also zwischendurch auch mal ein kühles Lüftchen.
Unser Nachbarn, sechs Spanier aus Teneriffa, sind Sporttaucher. Besser gesagt: Sportharpunisten. Sie fischen begeistert das Meer leer, was den Vorteil hat, das Marco dann auch zu frischem Fisch kommt. Zwar hat er es mit seiner etwas kleineren Harpune auch versucht, einen Fisch zu fangen, doch war dieser immer etwas schneller. Dies wiederum begeisterte Lili, denn die mag ja bekanntlich keinen Fisch essen. Doch wenn man dann so nette Nachbarn hat, welche einem den Fisch frisch gekocht zum Abendrot servieren (incl. Kartoffeln und Salat), dann kann auch Lili nicht "nein" sagen und isst ihn ohne zu murren, den Fisch.

Yara hat jetzt einen "neuen" Opa und eine "neue" Oma. Die Nachbarn berichteten, dass sie auch eine Enkelin von neun Monaten haben, die in zwei Tagen auch hierher kommen wird. Und da das aber noch zwei Tage dauert, hat Yara sich bereit erklärt, als Ersatzenkelin zu fungieren. Nun wird ihr vom neuen Opa das Laufen beigebracht und von der neuen Oma lernt sie spanische Abzählreime. Lia machte auch gleich begeistert mit, kann aber vom neuen Opa nicht mehr das Laufen lernen.
Das war`s für heute.
Es grüßt Euch Eure Trude

05.08.09
Dritter Tag in Alojera. Gestern versuchte Marco wieder einen Fisch zu fangen. Lili war es ganz recht, dass das nicht klappte. Und die spanischen Nachbarn, obwohl sie 11 Kilo Fisch fingen, hatten bereits gegessen und konnten uns somit auch keinen mehr abgeben. Ein Kurzausflug ging am Nachmittag nach Taguluche. Zwanzig Minuten mit dem Auto bergauf und zwanzig Minuten wieder bergab und schon waren die fünf Kilometer Luftlinie zwischen Alajero und Taguluche überwunden. Ist halt bergig hier.
Heute klappte es dann endlich: Marco fing seinen Fisch, dessen Namen er wieder vergessen hat. Da es nur ein sehr kleiner Fisch war, hatten die Nachbarn wieder Mitleid mit uns und gaben noch zwei Fische von ihrem etwas reichhaltigerem Fang ab. Für alle Zuhausegebliebenen sei berichtet: Alojera ist wunderschön und richtig ruhig - wenn nicht grade eine 18-köpfige Familie ihre Party neben unserm Apartment feiert. Morgens fällt man vom Bett ins Meer - wenn man will. Und um drei Uhr nachts scheint der Vollmond über dem Meer direkt durch die Eingangstür unserer Bleibe mitten ins Schlafzimmer (Das weiß man wenn man um solch nachtschlafende Zeit quengelnden Kindern die Windeln wechseln muss.)
Yara und Lia haben ihre neuen Großeltern nun vollständig adoptiert, obwohl inzwischen auch die echte Enkelin angekommen ist. Bei ihren Eltern lassen sich die Kinder kaum noch blicken - sind halt zurzeit abgemeldet. Lediglich zu Hilfsdiensten, wie Windeln wechseln und dem Zubereiten von Mahlzeiten, sowie Getränkeflaschen auffüllen, dürfen die Eltern noch antreten.

Mit diesem Blick beginnt ein guter Morgen.

Mit diesem Blick beginnt ein guter Morgen.

Playa de Alojera

Playa de Alojera

Lili und das Meer.

Lili und das Meer.

Playa de Alojera

Playa de Alojera

Blick vom Playa de Alojera

Blick vom Playa de Alojera

Blick vom Playa de Alojera

Blick vom Playa de Alojera

Lia sortiert Werkzeug.

Lia sortiert Werkzeug.

Yara untersucht die Qualität der zur Verfügung gestellten Möbelstücke.

Yara untersucht die Qualität der zur Verfügung gestellten Möbelstücke.

Der Ersatzopa. Anscheinend ist man noch distanziert. Aber das sollte sich bald ändern.

Der Ersatzopa. Anscheinend ist man noch distanziert. Aber das sollte sich bald ändern.

Yara will nun laufen lernen.

Yara will nun laufen lernen.

Man fühlt sich anscheinend wohl.

Man fühlt sich anscheinend wohl.

Playa de Alojera

Playa de Alojera

Playa de Alojera

Playa de Alojera

Auf dem Weg nach Taguluche.

Auf dem Weg nach Taguluche.

Bei Tagaluche

Bei Tagaluche

Huch, jetzt haben wir schon drei Kinder?

Huch, jetzt haben wir schon drei Kinder?

Vom Winde verweht.

Vom Winde verweht.

Oberhalb von Alojera

Oberhalb von Alojera

Wenn diese Kugel ins Meer fällt, dann zischt das immer so.

Wenn diese Kugel ins Meer fällt, dann zischt das immer so.

© Trude M. Hippo, 2009
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Am 04.06.2009 geit los: Der Flieger ins Kanarenmekka Teneriffa kappt die Taue und legt ab. Gomera ruft uns! Was werden bloß die Kinder dazu sagen. Egal! Denn es kommt noch schlimmer: Sieben Monate in Thailand, Vietnam, Kambodscha und Laos. Trude wird`s schon richten. Wir verlassen uns auf sie.
Details:
Aufbruch: 04.06.2009
Dauer: 10 Monate
Heimkehr: 15.04.2010
Reiseziele: Spanien
Thailand
Vietnam
Kambodscha
Laos
Der Autor
 
Trude M. Hippo berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
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