Von der Schweinebucht nach Con Dao

Reisezeit: Juni 2009 - April 2010  |  von Trude M. Hippo

Kambodscha - Phnom Penh: Siem Reap - Angkor Wat

01.01.2010, Freitag

Nach unserer ausgiebig gefeierten Sivesternacht standen wir heute Früh auch schon um 6:00 auf der Matte, schließlich sollte das Schiff um 7:30 nach Siem Reap abfahren. Am Pier riss man uns ungefragt unser Gepäck aus der Hand, besser gesagt: vom Tuk Tuk und verfrachtete es schnurstracks Richtung Schiff. Mann, was für ein Service, dachten wir. Doch dann: "One Dollar, please!" Wir gaben einen halben und schauten in enttäuschte Gesichter.
Die Fahrt mit dem Schiff war sehr schön und auch die Kinder fanden es sehr aufregend und spannend. Nach sechs Stunden Fahrzeit kamen wir im Hafen, 12 km vor Siem Reap an. Nach einer weiteren halben Stunde wurden wir in einem Guesthouse abgeladen. Da es uns nicht recht gefiel, suchte Marco ein anderes Guesthouse. Lange suchen musste er nicht, da er ja bereits vor drei Jahren hier war, ging es erneut in das "Green Town GH". Das Zimmer wurde auch gleich von sieben auf sechs Dollar herunter gehandelt.

Kurz nach Ankunft in Siem Reap. Lia und Yara machen ihren Autofuehrerschein

Kurz nach Ankunft in Siem Reap. Lia und Yara machen ihren Autofuehrerschein

02.01.2010, Samstag

Fahrrad ausgeliehen und ein wenig in der Stadt herum gefahren. Old Market, Wat Bo und anschließend eine Nachricht für Hans und Irmi im Hotel hinterlassen. Morgen wollen Lilis Eltern auch hier in Siem Reap ankommen. Wir freuen uns schon riesig darauf und Lili ist natürlich besonders aufgeregt. Was wohl die Kleinen sagen, wenn sie ihre Großeltern wiedersehen.

03.01.2010, Sonntag
Heute Vormittag war das große Warten auf die Großeltern angesagt. Um die Wartezeit etwas zu verkürzen, fuhren wir zu einem der einheimischen Märkte. Hier gab es neben diversen Gemüse und Obst, auch Fleisch und Fisch. Leider entspricht die Lagerung nicht immer den Bedürfnissen unserer Nase. Und daher mussten wir an einigen Stellen schnell weiterlaufen. Lia interessierte besonders der Schweinekopf an einem der Stände. Marco musste deswegen zweimal dorthin mit ihr, da sie es so aufregend fand..
Am Spätnachmittag war es dann soweit: Wir trafen Lilis Eltern, Yaras und Lias Großeltern im Empress Angkor Hotel. Die Freude war groß. Und wir nehmen alle an, dass Lia und Yara ihre Großeltern wiedererkannt haben, obwohl sie diese schon seit drei Monaten nicht mehr gesehen haben. Abends sind wir dann in großer Runde indisch Essen gewesen.

04.01.2010, Montag
Heute morgen sind wir um 8 Uhr nach Angkor gefahren. Dort haben wir uns ein Sieben-Tage-Ticket besorgt. Nun können wir sieben Tage am Stück nach Angkor fahren.
Die Fotos vermitteln nur einen kleinen Eindruck, wie vielfältig Angkor ist. Sehr große und zum Teil sehr gut erhaltene Tempelanlagen, die alle sehr unterschiedlich sind, stehen hier weit verteilt inmitten des Dschungels. Hier reicht es auch einfach nur vor den Tempeln zu stehen, zu schauen und zu staunen. Geht man in die Tempelanlagen findet man weitere kleine Geheimnisse, die der Tempel birgt.
Angkor Wat ist die bekannteste Tempelanlagen, welche in 30 Jahren erbaut wurde. Berühmt sind seine Flachreliefs, die bis zu 2 Meter hoch sind und Geschichten aus dem kambodschanischen Götterglauben erzählen. Diese Tempelanlage besuchen wir daher zuerst.
Hans und Irmi ( Lilis Eltern) fahren heute und morgen noch mit ihrer Reisegruppe durch Angkor. Während wir unsere Tour alleine vornehmen. Dennoch gleich am ersten Tempel (Angkor Wat) trafen wir uns durch Zufall wieder. Und wie der Zufall es so will, trafen wir uns sogar dreimal in dieser riesigen Tempelanlage.
Nach Ankor Wat beschließen Lili und Marco den Bayon in Angkor Thom zu besichtigen. Da nun Lia schläft, wird sie in die Hängematte gelegt. Währenddessen besichtigen Lili und Yara den Bayon. Danach ist Marco an der Reihe.
Der Bayon, steht inmitten der Stadt Angkor Thom, und ist einer der am schönsten erhaltenen großen Tempel.
Nach einer weiteren Fahrt besichtigen wir den Ta Prohm. Eine Tempelanlage, in der sich bis zu 500 Jahre alte Bäume ihre Nischen gesucht haben und sich durch das Mauerwerk mit ihren Wurzeln ziehen. Auch hier trafen wir wieder die Großeltern. Was für ein Zufall!

Unser Taxi mit Stammfahrer Mr. Va.

Unser Taxi mit Stammfahrer Mr. Va.

Angkor Wat Ein Moemch! Der muss natuerlich sofort rauf aufs Foto

Angkor Wat Ein Moemch! Der muss natuerlich sofort rauf aufs Foto

Angkor Wat. Lia im Tempel.

Angkor Wat. Lia im Tempel.

Angkor Wat. Lia vor dem Tempel.

Angkor Wat. Lia vor dem Tempel.

Einfahrt nach Angkor Thom.

Einfahrt nach Angkor Thom.

Yara irgendwo im Bayon.

Yara irgendwo im Bayon.

Im Bayon.

Im Bayon.

Yara meint: Sind doch eh nur alles alte Steine!

Yara meint: Sind doch eh nur alles alte Steine!

Ta Prom

Ta Prom

Versteckspiel in einem Baum im Ta Prom. Marco hat die Kinder grade gefunden.

Versteckspiel in einem Baum im Ta Prom. Marco hat die Kinder grade gefunden.

Spontanbesuch von Opa. Lia freut sich. 
(Wir haben Irmi und Hans zufaellig im Ta Prom getroffen.)

Spontanbesuch von Opa. Lia freut sich.
(Wir haben Irmi und Hans zufaellig im Ta Prom getroffen.)

05.01.2010, Dienstag

Nach einem Frühstück am Srah Srang in Angkor, haben wir mehrere Tempelanlagen besichtigt. Under anderem den Pre Rup, den Banteay Samre, den Östlichen Mebon und den Ta Som.

Noch so ein Baeumchen.

Noch so ein Baeumchen.

Mama! Yara hat nen Klops in der Hose!

Mama! Yara hat nen Klops in der Hose!

06.01.2010, Mittwoch

Mit Katjas Eltern fahren wir heute nach Angkor. Wir besichtigen zuerst
Angkor Wat, dann einen weiteren Tempel (wie hieß er denn noch gleich?)
Am Nachmittag besichtigen wir den Bakheng. Um diesen Tempel zu sehen, muss man entweder den Berg besteigen oder einen Elefanten mieten, der einen hinaufträgt. Elefanten sind leider um diese Uhrzeit nicht in Sichtweite. Daher beschließen wir den Berg zu besteigen. Der Tempel Bakheng hat mehrere sehr steile Treppen und ist sehr hoch gebaut. Wir beschließen auch diese Treppenstufen noch zu erklimmen. Oben angekommen, erwartet uns eine wunderschöne Aussicht auf Angkor. Als wir den Berg wieder hinabsteigen wollen, begegnen uns nun auch die Elefanten. Marco ist begeistert. Nun kann er sein Vorhaben in die Tat umsetzen, Lia und Yara endlich die Elefanten hautnah zu zeigen.

Angkor Wat.

Angkor Wat.

Angkor Wat vom Bakheng aus fotografiert.

Angkor Wat vom Bakheng aus fotografiert.

Rennelefant fuer Faule. 5 Minuten Reiten: nur 20 Dollar!

Rennelefant fuer Faule. 5 Minuten Reiten: nur 20 Dollar!

Oma und Opa passen auf die Zwillinge auf. Marco schaut Steine an.

Oma und Opa passen auf die Zwillinge auf. Marco schaut Steine an.

07.01.2010, Donnerstag

Heute ist unser erster kinderfreier Halbtag seit drei Monaten. Lia und Yara bleiben bei den Großeltern im Hotel und haben sichtlich Spaß. Sie dürfen sogar den Swimmingpool testen. Währenddessen fahren wir zu einem alten Markt, um dort shoppen zu gehen. Die Zeit war schnell vorbei. Dennoch haben wir einiges "geshoppt".
Zurück im Hotel: Der Empfang von Lia war leider nicht so nett. Im hohen Bogen spucke sie Lilis ganzes Hemd und ihre Hose voll. Danach schläft Lia ein. Daher beschließen wir alle in Lilis und Marcos Hotel zu essen. So kann Lia in Ruhe weiterschlafen.

08.01.2010, Freitag
Heute morgen sind Marco und Lili alleine nach Angkor gefahren.
Sie besichtigen die Stadt Angkor Thom ( Phimeanakas, Terasse des Leprakönigs, Preah Khan). Insbesondere die Elefantenterrasse nehmen sie unter die Lupe.

Terasse des Leprakönigs

Terasse des Leprakönigs

Und noch ein Tempel.

Und noch ein Tempel.

Elephantenterrasse

Elephantenterrasse

09.01.2010, Samstag

Marco ist wieder mal krank und nimmt sich eine Auszeit wegen Durchfalleritis. Die andern besichtigen den 38 Kilometer von Siem Reap entfernten Kblei Spean und
Banteay Srei. Marco erholte sich in der Zwischenzeit aber recht gut, so dass das Abendessen wieder gemeinsam stattfinden konnte.
Die Anlage Kbal Spean bietet mitten im Dschungel aus dem Flussfelsen heraus gemeißelte heilige Lindgams und Hindugottheiten. Mit dem Auto werden wir an den Ort herangefahren. Zur Anlage führt ein Fußweg. Beim Eingang entdecken wir die Anzeige: 1500 m. Gut, dann laufen wir eben mit zwei kleinen Kindern. Das schaffen wir gerade noch, denken wir. Doch was wir nicht wussten: Der Weg hat kaum gerade Strecken, ist sehr steinig und führt fast nur bergauf. Einige Strecken sind sogar sehr steil. Eine Frau rät uns inmitten des Weges (auf Höhe 900 m) wieder zurückzukehren. Doch ein Führer teilt uns mit, dass wir die schlimmste Strecke schon hinter uns haben. Wir gehen weiter. Oben angekommen sind wir alle erschöpft. Doch es hat sicht gelohnt, hierherzukommen! Ein schattiges Plätzchen am Fluss erwartet uns.
Der Abstieg gestaltet sich schwieriger. Teilweise müssen wir uns Lia oder Yara gegenseitig zureichen an Stellen, die zu rutschig oder sehr tief sind.
Unten angekommen sitzen und trinken wir etwas, während Lia und Yara den Straßenreiter des Ladens entdecken und mit ihm spielen.
Später fahren wir zum Banteay Srei. Die Kleinen schlafen nun im Auto. Irmi passt auf und Hans und Katja besichtigen den Tempel. Der Banteay Srei ist ein wunderschöner, sehr fein gemeißelter Tempel. Die Fotos sprechen für sich!

Banteay Srei

Banteay Srei

Banteay Srei

Banteay Srei

Lia wirft dem Kleinen eine Kokusnuss auf den Kopf.

Lia wirft dem Kleinen eine Kokusnuss auf den Kopf.

10.01.2010, Sonntag

Lili und Irmi haben genug von Angkor (wahrscheinlich haben sie den berüchtigten Tempelkoller.). Daher sind Hans und Marco alleine nach Angkor gefahren.
Die beiden Damen vergnügen sich derweil im Shopping Center (Old Market)
Lia und Yara sind dabei und lassen sich reich beschenken.

11.01.2010, Montag
Heute Vormittag haben Lili und Marco wieder kinderfrei. Sie nutzten die Zeit um noch einmal shoppen zugehen. Hans schaute sich derweil die Rolousgruppe an und Irmi hütete die Kleinen.
Abends aßen wir wieder alle zusammen beim Inder. Danach besuchten Lili und Marco noch den Night-Market.

12.01.2010, Dienstag
Heute war Irmis und Hans letzter Tag in Siem Reap. Sie fliegen nun wieder nach Deutschland zurück. Nach einem leckerem Essen verbrachten wir die noch verbleibenden Stunden gemeinsam im Hotel. Danach hieß es Abschied nehmen. Lili war ganz traurig und weinte. Gerne hätte sie sich mit in den Flieger gesetzt. Lia und Yara verstehen noch nicht, dass sie ihre Großeltern jetzt längere Zeit nicht mehr sehen werden.
Abends die Rucksäcke gepackt, denn morgen ist auch unser letzter Tag in Siem Reap.

Abschiedsfoto im Hotel.

Abschiedsfoto im Hotel.

© Trude M. Hippo, 2009
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Am 04.06.2009 geit los: Der Flieger ins Kanarenmekka Teneriffa kappt die Taue und legt ab. Gomera ruft uns! Was werden bloß die Kinder dazu sagen. Egal! Denn es kommt noch schlimmer: Sieben Monate in Thailand, Vietnam, Kambodscha und Laos. Trude wird`s schon richten. Wir verlassen uns auf sie.
Details:
Aufbruch: 04.06.2009
Dauer: 10 Monate
Heimkehr: 15.04.2010
Reiseziele: Spanien
Thailand
Vietnam
Kambodscha
Laos
Der Autor
 
Trude M. Hippo berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
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